Vendée Globe: Mastbruch – zehntplazierter Stephane le Diraison in Notsituaton

Das Unglücksboot

Stéphane Le Diraison (40) ist südlich von Australien in Seenot geraten. Er segelte an Position zehn, als das Rigg von oben kam. Die Rettungsoptionen werden diskutiert.

Stephane le Diraison

Stephane le Diraison mit seinem neun Jahre alten IMOCA

Der Franzose Stéphane Le Diraison ist in große Schwierigkeiten mit seinem 60-Fußer geraten. Der Einhandsegler hat die Rennleitung darüber informiert, dass sein Schiff mit dem schönen Namen “Compagnie du Lit / Ville de Boulogne-Billancourt” den Mast verloren hat.

Er ist unverletzt gebliebenund hat die Trümmer seines Riggs abgeschnitten damit sie keine Schäden an Deck und  Rumpf verursachen. Er hat mit dem Großbaum ein Notrigg gebaut, um damit Melbourne zu erreichen.

Stephane le Diraison

Stephane le Diraison

Das Unglück passierte bei nordwestlichem Wind bis zu 35 Knoten Wind und vier Meter hohen Wellen 770 Meilen südlich von der australischen Küste. Ein Teil des Backstags verlor den und der Mast stürzte in zwei Teilen an Deck.

Gut 30 Meilen hinter Le Diraison segelte der Ungar Nandor Fa, der in den vergangenen Tagen schneller als sein Mitstreiter unterwegs war. Es musste offenbar nicht zur Hilfe eilen. Le Diraison will die Situation aus eigener Kraft bewältigen.

Der 2007 von Finot-Conq konstruierte IMOCA hat seinen Skippern bei der Vendée Globe noch nicht viel Glück gebracht. Ursprünglich war es für Alex Thomson gebaut worden und ist ein Schwesterschiff von Armel Le Cléac’h ehemaliger “Brit’Air”, mit dem dieser Zweiter bei der Vendée Globe 2008-2009 wurde. Thomson musste allerdings damit aufgeben und vier Jahre später scheiterte auch der Pole  Zbigniew Gutkowski beim Versuch die Regatta durchzustehen.

Stephane le Diraison

Die Position des Havaristen auf Rang zehn.

Der 40-jährige Le Diraison hatte schon lange den Traum gehegt, bei der berühmten Regatta teilzunehmen. Er machte sich einen Namen als Zweiter des Minitransats 2007 in der Serienboot-Klasse. Zwei Jahre später wurde er Vierter bei den Prototypen.

Danach erreichte er gute Ergebnisse in der Class 40 und war einer der großen Rivalen von Jör Riechers. Danach stieg er folgerichtig in die 60-Fuß-Klasse ein und erfüllt sich nun mit der Teilnahme bei der Vendée Globe den lang gehegten Traum.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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