Volvo Ocean Race: Abu Dhabi auf Extremkurs abgebogen – Dreikampf an der Spitze

"Wir spüren den Atem im Nacken"

Harte Zeiten auf See beim Volvo Ocean Race:

Die zweite Etappe des Volvo Ocean Races befindet sich in einer spannenden Phase. Abu Dhabi hat einen einsamen Angriff im Westen gestartet. Mapfre und Dongfeng segeln seit Tagen in Sichtweite.

Nach der intensiven Anfangsphase des Abschnitts von Kapstadt nach Abu Dhabi wird das Rennen nun von Ungewissheit und Unsicherheit geprägt. Es fehlen Erfahrungswerte für diese Etappe, die beim vergangenen Volvo Ocean Race in abgeänderter Form zum ersten Mal gesegelt wurde. Die Navigatoren stöhnen über die ungenauen Vorhersagemodelle. Sie müssen große Umwege in Kauf nehmen, um Wettergebiete zu umfahren.

Volvo Ocean Race

Der Agulhas Stromwirbel. Abu Dhabi will ihn auf der linken Seite ausfahren. © Matt Knighton/Abu Dhabi Ocean Racing/Volvo Ocean Race

Dabei ist besonders bemerkenswert, wie auffällig Ian Walker mit Abu Dhabi segelt. Die Sieger der ersten Etappe hatten sich auf dem Weg nach Kapstadt mit einem sehr konservativen Ansatz an die Spitze gekämpft. Diesmal agieren sie aber eher nervös und segeln extreme Kurse.

Es scheint, als wollen sie mit erhöhtem Risiko diese Heimetappe unbedingt gewinnen. Aber Walker sagt: “Wir haben bisher nicht besonders brilliant gesegelt. Nach einigen Missgeschicken an Bord finden wir uns jetzt am Rande der Flotte wieder und sind etwas nervös.”

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Dongfeng segelt auch auf der zweiten Etappe konstant an der Spitze mit. Mapfre knapp vor Dongfeng. “Wir können die Gesichter segehn.” © Yann Riou/Dongfeng Race Team/Volvo Ocean Race

Kein Wunder, denn der Querabstand hat sich nach einer weiteren Wende weg vom Feld auf 45 Meilen vergrößert. Nur Vestas sieht die Wettersituation offenbar genauso wie Abu Dhabi und folgt auf einem Westkurs.

Die ersten drei Boote liegen eng beieinander. “Wir sind nur eine Meile von Dongfeng entfernt”, sagt Francisco Vignale von Mapfre. “Wir können den Ausdruck in ihren Gesichtern sehen. Sie haben mich in den Mast gezogen, um den Wind und ihre Segelwahl zu checken. Das ist sehr intensives Segeln. Wir können ihren Atem im Nacken spüren.”

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Dongfeng segelt auch auf der zweiten Etappe konstant an der Spitze mit. © Yann Riou/Dongfeng Race Team/Volvo Ocean Race

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Gerd-Jan Poortman bastelt bei Brunel auf dem Outrigger am Fockholepunkt. © Stefan Coppers/Team Brunel/Volvo Ocean Race

Abu Dhabi repariert Segel:

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Vestas Neuling Nicolai Sehested bekommt vom Salzwasser das Grünzeug hinter den Ohren abgewaschen. © Brian Carlin/Team Vestas Wind/Volvo Ocean Race

Es stinkt an Bord von Brunel. Dabei werden alle “Geschäfte” am Heck des Bootes verrichtet:

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Abu Dhabi ist auf Extremkurs unterwegs. © Matt Knighton/Abu Dhabi Ocean Racing/Volvo Ocean Race

Reparatur und Interview im Abu Dhabi Mast:

Vollgas Segeln auf Dongfeng:

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Carsten Kemmling

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Ein Kommentar „Volvo Ocean Race: Abu Dhabi auf Extremkurs abgebogen – Dreikampf an der Spitze“

  1. avatar Egon sagt:

    Und: Aktuell haben die Mädels die 50 Meilen Rückstand halbiert 🙂

    Da sieht man wieder: Nichts ist so alt wie die Kommentare von heute vormittag ( https://segelreporter.com/regatta/volvo-ocean-race-team-sca-wipe-out-wilder-ritt-im-southern-ocean/#comments )

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 4 Daumen runter 4

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