Volvo Ocean Race: Brunel verliert Hälfte des Vorsprungs – Probleme bei Dongfeng

Mit allen Tricks

Auf Dongfeng wird das Problem mit der Maststpur entdeckt. Caudrelier hämmert wütend auf sein Steuerrad:

Beim Volvo Ocean Race wird es wieder spannend. Brunel gerät nach seinem Strategie-Coup wieder unter Druck. Die Frauen haben Dongfeng überholt.

Volvo Ocean Race

So freut sich das Brunel Team über die Führung. © Stefan Coppers / Team Brunel / Volvo Ocean Race

Bouwe Bekking war auch nach seinem spektakulären Sahne-Schlag gen Norden längst klar, dass er damit die Entscheidung auf dieser Etappe noch nicht erzwungen hat. Schließlich liegt erneut die Flautenzone am Äquator vor dem Bug. Aber dass es so schnell gehen würde?

Brunel stoppt ab, SCA hat Dongfeng überholt.

Brunel stoppt ab, SCA hat Dongfeng überholt.

Der Vorsprung von Brunel ist in nur fünf Stunden von fast 60 auf  28 Meilen geschrumpft. Die Holländer sind gegen eine Flauten-Wand gerast, während die Konkurrenz mit Wind von hinten aufkommt.

Immerhin hat sich Bekking taktisch klug vor seinem ärgsten Verfolger Abu Dhabi plaziert. Bei der erwarteten Rechtsdrehung des Windes dürfte er die ersten Angriffe gut parieren können. Allerdings kann es immer noch passieren, dass sich die östliche Position dreier Konkurrenten als noch besser herausstellt.

Erfolg für die Frauen

Der Weg bis Auckland ist noch weit.

Der Weg bis Auckland ist noch weit.

Die Frauen vom SCA Team haben endlich etwas Zählbares aus ihrer starken navigatorischen Entscheidung zugunsten der Nord-Route herausgeholt und Dongfeng überholt. Dabei besteht die Chance, dass sich ihre Position noch verbessert.

Mapfre zumindest scheint der Ansicht, dass es im Osten noch etwas zu holen gibt, hat durch einen langsameren Kurs höher am Wind in die Ostposition investiert und ist schließlich sogar vor SCA gewendet. Sie liegen nur noch drei Meilen voraus.

Das Dongfeng Race Team hatte in der Nacht zuvor erstaunlich viel verloren, als es auf die schlechte Seite einer Wolke geriet und durch den Einfluss einer Winddrehung plötzlich 35 Meilen auf die zuvor zurückliegende Alvimedica verlor.

Problem bei Dongfeng

Inzwischen hatte Caudrelier auch erneut ein Problem mit dem Fallenschloss der J1 Genua. Außerdem löst sich wieder die Mastspur vom Rohr. Genauso wie auf der zweiten Etappe aber an einer anderen Stelle. Besonders für den neuen Navigator Erwan Israel ist es eine schwere Zeit.

Dazu kam noch ein großer Schreck. “Der Computer stürzte ab”, schreibt Onboard Reporter Sam Greenfield. “Als Erwan ihn nach einiger Zeit wieder hochfuhr, hatte jemand plötzlich eine Insel in den Weg gelegt.” Der notwendige Umweg war zuvor nicht eingeplant gewesen.

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Dongfeng versucht sich wieder heranzukämpfen. © Sam Greenfield / Dongfeng Race Team / Volvo Ocean Race

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Mit allen Tricks. Trapezvorrichtung bei den Chinesen? © Sam Greenfield / Dongfeng Race Team / Volvo Ocean Race

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Duschen im Cockpit. © Sam Greenfield / Dongfeng Race Team / Volvo Ocean Race

Zusammenfassung der jüngsten Ereignisse aus dem VOR Hauptquartier:

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Carsten Kemmling

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