Volvo Ocean Race: Die Odyssee vom Team Vestas – Gestrandet am Ende der Welt

Immer wieder aufstehen

Vestas war nach dem Mastbruch auf den Falkland-Inseln gestrandet. Der Bericht über die Erlebnisse in Port Stanley ist abenteuerlich. Die Hoffnungen auf einen Neustart in Itajaí ruhen unter anderem auf einer gefundenen Alustange.

Das Vestas Team würde wohl an der Spitze des Volvo Ocean Races liegen, wenn es nicht so schwere Schicksalsschläge erlitten hätte. Erst die Kollision vor Hong Kong mit Todesfolge, dann der Mastbruch am Kap Hoorn. Zweimal lagen sie an zweiter Stelle, aber nun bedeuten Null Punkte auf den vergangenen drei Etappen den vorletzten Platz.

Crew und Sponsor könnten die Lust verlieren. Denn der Name Vestas war schon beim vergangenen Volvo Ocean Race nach der Strandung bei Mauritius mit Unglück behaftet. Aber das dänische Unternehmen mag aus der Not eine Tugend machen und das Motto “immer wieder aufstehen” kreieren.

Jedenfalls passt auch die jüngste Geschichte in diese Kategorie. Das Team unternimmt große Anstrengungen, um doch noch rechtzeitig zum Start der nächsten Etappe nach Itajaí in Brasilien anzukommen.

In Port Stanley ging viel Zeit verloren, nachdem die US-Skipper schnell weiter motoren wollten aber nach einem erneuten bisher nicht näher definierten technischen Schaden wohl an der Maschine wieder zu den Falklands umdrehten.

Nun befinden sie sich auf dem 1500 Meilen Törn nach Brasilien und rechnen 10 bis 12 Tage zum Etappenhafen, wo bis zum Start des Inport-Races am 20. April ein neues Rigg gestellt werden soll.

Das Video gewährt Einblicke in die Schwierigkeiten, die auftreten, wenn man am anderen Ende der Welt besondere logistische und technische Herausforderungen zu bewältigen hat. Das Team konnte sich erst ein Notrigg bauen, nachdem es eine alte Alustange in einer Scheune gefunden hatte. Mit dem Stummel soll eine höhere Durchschnitt-Geschwindigkeit unter Motor erreicht werden.

Trotzdem wird jede Menge Sprit benötigt. Dafür modifizierte das Team die Ballasttanks, damit statt Wasser Sprit eingefüllt werden konnte.

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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2 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: Die Odyssee vom Team Vestas – Gestrandet am Ende der Welt“

  1. avatar Sven 14Footer sagt:

    jetzt kann der verbaute Volvo mal zeigen, was er wirklich kann.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 12 Daumen runter 1

  2. avatar fiiwfut 77 sagt:

    Vestas hat natürlich mit dem gebrochenen Mast etwas Pech, aber insgesamt verbinde ich Vestas seit meiner Osterreise durch MV nach Stralsund mit den Windparks und den sich im Wind nicht drehenden defekten Rädern von Vestas. Nicht aufgeben wollen finde ich immer gut, aber hier sollte das Management die Reisleine ziehen.

    Viele Grüße aus Berlin und eine unfallfreie, schöne Saison für ALLE.

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