Vendée Globe: Rettung von Kito de Pavant – Beim ersten Licht soll er geborgen werden

Rettung unterwegs

Kito de Pavant meldet sich per Video von Bord. Ein Rettungsschiff ist beim Havaristen angekommen. Es hat schon einmal einem Kollegen geholfen.

Der 120 Meter lange französische Versorger “Marion Dufresne” soll schon bei der havarierten IMOCA “Bastide Otio” eingetroffen sein, aber es ist zu dunkel, um die Rettungsoperation fortzuführen. Seine Besatzung wird in den frühen Morgenstunden bei aufgehender Sonne versuchen, Kito de Pavant mit einem Schlauchboot  zu bergen.

kito de Pavant

Kito de Pavant berichtet von seinem Unglück. © De Pavant / Vendée Globe

Alain Gautier, der bei der Vendée Globe mit der Sicherheit befasst ist, erklärt dass der Kapitän der “Marion Dufresne” versuchen wird, das Schiff nach Luv des 60 Fußers zu legen, um mit seinem Rumpf die See einigermaßen zu glätten. Aber der Versorger eigentlich nicht groß genug, damit ein solches Manöver wirklich Erfolg verspricht.

Deshalb kann es sein, dass die Retter abwarten, bis sich das Wetter weiter beruhigt.  Schon jetzt nehmen die Windgeschwindigkeiten ab. “Nach dem Schock am Morgen und der Enttäuschung kontrolliert Kito die Situation jetzt wieder besser”, sagt Gautier. Er müsse von Bord geholt werden. Danach kümmere sich das Team um die Yacht.

Bernhard Stamms havarierte Yacht 2008 nach der Bergung von den Kerguelen. © Stamm/Vendee Globe

Bernhard Stamms havarierte Yacht 2008 nach der Bergung von den Kerguelen. © Stamm/Vendee Globe

Möglicherweise besteht die Chance, das Schiff zu bergen. Die “Marion Dufresne” hat schon einmal 2008 bei der Vendée Globe die Yacht von Bernhard Stamm an Bord genommen. Das Schiff operiert regelmäßig in den französischen Übersee-Gebieten um die Kerguelen Inseln. Es ist mit einem Kran, für die mögliche Bergung ausgerüstet. Für eine solche Operation müssen sich die Bedingungen aber deutlich abschwächen. Und es bleibt nicht viel Zeit bevor die nächste Front heranrauscht.

Nicht gerade auf Rosen gebettet. Rustikale Bergung von Stamms IMOCA vor acht Jahren. © Stamm/Vendee Globe

Nicht gerade auf Rosen gebettet. Rustikale Bergung von Stamms IMOCA vor acht Jahren. © Stamm/Vendee Globe

Dr 55-jährige de Pavant hat 48 Stunden bei starken Winden um 40 Knoten und mit sechs Meter hohen Wellen hinter sich. Zweimal musste er schon die Vendée Globe aufgeben. 2008-09 verlor er nur 18 Stunden nach dem Start den Mast, 2012-13 stieß er vor Portugal mit einem Trawler zusammen. Bei seinem  dritten Versuch wollte er endlich die Weltumseglung schaffen, aber das ist ihm nun wieder nicht vergönnt.

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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