Vendée Globe 2012/13: Noch einen Monat bis zum Start.

Der Countdown läuft

Bald tauchen sie in Les Sables d'Olonne wieder auf  © Launay

Bald tauchen sie in Les Sables d’Olonne wieder auf © Launay

Bei der letzten Ausgabe , in 2008, waren 30 der Open-60-Renner am Start – in diesem Jahr sind es nur 20. „Nur?“ Vendée-Globe-Renndirektor Denise Horeau weißt es besser: „Vor einem Jahr hatten wir gerade mal 12 Schiffe auf der Liste, jetzt sind wir über die 20 also heilfroh. Die schwierige wirtschaftliche Lage setzt unseren großen Sponsoren sehr zu – viel zu viele haben im letzten Moment abgewunken! Diese zwanzig Starter repräsentieren übrigens das „Mittel“ aller Vendée Globe-Regatten seit 1989, also liegen wir gar nicht so schlecht im Rennen!“

Geht’s los, ist das Schlimmste geschafft!

Ein Herz für Segler © Liot

Ein Herz für Segler © Liot

Es gibt einen Spruch unter den Offshore-Helden, den sich viele im Laufe der letzten Monate wie ein Mantra vorgesagt haben: „Wenn du über die Startlinie segelst und die Weltumrundung endlich losgeht, hast du den schwierigsten Teil deiner Reise schon hinter dir!“

Gemeint sind damit die bangen Zeiten der Sponsorensuche, die nervtötenden Tests am laufenden und stehenden Gut der Schiffe, das Manöver-Training in jeder Wetterlage, die meteorologischen Seminare und und und…

Nicht zu vergessen, die mediaspezifische Vorbereitung in Form von Filmen, Filmchen, Teasern, Photos, Audioaufnahmen und was es sonst noch alles gibt. Gewohnte Klasse zeigt hier Alex Thompson auf Hugo Boss!


Présentation Alex Thomson von VendeeGlobeTV

Doch wer nun glaubt, einmal im Hafen von Les Sables d’Olonne könne eine gewisse Ruhe einkehren, der irrt. Medien, Sponsoren und VIPs harren schon ihrer Helden, um sie (vorerst) gänzlich zu vereinnahmen.

„Am 19.10. um 19 h müssen alle teilnehmenden Schiffe im Hafen von Les Sables liegen, die darauf folgenden 3 Tage müssen alle Skipper obligatorisch vor Ort bleiben,“ heißt es in der Regatta-Ausschreibung. Danach „dürfen“ die Skipper wieder in die beruhigenden und tröstenden Arme ihrer Familie und Freunde zurück…

Hauptsache, das Eis schmilzt früh genug!

Wer von weiter her kommt, müsste also schon unterwegs sein. Wie etwa Kito de Pavant auf Groupe Bel, der gerade entlang der portugiesischen Küste, begleitet von Delfinen segelt. Golding, Gutek und Thompson starten in Kürze von England für die Kanal-Überquerung ins Vendée. Ein gutes Dutzend Boote haben ihren Heimathafen etwa in St. Malo, Brest, Lorient  in der Bretagne, da dürfte eine Überführung je nach Wetterlage im Laufe der kommenden Woche erfolgen.

Des Seglers Blicks aufs Treibeis im Southern Ocean © Desjoyeaux

Des Seglers Blicks aufs Treibeis im Southern Ocean © Desjoyeaux

Bis dahin ist es an der Regattaleitung, sozusagen im Vorfeld für gute Stimmung zu sorgen und einen gewissen Optimismus zu verbreiten. „Die Eis-Situation auf der südlichen Halbkugel ist derzeit keine große Gefahr für die Segler,“ kündigt Horeau an. „jedenfalls ist sie nicht so dramatisch wie in 2008!“

Und Sam Davies, die einzige Frau am Start, verbreitet auf ihre Art einen gewissen Zweckoptimismus: Kürzlich wurde sie dabei gefilmt, wie sie an der Schweinshaxe (mehr oder weniger) perfekte Nähte im 1.Hilfe-Kurs erlernte.

Na denn…


Formation médicale pour Sam Davies (Savéol) von VendeeGlobeTV

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Michael Kunst

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