Ü-25 Eisarsch Lübeck: Laser-Champ Simon Grotelüschen im Opti unterwegs

Eisige Ärsche

In Rostock sind sie noch härter. Selbst die 71-Jährige Marlene Graumann hockt sich zur Winterzeit in einen Opti. © Rostocksailing.de

In Rostock sind sie noch härter. Selbst die 71-Jährige Marlene Graumann hockt sich zur Winterzeit in einen Opti. © Rostocksailing.de

Der erste Samstag im Dezember ist beim Lübecker Yacht Club traditioneller Eisarsch-Tag. Ältere Herren segeln auf kleinen Optimisten um die Wette. Nachdem die Mutter aller Ü-25 Optiregatten 2010 wegen Eisgangs knapp an einer SegelReporter-Teilnahme vorbeigeschrammt war und sich im vergangenen Jahr zum wiederholten Mal der aktuelle Match Race Meister Sven Erik Horsch zum Oberarsch gemacht hatte trafen sich diesmal 71 unerschrockene Segler, im Alter von 26  bis 76 Jahren, um den schnellsten Arsch auszusegeln.

Die Meldezahlen vergangener Jahre wurde nicht erreicht, was dem Spaß an der Sache aber keinen Abbruch tat. Das Einzugsgebiet der Teilnehmer reichte von Greifswald bis Bremen und von Sonderburg/Dänemark bis Lüneburg.  Michi Hanke Wiegewart  wog die Teilnehmer – 66 kg war der Leichteste, 114kg der Schwerste – damit sie entsprechend das Meldegeld im Wettfahrtbüro entrichten konnten. Der Schwerste zahlt am meisten. Prominentester Teilnehmer war Simon Grotelüschen mit einem uralten Holzopti.

Um 14:00Uhr schickt Wettfahrtleiterin Julia Burt die Segler bei 7° C Wassertemperatur, 3,5°C Lufttemperatur auf den Kurs. Es ist flau, 1,5 und 2,5 m/s. Die linke Seite des Kurses stellte sich schnell als die bessere heraus. Die hier gestarteten segeln sich gleich an die Spitze.

Auch Grotelüschen segelt links. Er hockt auf dem Schwertkasten bringt sein Gewicht weit nach vorn, und doch hält er nicht den Speed der anderen. Das Material gibt nicht mehr her.  Am Ende landet er auf Rang 46.

In der Spitzengruppe verholt sich Meno Bülow auf der letzten Kreuz vom 4. auf den 1. Platz. Aber vor dem Wind geht Tom Bernstein vom Greifswalder Yachtclub und fährt mit knapp 20m Vorsprung ins Ziel. Trotz des entgangen Sieges gehört Meno Bülow zu der großen Gewinnern dieses Tages. Neben dem 2. Platz, gewann er den Wanderpreis für den besten Grufty und im Team mit Leon Oehme und Kai Harder den Wanderpreis “Die Drei Ärsche”.

Bernstein hatte schon zuvor beim Yeti Cup in Rostock “geübt”, wo drei Frauen auf den ersten vier Plätzen landet. Dort zog besonders die  Marlene Graumann die Aufmerksamkeit auf sich, die die Erfahrung von 71-Lebenjahren an den Start brachte.

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