Star City Grand Slam: Acht Weltmeister am Start – der Sieger in Hamburg erhält 23.000 Euro

"Größtes Segelevent, das die Stadt je gesehen hat"

Star Sailors League Polgar

Polgar/Koy segelten erfolgreich bei der Star-Liga auf den Bahamas. © Carlo Borlenghi/SSL

Anfang Mai blickt die Starboot-Welt auf Hamburg und den Norddeutschen Regatta Verein. Denn dort segeln vom 3. bis 7. Mai die besten Starboot-Teams der Welt beim ersten SSL City Grand Slam.

Der NRV richtet zusammen mit den Hamburger und Lübecker Starboot-Flotten und der Star Sailors League (SSL) das sportliche Topereignis auf der Alster aus. Auf der Meldeliste, die schon 24 Stunden nach Freischaltung gefüllt war und daraufhin noch erweitert wurde, finden sich inzwischen 95 Teams aus 18 Nationen. Darunter sind acht Teams, die das goldenen Weltmeister-Star-Zeichen im Segel führen dürfen. Prominentester Teilnehmer ist der fünffache Olympiamedaillen-Gewinner Torben Grael aus Brasilien.

Als Lokalmatadoren vom NRV gehen unter anderem Johannes Polgar und Markus Koy, die Europameister 2010, und Robert Stanjek und Frithjof Kleen, Weltmeister 2014, an den Start. Achim Griese (NRV) und Michael Marcour, die schon 1984 zusammen olympisches Silber im Starboot gewannen, segeln seit langer Zeit einmal wieder zusammen. Auch der Clubkollege Alexander Hagen, Olympiateilnehmer und mehrfacher Weltmeister gibt für das Großereignis sein Comeback in der Star-Klasse. Er segelt zusammen mit Uli Seeberger vom Yacht-Club Radolfzell.

Starboot Feld

Das Starboot Feld beim SSL Lake Grand Slam 2015. © SSL

Das gesamte Preisgeld der Regatta beträgt umgerechnet 92.000 Euro. Es wird verteilt auf die Top 20 platzierten Teams und wird von der SSL vergeben. Die Sieger erhalten rund 23.000 Euro.

Die Organisatoren erwarten ca. 200 Segler mit ihren Familien und Gästen, sowie internationale Presse, Sponsoren und Zuschauer, die sich das Spektakel auf der Außenalster vom Steg des NRV ansehen können.

Die Rennen werden mittels 3D GPS-Tracking grafisch aufbereitet und im Live-Stream mit Expertenkommentar übertragen.

Schirmherr der Regatta ist der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Olaf Scholz.

Die Lokalmatadoren

Johannes Polgar und Markus Koy sind eines der „Lokalmatadoren-Teams“. Beide sind Mitglied im gastgebenden Club, dem Norddeutschen Regatta Verein am Ufer der Hamburger Außenalster.

Markus Koy ist gebürtiger Hamburger und hat hier nach wie vor seinen Lebensmittelpunkt. Johannes Polgar hat mehr als 16 Jahre in Hamburg gelebt, bevor es ihn in den Süden Deutschlands zog. Polgars Aufstieg in der Starboot-Klasse liest sich beeindruckend.

Er vertrat Deutschland bei den Olympischen Spielen 2008 noch in der Tornado-Klasse, von der er anschließend zum Starboot und zu seinem jetzigen Partner Markus Koy wechselte. Nur drei Jahre später gewannen die beiden die Europameisterschaft und im vergangenen Jahr beendeten sie das SSL Finale in Nassau auf Rang vier.

Ortskenntnis ist hilfreich

„Mit dem Tornado sind wir immer in Kiel gesegelt, weil die Alster dafür zu klein ist, aber als ich anfing, mich mit dem Starboot zu beschäftigen, sah ich, dass auf der Alster eine sehr konkurrenzfähige Flotte mit über 30 Booten aktiv ist. Dennoch bin ich selbst erst wenige Male auf der Alster gesegelt.

Es gibt eine ganze Menge guter Segler im NRV, weil die Alster mit ihren vielen Winddrehern sehr trickreich ist. Ein bisschen Ortskenntnis ist definitiv hilfreich. Achim Griese zum Beispiel, der Silbermedaillengewinner im Star bei den Olympischen Spielen 1984, wurde in Hamburg geboren und ist hier aufgewachsen.

Es würde mich nicht überraschen, wenn der eine oder andere NRVer oben in der Ergebnisliste auftauchen würde. Bei leichtem oder mittlerem Wind, wenn das Bootshandling nicht so sehr im Fokus steht, wird gute Kenntnis der Alsterverhältnisse umso wichtiger.

Ich erinnere mich an das erste Mal, als ich im Starboot auf der Alster segelte. Wir lagen mit großem Abstand in Führung, aber dann schlief der Wind völlig ein und die Boote hinter uns kamen mithilfe einer neuen Brise wieder dicht ran. Mein Partner Markus (Koy) ist viel im Drachen auf der Alster gesegelt. Ich hoffe, er hat sich dabei ein paar Notizen gemacht!

Letzte Woche habe ich ihn angerufen, um ein paar Szenarien bei unterschiedlichen Windbedingungen zu besprechen. Aber er lachte nur und meinte, dass es am besten ist, einfach darauf zu reagieren, was man vor Ort an Wind sieht. Ich denke, die Devise auf der Alster ist: Es ist nichts frühzeitig entschieden. Du musst immer bis zum Überqueren der Ziellinie konzentriert bleiben.

“Unglaublich aufregend”

Hamburg ist eine sehr sportliche Stadt und ich hoffe, dass wir viele Hamburger für den SSL City Grand Slam begeistern können. Im Frühling kommen die Leute gern an die Alster und wir werden ihnen eine fantastische Show mit vielen Weltmeistern, Olympiamedaillengewinnern und Hamburger Segelgrößen bieten.

Jeder in Hamburg sollte herkommen und sich die Wettfahrten ansehen. Ich bin sicher, das wird das größte Segelevent, das die Stadt jemals gesehen hat und vom Ufer aus hat man das spannende Geschehen genau im Blick und ist ganz nah dran. Das wird unglaublich  aufregend.

Für Markus und mich wäre es natürlich das Größte, den SSL City Grand Slam in Hamburg zu gewinnen. Zu Hause zu gewinnen ist etwas ganz besonderes. Der NRV hat eine lange Tradition und viele Mitglieder werden im Clubpullover Flagge zeigen und uns unterstützen. Es ist unsere Pflicht dem Club und seinen Mitgliedern gegenüber, unser Bestes zu geben.“
Live-Übertragung aus Hamburg vom 3. bis 7. Mai 2016

Die Action kann auch im Internet-Livestream mit Expertenkommentar von verschiedenen Studiogästen verfolgt werden. Auf dem Wasser kommen hochmoderne Kameratechnik und Virtual Eye 3D-Grafik zum Einsatz. Außerdem kann man den Kurs in einer „Virtual Regatta“ nachsegeln.

Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen SSL City Grand Slam-Website

Quelle: NRV Stella Merck

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Ein Kommentar „Star City Grand Slam: Acht Weltmeister am Start – der Sieger in Hamburg erhält 23.000 Euro“

  1. avatar Attacke sagt:

    Auf der kleinen Alster mit ihren Windlöchern und vielen Schralern segelt man ja normalerweise nur im Notfall. Mit über 90 Teams kann das Spektakel nicht nur an den Wendemarken lustig werden. Zuschauer werden also auf ihre Kosten kommen.

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