Vendée Globe: Thomson baut neuen 60 Fußer – “Hugo Boss” für 3,5 Millionen zu verkaufen

Vorsprung durch Technik

Alex Thomson hat am Rande der Transat Jacques Vabre bekannt gegeben, dass er einen neuen IMOCA für die nächste Vendée Globe bauen lässt.

Hugo Boss, Thomson

Alex Thomson rast im Atlantik vorneweg. Das Design funktioniert bestens. © Hugo Boss

Alex Thomsons Gegenspieler Armel Le Cleac’h hat gerade verkündet, dass er sich wie erwartet nach seinem Vendée Globe-Sieg voll und ganz auf seinen neuen Maxi-Trimaran “Banque Populaire” konzentrieren will. Aber der Brite bleibt der IMOCA-Klasse treu.

Seine alte Hugo Boss war vermutlich schon der schnellste 60 Fußer bei der Vendée Globe und konnte nur durch einen Foil-Bruch gebremst werden. Aber Thomson will für die nächste Einhand Nonstop um-die-Welt-Regatta sicher gehen, dass er weiterhin einen technischen Vorsprung vor der Konkurrenz hat.

Er sagte französischen Medien, dass er bei seiner fünften Vendée Globe den fünften Hugo-Boss-IMOCA an den Start bringen wird. Die Entscheidung ist nun gefallen. Und nach den vergangenen Plätzen drei und zwei ist klar, was er sich beim nächsten Härtestest auf dem Nonstop-Rundkurs für ein Ergebnis vorgestellt hat.

Alex Thomson

Alex Thomson. © Hugo Boss

Offenbar kann er weiterhin voll und ganz auf die Unterstützung seines treuen Sponsors vertrauen, dem er zu viel Popularität verhilft. Bei der Transat Jacqes Vabre ist Thomson allerdings nicht dabei, weil er an einer großen PR-Aktion für Hugo Boss im Mittelmeer teilnimmt.

Barcelona World Race angepeilt

Aber dafür lässt er durchblicken, dass er mit dem schwarzen Schiff beim Barcelona World Race noch einmal im Zweihand-Modus um die Welt segeln will. 2014 war er zusammen mit dem Spanier Pepe Ribes ausgeschieden. Außerdem steht erstmals die Route du Rhum über den Atlantik auf dem Programm.

Der neue IMOCA-Racer soll vermutlich erneut von Guillaume Verdier gezeichnet werden. Der Designer hatte unlängst schon angekündigt, dass sich die nächste IMOCA Generation von den aktuellen Foiler noch einmal radikaler unterscheiden wird. Dann könnte der schwarze Foiler wie auch Boris Herrmanns ex Rothschild Renner schon zum alten Eisen gehören.

Aber die neuen Regeln sind noch nicht veröffentlicht. Sie sollen sicherstellen, dass Neubauten keinen zu großen Vorsprung gegenüber der bestehenden Flotte haben. Jetzt muss sich für Thomson nur noch ein geeigneter Gegner finden, der mit ihm auf Augenhöhe segelt.

 

 

 

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Carsten Kemmling

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