SPEED&Smarts über die Feinheiten der Strategie beim Start

"Keep the big picture in mind"

Zum Starten gehört definitiv mehr, als nach dem Startschuss so schnell wie möglich die Linie zu überqueren. Man sollte das Starten nicht komplett losgelöst vom Rennen betrachten. Wenn das Rennen zu Ende ist, kümmert es niemanden mehr, wer am Anfang geführt hat. Der Start ist lediglich ein zweckreiches Mittel, um das Rennen erfolgreich abzuschließen. Schließlich geht es nur darum, auf welchem Platz man ist, wenn man die Ziellinie überquert, und jeder Start ist nur soviel Wert, wie viel er zu diesem Ergebnis beigetragen hat.

US Segelikone David Dellenbaugh schreibt für SR. © privat

Ein guter Start setzt sich aus einer Anzahl von verschiedenen Elementen zusammen, wie freier Wind, gute Bootsgeschwindigkeit und eine strategisch gute Position. Im Folgenden wird das letzte Kriterium diskutiert, welches ich das Gesamtbild oder „big picture“ des Startens nennen will. Die einfachste Herangehensweise ist es sich vorzustellen, dass es keine anderen Schiffe auf dem Kurs gibt und dann zu entscheiden, wo man auf der Linie starten würde, um so schnell wie möglich zur ersten Tonne zu gelangen.

Auf diese Weise die Startposition zu bestimmen ist manchmal sehr direkt. Wenn der Wind zum Beispiel den ganzen Tag schrittweise nach rechts dreht, sollte man möglichst weit in Luv starten (selbst dann, wenn das linke Ende der Linie höher am Wind liegt). Allerdings gibt es Situationen, da wird das Starten ein wenig kniffliger sein. Dann ist es notwendig einen methodischeren Ansatz zu wählen:

 

SCHRITT 1: Bestimmen der Windtendenz

Die erste Aufgabe beim Formulieren einer Startstrategie ist es sich die Strategie für das gesamte Rennen zurechtzulegen. Dies sollte Hand in Hand geschehen. Dafür ist es das Beste früh zum Startgebiet hinauszugehen und alle Informationen zu sammeln die man benötigt, um das Rennen zu bestreiten. Die wichtigsten Fragen, die man sich dabei stellen sollte, sind: Wo ist der Wind am stärksten? Wie dreht der Wind? Und wie ist der Strom?

Die Antworten könnten beispielsweise folgendermaßen aussehen:

A) „Die Böen sehen auf der rechten Seite stärker aus, und der Wind ist kontinuierlich rechtsdrehend“; oder

B) „Der Wind pendelt regelmäßig, so dass der Kurs auf Backbordbug zwischen 280 und 305 Grad liegt“; oder

C) „Der Strom fließt in Richtung des Windes, aber ist schwächer auf der linken Seite der Luvmarke, wo das Wasser nicht so tief ist.“

Man sollte diese Beobachtungen kontinuierlich wiederholen, weil der Wind sich ständig verändert. Es wäre ein Fehler, den Wind nur eine halbe Stunde vor dem Start zu betrachten und danach damit aufzuhören.

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Ein Kommentar „SPEED&Smarts über die Feinheiten der Strategie beim Start“

  1. avatar Manfred sagt:

    Prima Sache, Eure Zusammenarbeit mit Dave die Dose!
    Danke für die Übersetzung.

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