SuperFoiler: Neue Foil-Regattaserie in Australien – drei Mal schneller als der Wind

„Let’s fly, mate!“

Sechs neue Foil-Trimarane, die es in sich haben; sechs internationale Teams, sechs Rennen vor Australien. Ein Vater-Sohn-Projekt bekommt „Flügel“.

Okay, schon wieder ein paar Mehrrumpfer die in irgendwelchen Häfen oder Meeresbuchten um die Wette segeln. Und, ja, sie sind auf Foils unterwegs… Liest sich das mittlerweile schon fast ein bißchen „gewöhnlich“, ist das längst Standard? 

Der SuperFoiler Grand Prix dürfte jedoch etwas aus dem Rahmen fallen. Denn das australische Event wird nicht nur auf wirklich sexy wirkenden und ausgesprochen stabil foilenden Trimaranen mit der selbstbewußten Bezeichnung SuperFoilers ausgetragen, sondern zudem von den Machern der „down under“ höchst populären 18-Foot-Skiff-Grand Prix-Serie organisiert. Die sich wiederum damit rühmen, als erste Rennserien-Veranstalter mit live übertragenen Onboard-Aufnahmen Segelregatten überhaupt erst für das große Publikum schmackhaft gemacht zu haben. 

Wie auch immer – die Australier gehen auch in Sachen Foiling ganz offensichtlich ihren eigenen Weg. Seit einigen Monaten testen sie bis zum Abwinken ihren ersten SuperFoiler und haben nun nach kleineren Korrekturen fünf weitere dieser Rennmaschinen zur Produktion freigegeben. Im Dezember soll dann die erste von insgesamt sechs Regatten der Superfoilers Grand Prix-Serie stattfinden – sechs Boote mit sechs Mix-Teams sollen an den Start gehen. Als eine der ersten unterschrieb Olivia Price, Silbermedaillengewinnerin Matchrace in London, einen Skippervertrag.

SuperFoiler, Rennserie, Australien

Ziemlich sexy in Szene gesetzt © superfoiler

Der SuperFoiler ist 26 Fuß lang, 17 Fuß breit und 350 kg leicht. Das Vater-Sohn-Projekt von Bill und Jack Macartney ist das Ergebnis von drei Jahren Denk- und Konstruktionsarbeit gemeinsam mit vier internationalen Bootsdesignern. 4.500 Arbeitsstunden wurden für die Produktion des ersten SuperFoilers eingesetzt – die nun folgenden fünf Renner werden bereits in einer Mini-Serie gebaut. 

Schon die ersten Testschläge zeigten: Der Superfoiler foilt stabil in allen „Lebenslagen“. Ab acht Knoten Windstärke hebt sich das Teil mit drei Mann im Trapez auf die Foils. Die SuperFoiler erreichen die drei- bis sogar vierfache Geschwindigkeit des Windes. Anders formuliert: Bei lauen 10 Knötchen Windstärke rasen die Dinger mit 30 Knoten Speed über die Regattabahnen. 

Wenn nun solch ein spektakuläres Boot – ähnlich wie beim America’s Cup – von oben bis unten mit Onboard-Kameras gespickt wird und sich zudem erfahrene Segelvideo-Produzenten der Superfoiler Grand Prix Serie für eine Übertragung der Rennen direkt zu den Stränden annehmen, dann ist wahre Zuschaueraction angesagt. Der TV-Sportsender Channel 7 wird live landesweit berichten… es steht also nichts mehr im Wege, um den segel- und speedverrückten Australiern wieder ein echte Highlight auf den Wassern zu bieten.  Oder wie die SuperFoiler auf ihrer Facebook-Seite schreiben: Bringt „down under“ zum Fliegen.

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SuperFoiler, Rennserie, Australien

Rasante Serie für die sowieso schon segelverrückten Australier © superfoiler

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Ein Kommentar „SuperFoiler: Neue Foil-Regattaserie in Australien – drei Mal schneller als der Wind“

  1. avatar Thomas Bunte sagt:

    Schade das man die SuperFoiler nicht bei einer Wende oder Halse sieht. Spannend zu sehen wie elegant und gut damit dann noch die klassische Wende aussieht 😉

    Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 1

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