SR Interview: Mateusz Kuznierewicz, der Superstar aus Polen erfolgreich auf der Alster

"Mir macht es wirklich Spaß hier"

Der polnische Olympiasieger Mateusz Kuznierewicz führt das Feld beim City Grand Slam an. Im ausführlichen Interview spricht er darüber, wie er die schwierigen Bedingungen meistert und über sein neues Leben als Unternehmer.

Der Finn Olympiasieger 1996 freut sich 2004 über Bronze.

Der Finn Olympiasieger 1996 freut sich 2004 über Bronze.

Die Segelbedingungen auf der Alster sind wirklich grenzwertig. Totaler Stillstand wechselt sich mit plötzlich einsetzenden Böen ab. Das Feld der Starboote wird immer wieder durcheinander gewirbelt. Man könnte wirklich hadern als Segler. Die Crews müssen einige “Schweinerennen” überstehen. Selbst auf der berüchtigten Alster ist es nicht immer so schlimm. Glück und Pech scheinen eine große Rolle zu spielen.

Aber es ist wie immer beim Segeln. Die guten Segler haben offenbar das meiste Glück. Und das widerspricht dann der These vom Roulettespiel unter freiem Himmel. Dafür steht besonders Kuznierewicz (41), der mit seinem Vorschoter Dominik Zicky die unglaubliche Serie von 1/1/1.5/4/1/2 auf den See gezaubert hat und so gar nicht den Eindruck macht, als könne ihn überhaupt irgendeine Winddrehung beeindrucken.

Mateusz Kusznierewicz © SSL

Mateusz Kusznierewicz © SSL

 

Dabei hat sich der Olympiasieger im Finn Dinghy 1996 bei seinen fünf Olympia-Kampagnen mehr auf Segelrevieren bewegt, bei denen nicht gerade 360-Grad-Drehungen und totale Wind-Aussetzer zu überstehen sind. Aber er nimmt die Bedingungen wie sie sind und lässt keinen Zweifel daran, dass er glaubt, die Drehungen und Böen sehr genau vorhersagen zu können.

Dabei hat der ehemalige ISAF Weltsegler des Jahres und mit einem der höchsten polnischen Orden ausgezeichnete Sport-Promi in Polen seine Olympiakarriere nach 2012 mit dem Rauswurf des Starbootes aus dem Programm beendet.

Er startete eine erfolgreiche Karrier als Geschäftsmann und beschwört dabei die Fähigkeiten, die er auf der Regattabahn erlernt hat.

Mateusz KUZNIEREWICZ

Mateusz KUZNIEREWICZ undDominik ZYCKI in Hamburg © SSL/Marc Rouiller

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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3 Kommentare zu „SR Interview: Mateusz Kuznierewicz, der Superstar aus Polen erfolgreich auf der Alster“

  1. avatar Fakt sagt:

    Der symphatische Mateusz KUZNIEREWICZ hat offenbar gerade einen 23. Platz eingefahren. Ob er dabei immer noch so zufrieden war ? 🙂

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 3 Daumen runter 7

  2. avatar Andreas Borrink sagt:

    Unglaublich gute coverage, tolle Interviews, eine erstklassige Organisation, Bombenwetter, super-venue – Hamburg City of Sails gibt seine Visitenkarte ab. Und US-Amerikaner, bekannt für ihren – nun ja, machmal etwas eingeschränkten Horizont – nehmen zur Kenntnis, dass auch in Hamburg gesegelt wird……und wie! Sogar “Nordeutsche Riehgadah Föhreiin” können sie schon sagen. Nur big (“bad”) Dennis wusste es schon.

    Ganz großes (Segel-)Kino! Morgen die Finals live auf dem Wasser. Das isses……..

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 0

  3. avatar Manfred sagt:

    Da muss ich Dir Recht geben, Andreas. An dieser Veranstaltung gibt es wirklich nichts zu meckern. War gestern nachmittag vor Ort, im NRV. Nur “happy faces”. Auch über die “grenzwertigen Bedingungen” wurde überhaupt nicht gemeckert. Im Gegenteil: für alle gleich, so der Tenor. Und “Fakt” ist: “Die Sahne steigt nach oben”. Und warum sollte Mateus unzufrieden sein. Liegt doch vorne. Punktgleich mit Diego Negri.

    Ich freue mich auf die finalen Läufe, wenn auch nur online… auf´m Klo oder so, weil ich ja auf ne Familienfeier muss…

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