Sydney-Hobart: TP52 “Balance” gewinnt berechnet – Fastnet-Race-Sieger auf Rang zwei

Knapp am Doppelsieg vorbei

Fast hätte es wieder geklappt. Die JPK 10.8 “Courrier Leon”, Sieger beim Fastnet Race 2015, landete in der IRC Wertung beim Rolex Sydney Hobart Race auf Rang zwei.

Sydney Hobart

Fastnet Sieger Gery Trentesaux wird mit seiner JPK 10.80 Gesamt-Zweiter. © Rolex / Stefano Gattini

Das französische Team um Eigner Gery Trentesaux, dem vom Veranstalter lange Zeit  die belgischen Farben zugeteilt worden waren, schloss eine grandiose Saison mit der Silbermedaille beim Tattersall’s Cup ab. Es bestätigte damit die Qualität der europäischen Hochsee-Segler im Vergleich mit den Australiern.

Der Sieg ging allerdings überlegen an die TP52 “Balance” mit dem Eigner Paul Clitheroe. Berechnete zweieinhalb Stunden konnten die Australier berechnet zwischen sich und die Franzosen bringen.

Er musste allerdings lange warten, bis das kleinste Schiff des Feldes “Quikpoint Azzurro”, eine alte S&S 34 ins Ziel kam. Die 10 Meter Yacht lag lange auf Siegkurs für die Handicap Trophäe, aber knapp vor dem Ziel am Eingang des Derwent Flusses wurde sie von einer Flaute gestoppt. Schließlich landete sie auf Rang drei, berechnet nur sechs Minuten hinter den Franzosen.

Die aktuelle Ausgabe des Rolex Sydney Hobart Races wird als eine der härtesten in die Geschichte eingehen. 31 Yachten mussten aufgeben, 76 sind ins Ziel gekommen. Die deutsche “Haspa Hamburg” ist nach ihrem Notstopp in Eden noch als 56. Schiff in Hobart eingelaufen.

Die letzte Meldung von Bord: “Als Sahnehäubchen haben wir einen Blick auf wunderschöne Felsküsten, während eine Delphinschule am Bug Faxen macht. An Schlafen kann man bei der Hitze kaum denken, dementsprechend viel ist auch an und unter Deck los.

Wir schließen nun gedanklich den dritten Teil des Sydney-Hobart ab. Nach der Kreuz aus Port Jackson, dem Leg entlang des autralischen Festlands und der Etappe über den Pazifik bestimmt ab jetzt die Storm Bay unseren Kurs, bis die letzten Meilen im River Derwent den Endspurt markieren. Bei 16 Knoten Wind aus 140° relativ zum Boot ergibt sich endlich mal wieder schnelles Segeln mit 10-12 Knoten.”

Race Tracker Sydney Hobart 2015

Ergebnisse Sydney Hobart 2015syd

Sydney Hobart

Die 19 Meter Yacht “Chinese Whispere” segelte als beste von den Großen auf Platz fünf über alles und berechnet. © Rolex / Stefano Gattini

Sydney Hobart

Die TP52 “Balance” auf den letzten Meilen vor Hobart. © Rolex / Kurt Arrigo

Sydney Hobart

“Balance” surft mit gutem Abstand zum Handicap Sieg. © Rolex / Stefano Gattini

Sydney Hobart

Der glückliche Eigner Paul Clitheroe erhält seine Uhr für den Handicap Sieg© Rolex / Stefano Gattini

 

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Carsten Kemmling

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3 Kommentare zu „Sydney-Hobart: TP52 “Balance” gewinnt berechnet – Fastnet-Race-Sieger auf Rang zwei“

  1. avatar mantis sagt:

    Hallo Carsten,
    dieser Teufelskerl der Gery Trentesaux hat es doch wirklich zuwege gebracht das Boot über die Wellen zu “powern”, ganz ohne Flügel über die Wellen zu fliegen, unglaublich!!! Das ganze Gewicht des Bootes lastet auf einem virtuellem Flügel,einfach genial!! Da fehlen einem die Worte.
    Das wird sicher die Zukunft des Segelsports werden, keine eingebildeten Kräfte an einem realen Fügel sondern wirkliche Kräfte an einem unsichtbaren Flügel. Das ist der Wahnsinn.
    Ihr seht ich bin ganz auf eurer Linie.

    In Dankbarkeit einen schönen Tach auch noch.

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 7 Daumen runter 28

  2. Leute gibt das..

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 8 Daumen runter 2

    • avatar mantis sagt:

      ..die dürfte es gar nicht geben. Humor ist…

      Wir lieben dich alle Brassi.

      Moin, moin.

      Like or Dislike: Daumen hoch 0 Daumen runter 3

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