Voiles de Saint Tropez: Pit Finis siegt mit Ker53 “Dralion” gegen 44 IRC Racer

Konzentriertes Topfschlagen

Die Düsseldorfer Ker 53 "Dralion" unter dem großen Gennaker. © Finis

Die Ker 53 DRALION des Düsseldorfer Eigners Pit Finis hat die diesjährige “Les Voiles de Saint-Tropez” in der Klasse IRC-B gewonnen. Mit den Plätzen 4 und 1 in einer von schwachem Wind und Rennausfällen geprägten Regattawoche konnte sich der Cruiser-Racer gegen die starke Konkurrenz aus 44 Yachten durchsetzen.

Auf Rang 2 landete die einheimische Sly 42 “Cachou” von Guy Curnillon, Platz 3 ging an die Bermudan Sloop “Hi Fidelity” von Eddie Devilliers. Das 30. Jubiläum der renommierten “Nioulargue”, die seit 2001 als “Voiles de Saint-Tropez” ausgetragen wird, hat die Segler vor besondere Herausforderungen gestellt. Wegen einer anhaltenden Schwachwindlage, gegen die auch die übliche Thermik nichts ausrichtete, konnten nur zwei von insgesamt fünf ursprünglich geplanten Wettfahrten gesegelt werden.

Das erste Race am Montag führte das 45 Boote starke Feld der Gruppe IRC-B nordostwärts in die Bucht von St.-Raphael rund um die Ile de Lion und zurück in den Golf von Saint-Tropez. DRALION zog gleich vom Start aus vorne weg und erreichte die Luvtonne als erste Yacht ihrer Gruppe.

Schmaler Rumpf, hohes Rigg. Die Düsseldorfer Ker53 ist für die IRC Vermessung optimiert. © Finis

Auf dem langen Downwind-Leg zur Insel konnten sich dann die TP52 “Near Miss” von Noel Franck sowie Sergey Grishins “Phoenix”, ein 57-Fuß Judel-Vrolijk-Design, an DRALION vorbei schieben. Am Felsen wurde das Rennen vorzeitig abgeschossen, nach berechneter Zeit lag DRALION zu dem Zeitpunkt auf dem vierten Platz.

Die folgenden Tage verbrachten die Crews der modernen Yachten überwiegend wartend: Weder am Dienstag noch am Mittwoch konnte sich die Regattaleitung zu einem Start durchringen. Auch nach dem ebenfalls schwachwindigen Layday am Donnerstag sah es zunächst nicht besser aus.

Dennoch wagte das Komitee am Freitag dann einen zweiten Lauf, der nach dem Start und einer Bahnverkürzung an der Luvtonne als Sprint über nur knapp 7 Meilen direkt ins Ziel vor Saint-Tropez führte. Hier zog die Ker53 ebenfalls als führendes Schiff von der Linie weg und führte das Feld am Luvfass an.

Erst auf dem folgenden Reach kam abermals die TP52 von hinten auf. Der folgende Downwind-Kurs ins Ziel entwickelte sich zum spannenden Match: Trotz diverser Ausbruch-Versuche gelang es den Schweizer Gegnern nicht, an Dralion vorbei zu ziehen. Im Match-Race-Modus verteidigte sie ihre Führung bis ins Ziel und sicherte
sowohl gesegelt wie auch berechnet den ersten Platz.

Der Finaltag startete mit segelbarer Brise. Kurz nach Mittag jedoch, die vier Gruppen der modernen Yachten waren gerade auf dem Weg zur Luvtonne, starb der Wind dann bis hin zur völligen Flaute abermals.  Die Wettfahrtleitung machte dem Grauen nach knapp zwei Stunden konzentriertem Topfschlagen ein Ende: Abbruch aller Wettfahrten.

Nach dem 3. Platz beim diesjährigen Rolex Giraglia Race hat sich die internationale Amateurcrew der DRALION damit zum zweiten Mal in Folge einen Podiumsplatz bei einer der renommierten Veranstaltungen im Mittelmeer gesichert. Das 14-Mann-Team war aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Holland, Frankreich und Österreich zusammen gekommen.

Etwas mehr Glück mit dem Wind hatten die Wallys, die erneut ein eigenes Startgebiet direkt unterhalb der Strände von Pampelonne nutzen konnten: Immerhin konnten hier vier Wettfahrten gewertet werden. Die traditionellen Yachten, die von Dienstag an im Golf von Saint-Tropez gesegelt sind, kamen auf drei gewertete Regatten.

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