Vendée Globe: Armel Le Cléac’h verkürzt deutlich seinen Rückstand auf Gabart

Wieder Schlagdistanz


Day 68 highlights von VendeeGlobeTV

Bei der Vendée Globe hat Armel Le Cléac’h in zwei Tagen den Rückstand auf Francois Gabart von 270 Meilen auf 83 Meilen verkürzt und die Doldrums ebenfalls verlassen.

Francois Gabart gibt wieder Gas mit "Macif"

Francois Gabart gibt wieder Gas mit “Macif”, Le Cléac’h sitzt aber wieder im Nacken. © JEAN-MARIE LIOT / DPPI / VENDEE GLOBE

Es wird noch einmal spannend an der Spitze der Vendée Globe seit zu vermuten ist, dass Armel Le Cléac’h die innertropische Konvergenzzone deutlich schneller als sein Gegner Francois Gabart durchquert haben könnte. Beim letzten Tracker Update waren beide Kontrahenten wieder annähernd gleichschnell unterwegs.

Der Zieharmonika-Effekt bei der Leichtwindpassage ist offenbar nicht so zum Tragen gekommen, wie es sich der Führende Gabart gewünscht hätte. Es war klar, dass er Meilen verlieren würde. Tatsächlich rauschte Le Cléac’h bis auf 62 Meilen heran. Dann parkte auch er, als Gabart Fahrt aufnahm, scheint jetzt aber wieder schneller voran zu kommen. Mit einem Abstand von unter 100 Meilen ergeben sich vielleicht doch noch Möglichkeiten, die Le Cléac’h den Sieg bringen könnten. Er ist wieder in Schlagdistanz.

Vendée Globa am 17.1. Die ersten beiden Boote haben die Doldrums passiert

Vendée Globa am 17.1. Die ersten beiden Boote haben die Doldrums passiert und liegen wieder näher beisammen

Jean Pierre Dick sah zwei Optionen zum Aufschließen. Einmal in den Doldrums und dann im Nord-Atlantik. “Da kann man noch etwas mit dem Azoren Hoch spielen. Die Frage ist, ob man  östlich oder westlich des Hochs passiert oder sogar durch die Mitte stößt, um das Tief zuerst zu erreichen.”

Dick orientiert sich definitiv immer noch nach vorne, obwohl er immer noch 414 Meilen zurück liegt und die Doldrums noch vor sich hat. Immerhin muss er sich keine große Sorgen mehr um Alex Thomson machen, dessen vielversprechender Angriff unter der brasilianischen Küste am Ende dann doch deutlich gescheitert ist.

Vendée Globa Karte am 17.1. Jean Le Cam segelt links, Mike Golding kreuzt nach rechts.

Vendée Globa Karte am 17.1. Jean Le Cam segelt links, Mike Golding kreuzt nach rechts.

Vor dem Split betrug der Rückstand rund 250 Meilen, danach resultierte sein Tage langer Kurs mit einem schlechteren Winkel gen Norden für ein Defizit von mehr als 300 Meilen. Inzwischen holt der Brite allerdings wieder auf, da Dick seinerseits durch die Doldrums eingebremst wird.

Spannend ist der Fünfkampf dahinter, der mit Stamm sogar einen sechsten Beteiligten außer Konkurrenz hat. An der Spitze dieser Gruppe wiederholt sich das Szenario, das zwischen Thomson und Dick für Spannung gesorgt hat. Jean Le Cam hält als fünfter unter die brasilianische Küste, Mike Golding segelt extrem nach Osten, um schneller in den rechtsgedrehten Wind zu kommen. Mal sehen, wie es diesmal ausgeht.

Bernard Stamm (gelb) kreuzt auch nahe der brasilianischen Küste.

Bernard Stamm (gelb) kreuzt auch nahe der brasilianischen Küste.

Vendée Globe Tracker

Bernard Stamm Tracker

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Vendée Globe: Armel Le Cléac’h verkürzt deutlich seinen Rückstand auf Gabart“

  1. avatar Olperer sagt:

    Was ist denn mit dem passiert? Ich kann kein Franzoesisch 🙁
    Hat er den Motor genommen?

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