Volvo Ocean Race: Dongfeng siegt beim Flauten-Finish mit 3,5 Minuten Vorsprung

Speed-Keule rausgeholt

Das Chinesische Dongfeng Team hat das Volvo Ocean Race Comeback nach seinem Mastbruch perfekt mit einem zweiten Etappensieg gestaltet. Abu Dhabi drückte massiv, kam aber nicht vorbei.

Die sechste Etappe hat gezeigt, wie klar die Hierarchie inzwischen beim Volvo Ocean Race ausgeprägt ist. Obwohl die VO65 eine Einheitsklasse darstellen, segeln die ersten beiden Boote offenbar speedmäßig in einer anderen Liga.

Abu Dhabi schien vor knapp zwei Wochen schon fast aus dem Rennen, als Ian Walker den Absprung nach Osten verpasste, wo die Post abging. Der Rückstand betrug plötzlich 20 Meilen, Abu Dhabi war letzter, Dongfeng erster und bei diesem Stand wären die Chinesen bis auf zwei Punkte an die Gesamtführenden herangerückt.

Hoffnung für Dongfeng, als Abu Dhabi auf dem letzten Platz lag. Aber dann gab das gelbe Boot wieder Gas.

Hoffnung für Dongfeng, als Abu Dhabi auf dem letzten Platz lag. Aber dann gab das gelbe Boot wieder Gas.

Aber dann gab Abu Dhabi einfach Gas. Keine großen taktischen Experimente, einfach Hebel auf den Tisch, hinter dem Feld her und nach drei Tagen lag Ian Walker vorne. Nur Dongfeng und Brunel hielten noch mit.

Ein kleiner taktischer Fehler ließ Abu Dhabi vor einer Woche erneut an Boden verlieren und plötzlich 24 Meilen am Tampen hängen. Aber auf dem Vorwindkurs bei 13 Knoten Wind holten sie wieder die Speed-Keule raus und segelten innerhalb von 24 Stunden bis auf acht Meilen an die führende Dongfeng heran.

Ian Walker hat irgendwelche Trimmeinstellungen gefunden, von denen die Konkurrenz nichts weiß. Und nur Dongfeng kann in den entscheidenden Momenten dagegen halten. Diese Erkenntnis hilft Charles Caudrelier aber wenig nach dem Mastbruch bei der fünften Etappe. Wenn es so weiter geht, wird er den Rückstand auf das gelbe Boot nicht mehr aufholen können.

Abu Dhabi muss mal Letzter werden. Aber aus Dongfeng scheint zurzeit niemand in der Lage das für die Emirate startende Team zu schlagen. So ist das sechs Punkte Defizit in den verbleibenden drei Etappen nicht mehr aufzuholen.

Die Karten sind offenbar verteilt. Einigen Team gelingt es immer wieder, mehr Speed aus ihren Boliden zu holen. Die Frauen gehören nicht dazu. Am Anfang konnten sie mithalten, als die Flotte einen Amwind-Kurs zu bestehen hatte. Aber sobald sich der Windwinkel etwas änderte waren sie nicht mehr in der Lage, die Geschwindigkeit der Konkurrenz zu halten. Am Ende beträgt der Rückstand erneut über 100 Meilen.

Gesamtergebnis Volvo Ocean Race

Die finalen Meilen:

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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