Volvo Ocean Race 3. Etappe: Telefonica mit Code-Zero-Schaden, Puma in Führung

Weiter geht´s nach China

“Endlich fühlt es sich wieder an wie ein um die Welt Rennen”, sagt Puma Skipper Ken Read nach den ersten Meilen der Etappe 3B beim Volvo Ocean Race. 3051 Meilen liegen vor den sechs Teams von dem geheimen “sicheren Hafen”, der sich als Male auf den Malediven entpuppte, bis nach Sanya in China. Die Teams erwarten lange Kreuzkurse bei eher wenig Wind, viel Schiffsverkehr in der Straße von Malakka und schließlich Extrembedingungen im chinesischen Meer.

Beim Start kam Camper gut weg und führte mit Wind von Backbord die Flotte gen Osten. Team New Zealand Chef Grant Dalton hatte angekündigt, dem Offshore Ableger seines Profi-Syndikats neben dem America’s Cup mehr Aufmerksamkeit schenken zu wollen, nachdem es beim ersten Teil der dritten Etappe erschreckende Schwächen offenbart hatte.

Steuerbord-Start nach China. Camper münzte die Luvposition in eine frühe Führung um. © IAN ROMAN/Volvo Ocean Race

Es ist kaum anzunehmen, dass sein Designteam die Probleme schnell lösen konnte. Vielmehr ist der Amwindkurs bei wenig Wind eine der bekannten Stärken der Neuseeländer. Dennoch musste Camper bei diesem Teilstück des Volvo Ocean Races nach gut 120 Meilen die Führung Puma überlassen als Nichoson nach einem Segelwechsel höher steuerte und sich weiter in Luv positionierte.

Die Mannen um Ken Read und den Deutschen Michi Müller rutschten vorbei und liegen jetzt zwei Meilen vor den Gegnern. Puma steht bei dieser Etappe besonders unter Druck, ein überzeugendes Ergebnis abliefern zu müssen. Die zweite Etappe verlief wenig überzeugend und nach dem Mastbruch auf der ersten Etappe muss das Team viele Punkte aufholen.

Die 300 Meilen von Male auf den Malediven nach Sanya in China haben begonnen. Das Teilstück von den Arabischen Emiraten nach Male legten die Schiffe aus Angst vor Piraten auf einem Frachter zurück.

Aber die gesamtführende Telefonica schwächelt wie schon zuletzt bei den Inport-Auftritten. Als ein Beschlag brach, geriet das Code Zero Vorsegel außer Kontrolle und drohte zu zerreißen. Der Schaden hielt sich schließlich in Grenzen, aber Iker Martinez verlor fünf bis sechs Meilen und liegt immer noch neun Meilen zurück am Ende des Feldes.

Erst am am Donnerstag war Sanya nach seinem Abstecher nach Madagaskar gerade noch rechtzeitig wieder zur Flotte gestoßen.

Puma (rot) hat die Führung übernommen.

Der Peilkompass, eines der wichtigsten Utensilien beim Segeln in Sichtweite zueinander. © Yann Riou/Groupama Sailing Team/Volvo Ocean Race

Puma Wachführer Calvin Harrap ist in der glücklichen Lage, die Konkurrenz achteraus peilen zu können. © Amory Ross/PUMA Ocean Racing/Volvo Ocean Race

Probleme bei Telefonica. Die Code Zero kam von oben. Die Schäden an dem wichtigen Segel müssen sofort geflickt werden. © Diego Fructuoso/Team Telefonica/Volvo Ocean Race

Stimmungsvoller Himmel zum Auftakt des zweiten Teils der dritten Etappe fotografiert von Sanya. © Andrés Soriano/Team Sanya/Volvo Ocean

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Volvo Ocean Race 3. Etappe: Telefonica mit Code-Zero-Schaden, Puma in Führung“

  1. avatar NK sagt:

    Ich habe gelesen, dass Sanya noch Punkte für die zweite Etappe von Kapstadt bekommen hat, weitere Punkte für die Abstecher nach Abu Dabi (obwohl si nicht mitgefahren sind) und noch volle Punkte für die Fahrt nach China kassieren kann (die anderen Teams haben einen Teil der Punkte bereits im Sprint in Abu Dabi aufgeteilt)…

    Kann mir das mal irgendjemand erklären?

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