SeglerFit Soft-Workout: SR-Unterstützer entwickeln Rückentraining

Mit starkem Rücken ins neue Jahr

Gute Vorsätze werden in diesen Tagen viele gefasst. Bei den meisten steht mehr Sport auf dem Wunschzettel. Für Segler macht besonders die Stärkung des Rückens Sinn. Der Physiotherapeut Markus Bentas hat sich besonders mit den Anforderungen des Sports beschäftigt. Viele Segler gehen in seiner Hamburger Praxis ein und aus. Zusammen mit Matti Koch hat er für SR ein Programm entwickelt, das Besserung mit möglichst geringem Aufwand verspricht.

Marit Bouwmeester, Weltmeisterin 2011 im Laser Radial vor Perth, tut es auch: Intensives, regelmässiges Rückentraining. Hier mit kleiner Artistikeinlage auf einem Pezzi-Ball © Hoger & Harder

Dafür muss man nicht Gewichte wuchten, das Körpergewicht reicht aus. Die Übungen können also auch auf dem Hotel Fußboden absolviert werden. Wichtig ist es nur, kontinuierlich dran zu bleiben. Das Programm sollte fest in den Wochenablauf eingebaut werden. Vor oder nach dem morgendlichen Duschen, oder direkt nach dem Joggen.

Vorsicht beim gemeinsamen Trainieren von Mann und Frau. Frust ist beim Mann vorprogrammiert. Er sollte heimlich arbeiten. Denn in der Regel sind die Damen bei diesen Übungen viel besser.

Und noch etwas: Die Muskeln, die die Wirbelsäule stützen, sind zahlreich und klein. Sie sind unzweckmäßig beim Posieren. Koordination ist gefragt. Damit können Disbalancen vorgebeugt und Schmerzen ausgeräumt werden. 2012 ist sicher ein gutes Jahr, um dem Rücken einen Gefallen zu tun.

Matti Koch beim Rücken Soft-Workout von Markus Bentas. Es hat Ähnlichkeiten mit den Übungen von Marit, aber ist nach ein wenig Übung, von jedem zu schaffen © M.Koch

Zu den Protagonisten: Matti Koch macht den Vorturner und Markus Bentas ist Physiotherapeut, bei dem so mancher Hamburger Segler ein- und ausgeht.
SR wird kontinuierlich weitere Übung hinzunehmen.

Matti’s Vorwort:

Idee
Diese Übungen sind für Seglerinnen und Segler jeden Alters gedacht, die den Winter über etwas für sich und ihre Fitness tun wollen. Ideal wäre eine tägliche Übungseinheit von etwa 15 bis 20 Minuten, es reichen aber auch 2 bis 3 Einheiten pro Woche, die Ihr nach und nach steigert. Beachtet die Anweisungen und geht nicht gegen Schmerzen an. Bei akuten Verletzungen oder anderen Erkrankungen sprecht bitte zuerst mit Eurem Arzt. Übt nur so kräftig, dass Ihr noch gut und gleichmäßig atmen könnt und nicht in eine Pressatmung rutscht.

Sinn
Hier geht es um tief innen liegende Muskulatur, die den Körper aufrecht hält und stabilisiert. Diese stärkt man nur mit geduldigem und sauber ausgeführtem Üben, das sich schließlich mehrfach auszahlt: Der gesamte Körper fühlt sich wohler und die Körperhaltung ist verbessert – das heißt aufrechter und entspannter. Außerdem wird eine solide Grundlage geschaffen für Kraftübungen einzelner Muskelgruppen wie z. B. der Beine oder der Arme. Der Aufbau der äußeren Muskulatur geht meist recht schnell, ist aber oft nur dekorativ. Eine lang anhaltende und intenisve Steigerung der Fitness erreicht man nur über das Training der Stabilisatoren und Haltungsmuskulatur. Daher trainiert man sinnvollerweise von innen nach außen, nicht anders herum.

Ziel
Jollensegler brauchen gute Bauch- und Rückenmuskeln zum Ausreiten und im Trapez, Dickschiffsegler tun etwas gegen Rückenschmerzen während langer Hänge-, Sitzpartien und explosiven Winscheinsätzen. Durch eine stabile und gut trainierte Rumpfmuskulatur wird der ganze Körper fit und schlank – man/frau bleibt gesund – und hat mit Sicherheit mehr Freude am Segln mit weniger Rückenbeschwerden.

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Andreas John

Der Mann aus dem Hintergrund. Mehr zu ihm findest Du hier.
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10 Kommentare zu „SeglerFit Soft-Workout: SR-Unterstützer entwickeln Rückentraining“

  1. avatar regattafan sagt:

    Die Idee ist gut, und ich möchte niemand zu nahe treten, aber als Vorturnerin hätte ich lieber eine attraktive Seglerin gehabt !

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 8 Daumen runter 8

    • avatar Christian sagt:

      Regattafan, wo du schon wieder deine Augen hast… es geht doch auch um deinen Rücken. Wenn der entzücken kann, klappts auch wieder bei den Frauen.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 9 Daumen runter 0

  2. avatar regattafan sagt:

    Sorry, mir ist das alles viel zu steif und statisch. Ich hätt’s gern zumbamässig mit Musik und ohne Mutti’s Socken 🙂

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    • avatar Christian sagt:

      Zumba ist aber nicht gut für den Rücken, da knirschen die Wirbel. Und die Physiotherapeutinnen stehen nicht auf ihre Patienten.

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      • avatar regattafan sagt:

        Mit “zumbamässig” meine ich Übungen im Takt der Musik, die weniger steif mit mehr Spass vorgetragenwerden und zum mitmachen animieren.

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  3. avatar Lyr sagt:

    Ich finde die Übungen sehr gut! und ich habe zur Zeit, wegen eines Unfalls, einiges an Reha und Physio für den Rücken hinter mir. Aber diese Übungen hier, haben mich echt noch mal weiter gebracht!
    Danke! tolle Idee, die bei mir voll ins Schwarze getroffen hat. bitte mehr davon…
    Ich kann nur sagen, macht was für euren Rücken. Irgendwann bereut man es sonst und dann meist ziemlich heftig…

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    • avatar regattafan sagt:

      Das Video ist ja erst vor zwei Tagen veröffentlicht worden. Signifikante, auf den Muskelaufbau zurückzuführende Veränderungen können m.E. erst nach einer längeren Übungsdauer entstehen.

      Inwiefern haben Dich die Übungen innerhalb weniger Stunden “noch mal weitergebracht” ?

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      • avatar Lyr sagt:

        Direkt hat es zur Verringerung meiner Rückenschmerzen noch am selben Tag geführt…
        und indirekt kann ich sagen, dass ich die Übungen gut finde, weil sie ein gutes (mich ansprechendes) Mittel zwischen aktiven und passiven Training sind. Außerdem sprechen sie mM die entsprechenden Muskelgruppen noch intensiver als andere Übungen aus der Physiotherapie an, ohne dabei die Gefahr zu erhöhen in eine gefährliche Schonhaltung zu kommen.

        Sicherlich, ist mein Urteil vielleicht etwas vorschnell, das habe ich mir auch schon gedacht, deshalb sprach ich ja meine Erfahrung mit anderen Übungen an.
        Letztendlich sind die Übungen oft ähnlich, aber hier habe ich das Gefühl noch effektiver zu trainieren…

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  4. avatar Gerd sagt:

    Da schläft man ja bei ein… Da lobe ich mir die Rückenschule mit Johanna: http://www.youtube.com/watch?v=Tgy4TSJ3ivU

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