Vendée Globe: Bernhard Stamm muss ankern und reparieren

Weihnachten vor der Insel


Day 43 highlights – Saturday, December 22, 2012 
Der Schweizer Bernard Stamm hat bei der Vendée Globe hinter den Auckland Islands Schutz gesucht, um Reparaturen an seinen Schleppgeneratoren vornehmen zu können.

Stamm deckte jetzt auf, dass er seit der protugiesischen Küste ernsthafte Probleme mit den am Heck befestigten Geräten hat, die eine wichtige Rolle bei der Stromversorgung spielen.

Bernhard Stamm hat Probleme bei der Vendée Globe und muss bei Neuseeland ankern.

Bernhard Stamm hat Probleme bei der Vendée Globe und muss bei Neuseeland ankern. © Stamm

Die Spritreserven gehen zur Neige und die Batterien laden nicht mehr. Deshalb werde es immer schwieriger, den Autopiloten zu nutzen und Wetterberichte vom Computer zu bekommen, berichtet er von Bord. Die Reparaturen hätten bisher nicht gehalten, und deshalb müsser er das Boot bei den unbewohnten Auckland Inseln stoppen, um es erneut zu versuchen.

Stamm ist im Dunkeln an der Insel angekommen und wartet bis zum Morgen, um in einer geschützten Bucht vor Anker zu gehen. Bei der Vendée Globe 2008 hatte Marc Guillemot ebenfalls an diesem Ort gestoppt, um Reparaturen an seinem Traveller vorzunehmen.

Bernhard Stamm sucht bei den Auckland Islands Schutz

Bernhard Stamm sucht bei den Auckland Islands Schutz um seine Hydrogeneratoren zu reparieren.

Wie groß die Chancen auf eine erfolgreiche Reparatur sind, und wie viel Zeit Stamm verlieren wird, ist noch nicht klar. Sollte er allerdings nicht erfolgreich sein, könnte es das Ende der Regatta für den Schweizer bedeuten.

Geplänkel an der Spitze

Bei dem Duell der beiden Führenden hat zuletzt wieder Francois Gabart besser punkten können. Armel Le Cléac’h hatte einen Angriff mit einem spitzeren Winkel zum New Zealand Eistor gestartet, passierte die Linie zuerst und tauchte früher wieder gen Süden ab. Aber nach zwei Halsen passierte Gabart 22 Meilen vor seinem Bug.

Vendée Globe am 22.12. Francois Gabart liegt vorne.

Vendée Globe am 22.12. Francois Gabart passiert 22 Meilen vor seinem Kontrahenten.

Dahinter kann sich Jean Le Cam auf Platz sechs immer deutlicher vom Briten Mike Golding absetzten und äußerte sich schon besorgt über den geringen Speed des Kollegen. “Ich denke, er hat ein Problem. Auch Dominique (Wavre) ist schneller. Irgendetwas ist da los.”

Dabei hat Le Cam seine eigenen Probleme. Vor ein paar Tagen krachte er mit dem Bug in eine Welle und das Schiff stoppte so heftig ab, dass er im Cockpit nach vorne flog. Er  verletzte sich am Rücken.

Vendée Globe Tracker

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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