Volvo Ocean Race: Die Flotte erlebt den schwersten Sturm – AkzoNobel mit Schaden

"Glauben wir, hart zu sein, oder was?"

Die sieben 65 Fuß Yachten kämpfen sich beim Volvo Ocean Race durch den härtesten bisher bei diesem Rennen erlebten Sturm. AkzoNobel ist durch einen Schaden zurückgefallen.

Etwas umständlich, ein Reff eizubinden bei Dongfeng. © Martin Keruzore/Volvo Ocean Race

“Das ist der Southern Ocean. Hier beginnt der Spaß”, sagt Nicolai Sehestedt im AkzoNobel Onboard Video und kurbelt weiter am Grinder während ihm das Eiswasser ins Gesicht klatscht. Scallywag Skipper David Witty dagegen fragt sich zwischen zwei Eisduschen: “Warum kommen wir nur hier her? Ich verstehe es nicht. Glauben wir, hart zu sein, oder was? Southern Ocean, Southern Ocean, ich bin darüber hinweg.”

Die Bedingungen für die sieben VO65-Yachten im Southern Ocean haben sich extrem verschlechtert. Vestas Steuermann Mark Towill berichtet von 53 Knoten Wind in der Nacht und  30 bis 40 Knoten in den vergangenen 24 Stunden.  “Wir schießen die Wellen herunter und es geht voll ab im Southern Ocean. Ein großer Spaß. Wir wussten, was wir hier uns hier unten erwarten würden, und wir haben es auf jeden Fall gefunden.”

Die Flotte steckt im hefitgen Sturm fest

Dongfeng hangelt sich an der virtuellen Eisgrenze entlang.

Die Yachten werden zurzeit mit maximal 38 Knoten gemessen. Vorne liegt immer noch Dongfeng knapp neun Meilen vor Mapfre. 80 Meilen achteraus hat es AkzoNobel als erstes Team mit einem größeren Schaden erwischt. Die Schiene an der die Großsegel-Rutscher befestigt sind, hat sich vom Mast gelöst.

AkzoNobel hat einen Schaden an der Mastspur und muss das Groß herunter nehmen.

Die Crew musste das Groß herunter nehmen und versucht nun, die Wellen alleine mit den Vorsegeln abzureiten, bis eine Reparatur möglich ist. Dabe hat das Team schon gut 40 zusätzliche Meilen auf die Spitze verloren. Es ist ein schwerer Schlag, denn eigentlich lag AkzoNobel bisher gut im Rennen. Laut Navigator Salter ist der Schaden bei einer Halse in 35 Knoten Wind passiert

Race Tracker

Beim Wasser schöpfen unter Deck ist auf Mapfre die Rettungsweste aufgegangen. © Mapfre

Tony Mutter legt auf Vestas seine Brille an. © Sam Greenfield/Volvo Ocean Race.

Mark Towill steht auf Vestas im Eiswasser. © Sam Greenfield/Volvo Ocean Race. 13 December, 2017.

Kampf mit den Elementen auf der führenden Dongfeng. © Martin Keruzore/Volvo Ocean Race

Von hinten kommt das fiese Wetter. © Martin Keruzore/Volvo Ocean Race

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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