SuperFoiler: Spektakulärer Grand Prix mit sechs Booten – Erinnerung an 18-Footer-League

"18-Footer auf Steroiden"

Die Australier machen wirklich ernst mit ihrem SuperFoiler Grand Prix. Die erste Rennserie befindet sich kurz vor dem Start. Drei Superstars des Segelns sorgen für großen Glanz.

Am 2. Februar startet die erste SuperFoiler-Regatta im australischen Adelaide. Vier weitere werden an den folgenden Wochenenden gesegelt in Geelong, Gold Coast, Busselton und Sydney. Sechs Boote gehen jeweils an den Start und ein Team wird besonders herausstechen.

Die 49er Olympiasieger und Artemis America’s Cup Protagonisten Nathan Outteridge und Ian Jensen haben sich mit dem Landsmann Glenn Ashby zusammen getan, der ihnen in Bermuda mit dem neuseeländischen AC50-Foiler eine schmerzhafte Niederlage bereitet hat.

Superfoiler

Olivia Price steuert einen Superfoiler© Superfoiler GP

Nun segeln sie gemeinsam den SuperFoiler bei der ersten Rennserie und sorgen für den notwendigen Glanz. Die Foiling-Spezialisten helfen dabei, eine der wohl spektakulärsten Regatten der Welt aus der Taufe zu heben. Denn die Onedesign-Rennmaschinen sollen den Geist der 18-Footer-Rennserie im Sydney Harbour wiederbeleben, die einmal eine große Nummer der australischen Sportwelt war.

Superfoiler

Auch ex Oracle-Taktiker Tom Slingsby hat schon seine Erfahrungen gemaht. © Superfoiler GP

In erstaunlich kurzer Zeit ist die Konstruktion der SuperFoiler so weit gediehen, dass sie offenbar fertig für den Regatta-Einsatz sind. Die Spitzensegler, die das Boot bisher segeln durften, äußern sich überwiegend begeistert. Dabei gibt es noch kaum bewegte Bilder, die den Foiler im Manöver zeigen. Sind zum Beispiel durchgeflogene Wenden möglich? Die Tragflächen sollen offenbar mit elektronischer Hilfe verstellt werden.

So richtig kontrolliert scheint das aber noch nicht zu funktionieren. “Wenn wir nicht die America’s Cup Boote gesegelt hätten, wäre ich wohl vor Angst versteinert”, sagt Nathan Outteridge. “Man hängt am Trapez und wartet darauf, aus dem Boot katapultiert zu werden. Das ist ein 18-Footer auf Steroiden.”

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Wenn der Rumpf plötzlich abstoppt, wird der Trapzemann nach vorne geschleudert. © Superfoiler GP

Aber der Cup-Steuermann denkt auch an die TV-Bilder vom 18 Foot Skiff Grand Prix, die ihn als Kind zum Segeln motiviert haben. Wir wären begeistert, wenn dieser SuperFoiler Grand Prix die gleiche Wirkung auf junge Leute haben könnte und der Sport weiter aufblüht.”

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Ian Jensen und Glenn Ashby werden mit Nathan Outteridge das Dreamteam bilden. © Superfoiler GP

Das zweite bisher bekannt gegebene Team wird von Olivia Price gesteuert, der Silber-Gewinnerin von London im Match Race, die auch eine 49erFX-Olympia-Kampagne für 2016 absolviert hat. Ob die übrigen Teams an die Qualität heranreichen ist noch nicht bekannt. Aber das Potenzial der australischen Segler in den Speed-Disziplinen ist groß.

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Heizen im Sydney Harbour. © Superfoiler GP

Es wird erwartet, dass der 26 Fuß lange und 350 Kilo leichte SuperFoiler schon bei 10 Knoten Wind 30 Knoten Speed erreicht. Bei stärkerem Wind soll auch schon die 40-Konten-Marke gebrohen worden sein.

Die Rennen werden in Australien live auf dem Kanal Plus7 zu sehen sein, aber auch im Internet gestreut werden.

 

Entstehehung des SuperFoilers (Video)

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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3 Kommentare zu „SuperFoiler: Spektakulärer Grand Prix mit sechs Booten – Erinnerung an 18-Footer-League“

  1. avatar kuehlwein@highlight-boats.de sagt:

    Da das Luvfoil meistens oben ist, fungiert die Achterkante als bedrohliches Messer für die Mannschaft,
    Wenn das Boot einen Stecker fährt, gibt es kein halten mehr.
    Ein Achterkantenschutz wäre hier hilfreich, auch wenn es nicht cool aussieht.
    CK

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 5 Daumen runter 0

  2. avatar BR sagt:

    Das Video ist so lustig! ROFL

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  3. avatar Andreas Borrink sagt:

    35kn x 2 x 1,8 = 126 km/h Aufprallspeed im Falle eines GAU. Das mag sich jeder selbst ausmalen……..da hilft auch kein Kantenschutz.

    In den früheren Jahren in der F1 haben sie immer als erstes diese Sichtschutzdinger aufgestellt, wenn sich wieder mal einer zerlegt hatte. Erinnere mich noch gut an Senna……das war gruselig, habe ich mich dann aus der Übertragung sofort ausgeklinkt. Sowas sollte es im Sport nicht geben und beim Segeln schon gar nicht.

    Diese Entwicklung erinnert irgendwie fatal daran.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 5 Daumen runter 3

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