Star Sailors League: Buhl/Koy rücken auf Rang 5 vor – Schwarzer Tag für Kleen

Buhl hat einen Lauf

Philipp Buhl und Markus Koy halten sich in der Spitzengruppe. Bei leichtem Wind segeln die Italiener stark aber Titelverteidiger Mendelblatt/Fatih übernehmen die Spitze.

Ihre Erfolgsstory dauert an: Starboot-Neueinsteiger Philipp Buhl und sein erfahrener Mitsegler Markus Koy haben beim Finale der Star Sailors League im Traumrevier der Bahamas erneut geglänzt. Am dritten Tag der viertägigen Qualifikationsrunde rückten der Sonthofener Steuermann und sein Hamburger Vorschoter in der Montagu Bucht unweit des gastgebenden Nassau Yacht Club mit den Rängen 9 und 5 auf Platz fünf vor.

Der Star von Buhl/Koy von unten. © SSL/Borlenghi

Damit legten Laser-Vizeweltmeister Philipp Buhl und Markus Koy bei ihrer gemeinsamen Premiere im Starboot den Grundstein zum möglichen Einzug in die Finalrunden der besten zehn Mannschaften, die am Samstag im K.o.-Modus ausgetragen werden. „Ich habe vor Regattastart auf einen Platz in den Top Ten gehofft. Dass wir nun sogar Fünfte sind, das habe nicht erwartet. Darüber sind wir wirklich sehr glücklich“, sagte Philipp Buhl nach dem achten von maximal elf Qualifikationsrennen bei seiner Starboot-Premiere.

 Beim Finale der Star Sailors Leage vor Nassau im Traumrevier der Bahamas kämpfen 25 herausragende Teams und 50 Segler um insgesamt 200.000 US-Dollar Preisgeld. Zwei America’s-Cup-Gewinner, 7 Olympiasieger, 28 Starboot-Weltmeister, 16 Weltmeister in olympischen Klassen, 3 Volvo-Ocean-Race-Gewinner machen das Feld zu einer der bestbesetzten Regatten weltweit. In dieser Flotte behaupten sich der eingeladene Philipp Buhl, der mit dem Segelclub Alpsee Immenstadt auch seinen Heimatverein vertritt, und Starboot-Segler Markus Koy in neuer Kombination erstklassig.

So starten die Besten. © SSL/Borlenghi

„Unsere Starts sind sehr gut. Das ist ein wichtiger Schlüssel zu unserer Leistung. Und Markus nimmt mir mit seiner Erfahrung sehr viel Arbeit ab, so dass ich mich ganz aufs Steuern und auf mein Gefühl für das Boot konzentrieren kann“, erklärt Buhl die guten Ergebnisse des Teams auf dem Starboot mit der Segelnummer GER 8442, das normalerweise von Johannes Polgar eingetrimmt und gesteuert wird.

Buhl hat einfach einen Lauf. Es klappt zurzeit Vieles, was den anderen nicht gelingt. Auch ein Extremschlag auf die rechte Seite im achten Rennen. Zuvor war meist die linke Seite auf dem Kurs vor Nassau deutlich im Vorteil.

Kleen wackelt

Einen rabenschwarzen Tag erwischte dagegen Frithjof Kleen, der mit dem britischen Laser Olympiasieger und Moth-Weltmeister Paul Goodison bisher noch besser unterwegs war. Mit den Plätzen 20 und 21 rutschte das neuformierte Duo nun aber von Rang fünf auf zehn zurück. Die Crew, die sich am Gardasee vorbereitet hat wackelt im Bemühen, den Cut zu schaffen. Sie behauptet nur noch drei Punkte Vorsprung auf die elftplazierten Briten Saxton/Mitchell.

Paul Goodison und Frithjof Kleen erwischten einen rabenschwarzen Tag. © SSL/Borlenghi

Aber am Freitag können noch einmal drei Rennen gesegelt werden, und dann können auch noch die mitfavorisierten Polen Kusznierewicz/Zycki ein Comeback versuchen. Der zweite Frühstart in der Serie hat sie auf Ran zwölf zurückrutschen lassen.

Scheidt hängt an der Luvtonne

Beim Regatta-Festival der Legenden und Stars der internationalen Segelwelt übernahmen am Donnerstag in leichten Winden die amerikanischen Titelverteidiger Mark Mendelblatt und Brian Fatih mit den Rängen 1 und 2 und insgesamt 23 Punkten souverän die Führung vor den brasilianischen Co-Favoriten Robert Scheidt/Henry Boening (31 Punkte).

Scheidt quetscht sich regelwidrig um die Luvtonne. (klicken für Video)

Der fünfmalige olympische Medaillengewinner und Doppel-Olympiasieger Robert Scheidt hatte das Klassement zuvor angeführt, war jedoch im achten Rennen an der Luvtonne hängen geblieben. Der fällige Strafkringel warf ihn in der Wettfahrt auf Rang 19 und im Zwischenklassement auf Platz zwei zurück:

Dritte sind vor dem letzten Qualifikationstag am Freitag mit maximal drei weiteren Rennen die Italiener Diego Negri und Sergio Lamberthenghi mit 35 Punkten. Philipp Buhl und Markus Koy liegen hinter Volvo-Ocean-Race- und Louis-Vuitton-Cup-Gewinner Paul Cayard und Phil Trinter aus Amerika (48 Punkte) mit 49 Zählern auf Platz fünf.

Luna Rossa America’s Cup Skipper Francesco Bruni ist auch im Starboot wieder obenauf. © SSL/Borlenghi

Neben Mendelblatt/Fatih gelang auch dem italienischen Team von Francesco Bruni mit den Rängen 4 und 1 ein herausragendes Tageseergebnis. Es läuft im Moment beim frisch gekürten Skipper des italienischen America’s-Cup-Teams Luna Rossa, der noch bei der J/70 WM nicht starten durfte, nachdem sein Mascalzone-Team mit einem illegalen Kiel erwischt worden war: „Wir haben heute eine gute Balance zwischen Risiko und Lohn gefunden. Uns ist entgegen gekommen, dass das Pumpen in den leichten Winden auf einigen Vorwind-Abschnitten nicht erlaubt war. Darin waren wir gestern nicht so gut.“
 
Die Qualifikation wird am Freitag mit maximal drei weiteren Rennen fortgesetzt. Die Qualifikations-Sieger ziehen anschließend direkt in den Finallauf ein. Die Zweitplatzierten werden für das Halbfinale gesetzt. Die folgenden acht Teams kämpfen im Viertelfinale um den Einzug ins Halbfinale. Alle drei Finalläufe werden im K.o.-Modus ausgetragen.

Format der Star Sailors Finals

Das Format der Star Sailors Finals in Nassau. 10 Teams kommen in die nächste Runde.

Die Top Ten sind wichtig. Goodison/Kleen haben nur noch drei Punkte Vorsprung.

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