Segel Bundesliga: Eckart Diesch über Machtkämpfe mit dem DSV

"DSV Regeln anerkennen"

Eckart Diesch spricht im Interview mit der Schwäbischen Zeitung über die “Kämpfe” mit dem DSV bei den Verhandlungen zur Segel Bundesliga.

Der Goldmedaillengewinner Eckart Diesch war von Anfang an einer der größten Fans der Segel Bundesliga. In der vergangenen Saison richtete er ein Event mit seinem Württembergischen Yacht-Club aus – mit über 1000 Mitgliedern einer der größten deutschen Segelvereine, dem er seit zehn Jahren als Präsident vorsteht – und konnte gleich den ersten Bundesliga-Sieg seines Vereins verbuchen. Am Ende der Saison stand der WYC auf Rang zwei. Diesch wurde in der vergangenen Woche mit dem Sportehrenbrief der Stadt Friedrichshafen ausgezeichnet.

Eckart Diesch

Eckart Diesch

Er arbeitete intensiv an der Realisierung der Liga-Umsetzung und hat großen Anteil an der enormen Resonanz der Liga Idee in der deutschen Segelszene. Als der Ärger mit dem DSV hochkochte, war der Zahnarzt mehrfach kurz davor, die Brocken hinzuwerfen. Aber schließlich ließ er sich doch zum Vorsitzenden des neu gegründeten Vereins „Deutsche Segel-Liga“ wählen.

In dieser Funktion war er bemüht, eine tragfähige Einigung mit DSV und Konzeptwerft zu erzielen. Er sagt im Interview: “Das waren wirklich Kämpfe, die wir mit den Verantwortlichen des Deutschen Segler-Verbandes ausgetragen haben.” Aber der DSV stehe jetzt positiv zur Gründung des Liga Vereins. Dabei stellt Diesch fest: “Ich würde schon sagen, dass der Deutsche Segler-Verband Sieger ist, aber im ganz guten Miteinander.”

Diesch ging es immer darum, dass auf jeden Fall die Liga stattfindet. So versucht er auch die Position des DSV zu verstehen. Er war mehr auf Vermittlung als auf Konfrontation aus. Und so hört sich sein abschließendes Urteil zahm an. Er nimmt wahr, dass die Ligavereine in einen “Käfig gezwungen” werden. Aber er stellt auch fest: “Da alle Vereine Mitglied im DSV sind, müssen wir auch die Regeln des DSV anerkennen.”

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Carsten Kemmling

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4 Kommentare zu „Segel Bundesliga: Eckart Diesch über Machtkämpfe mit dem DSV“

  1. avatar Franz sagt:

    Dem “Kämpfer” und den verbliebenen Erstligavereinen hätte es gut angestanden, wenn Sie ebenso wie alle anderen Vereine in diesem Jahr zurückgegangen wären auf “Los” und in einer neuen Saison alle mit gleichen Voraussetzungen den Neustart einer Bundesliga unter dem Dach des DSV gewagt hätten. Da hätte ja auch die Konzeptwerft ihr ganzes Know how in die Waagschale werfen können.

    Ich hoffe und glaube, dass die Relegationsregatta in Flensburg mit 63 teilnehmenden Vereinen ein tolles Event mit ganz vielen, motivierten jungen und alten Seglern in einem spannenden Format wird. -und vielleicht eine ehrlichere Meisterschaft der Vereine 2014-

    Aber wenn man schon im Sandkasten sitzt und mit den Förmchen spielt, verlässt man ihn ungern, um allen anderen die gleichen Anfangschanchen zu geben, um mitzuspielen.

    Schade, ich hätte mir vom DSV noch viel mehr “Käfig” gewünscht!

    PS. Was wäre die Fußballbundesliga ohne die Bayern und Mönchengladbach, die waren beim ersten Durchgang auch nicht dabei! Die haben dann wohl die Relegation gewonnen!

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 7 Daumen runter 9

    • avatar Christoph sagt:

      Die “geistig” führenden und beweglichen Vereine haben es gewagt die Bundesliga mit “auf die Beine” zu stellen. Andere – darunter auch mein Club – waren zu träge gleich mit einzusteigen.
      Nun können wir nur hoffen, dass unsere Segler die Relegation schaffen.
      Sonst sind wir erstmal nur dritt- oder zweitklassig. Und sind dann auch wirklich selbst Schuld daran!
      Aber was nützt es… ich drücke allen Teilnehmern die Daumen und freue mich, die besten Segler der jeweiligen Verein in Aktion zu sehen.
      Lassen wir die Besten aufsteigen – und die anderen haben guten Grund für einen künftigen Aufstieg zu trainieren.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 9 Daumen runter 4

  2. avatar MrSail sagt:

    Wieso zurück auf Start ?
    Wieso mit dem DSV?

    Wenn immer alle zurück auf Start müssten um alles fair zu machen gäbe es keinen AC und keine großen Yachten

    Go big or go home, wer die cochones hatte das Event ins Leben zu rufen hat auch ein Recht zu ernten!
    Nur weil der DSV und andere Vereine nicht die Kreativität und den Mut hatten …….

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 7 Daumen runter 4

  3. avatar Wichtige Durchsage! sagt:

    Achtung, Achtung,

    hier spricht euer Kapitän.

    Hurra, wir haben eine Bundesliga und sogar eine Zweite. Klar, eigentlich ist es eine Witzliga ohne Sinn und Zweck ,mit gelegentlichen Gastauftritten Ehemaliger oder von Segelgrößen. Ein Paar werden sich spezialisieren. Andere werden so ihr freies Wochenende verbringen. Spitzensegler werden dafür sicher nicht ihr Training in ihrem eigentlichen Boot vernachlässigen. Ein unaussagekräftiger Blödsinn also. Klar, eigentlich ist es nur ein weiterer Meilenstein dafür andere Klassen auszudünnen, weil es wieder einmal eine neue Spielwiese gibt. Aber wenigstens können die Älteren den Jüngeren nun gut beibringen wie man richtig schreit und sich richtig durchsetzt im Match- / Minfleetracedschungel.

    Tolle Sache. Zwar nicht für die Vielfalt des Segelsports, aber für irgendwen bestimmt.

    Muahaha

    Ende der Durchsage!

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 0 Daumen runter 10

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