Volvo Ocean Race: Dramatische Drohnen-Szenen aus dem Southern Ocean

Kein Seemannsgarn

Die Segler standen im Foks der vergangenen Volvo Ocean Race-Etappe. Aber insbesondere die Leistung der On-Board-Reporter war extrem. Davon zeugt ein sensationelles Video.

Volvo Ocean Race, Brunel

Brunel im Sotuhern Ocean. © Yann Riou/Volvo Ocean Race

Man kann sich eigentlich nur schwer vorstellen, wie es da draußen im unwirtlichsten Seegebiet der Erde ist. Manchmal kommen die Segler auch ungeschoren davon, wenn sie Rasmus dort unten herausfordern. Aber diesmal gibt es Zeugen, dass die Salzbuckel, die schon früher diese Wasserwüste bezwangen weit davon entfernt waren, Seemannsgarn zu spinnen.

Diese Drohnen Bilder von Bord der Volvo Ocean Racer belegen die Brutalität der Bedingungen. Und wenn man sich vor Augen führt, dass es bei dieser Königsetappe eigentlich keine echte Ruhepause gab, sondern der volle Salzwasserstrahl fast permanent ins Cockpit zielte, ist es eigentlich kaum vorstellbar, wie man so etwas überstehen kann.

Aber die Medien-Männer mit ihren neuen fliegenden Werkzeugen dokumentieren erstmals bei diesem Rennen, wie extrem diese Art des Profisegelns ist. Unglaublich, bei welch starkem Wind diese fliegenden Augen noch funktionieren. Für den Segelsport ergeben sich ganz neue Perspektiven.

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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7 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: Dramatische Drohnen-Szenen aus dem Southern Ocean“

  1. avatar Backe sagt:

    Noch einmal an dieser Stelle die Idee:

    Eigentlich sind die modernen Drohnen mit ihrer Starkwindtauglichkeit ein prädestiniertes Rettungsmittel im MOB-Fall. Sie könnten selbstständig ein automatisch ausgelöstes Peilsignal eines Überbordgefallenen ansteuern und als “fliegende Markierungsboje” in einer für das suchende Boot gut sichtbaren Höhe über dem Mann im Wasser stehen bleiben. Bei schlechter Sicht könnten zusätzlich Blinksignale abgegeben werden.
    Die Mitführung mehrerer Drohnen könnte im MOB-Fall den Sichtungs- bzw. Rettungszeitraum entscheidend verlängern, selbst wenn die erste(n) Drohne(n) mit leerem Akku bereits in den Bach gegangen sind.

    Ich würde gerne vom Veranstalter ein Statement hören, warum das nicht funktionieren sollte … Oder ob man schlicht bisher nicht an eine zweite Nutzung der PR-Drohnen gedacht hat.

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    • avatar Tom sagt:

      Generell hast du da absolut recht, sie wären gut sichtbar, auch unter extremsten Bedingungen einsatzbereit und könnten relativ gut geortet werden. Hätte zumindest schonmal Zwei Vorteile gegenüber der aktuellen Sicherheitsausstattung (Orten kann man die normalerweise auch gut, aber leider muss der Träger das ganze beim mob selber einschalten).
      Aber selbst wenn man 5 solcher Drohnen dabei hat,was aus Platz und Energieversorgungsgründen eher unwahrscheinlich ist fliegen die Dinger bei 40kn Wind maximal 5-6minuten mit einem Akku. Also im besten Fall 25-30min mit 5 Stück, das reicht unter extremen Bedingungen noch nicht annähernd um zur Mob Stelle zurückzukehren. Trotzdem wäre es bei der Bergung sicher hilfreich. Allerdings besteht immernoch das Problem das die Notfallausrüstung bei bewußtslosen Personen ziemlich wirkungslos ist, denn wenn die kein Signal sendet weil sie nicht eingeschaltet ist kann die Drohne auch nichts finden. Das sollte als erstes mal gründlich überdacht werden. Denn wenn ich weiß wo der Segler ist besteht auch ohne Drohne zumindest die Chance ihn zu finden. Trotzdem sollte man die Drohnen als weitere Möglichkeit nutzen, ganz so viel bringen sie aber vermutlich nicht.

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    • avatar Dennis sagt:

      Das Problem hierbei wird die Akkulaufzeit sein, MOB wird eher bei Starkwind geschehen, und wenn die Drohne da gegen an arbeiten muss gehen die Flugminuten ganz schnellbin den Keller, da bleibt von den in der Werbung versprochenen 20 Minuten nicht viel uebrig.

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    • avatar Dynamiker sagt:

      Warum können die persönlichen Peilsignale nicht während der Fahrt immer funken, also unabhängig davon, ob jemand über Bord geht? Alarm wird nur ausgelöst, sobald das Signal sich 30 Meter vom Schiff entfernt. Sollte doch machbar sein, oder? Damit wäre zumindest das Problem gelöst, daß bei bewußtlos über Bord fallenden kein Signal abgegeben wird. Alternativ: Fernaktivierung des Peilsenders von Bord aus.

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  2. avatar JKD sagt:

    Tolle Videos, die uns da permanent geliefert werden. Brutale Bedingungen, naja, auf dem hier gezeigten Video klappt doch jedem Schnellsegler eigentlich das Messer in der Hose auf. Die richtig harten Bedingungen sind da wohl nochmal ne andere Kategorie und vielleicht nicht so erstrebenswert.

    Da helfen dann wohl auch die Drohnen nicht mehr weiter, obwohl das wirklich mal ein überaus sinnvolles Einsatzgebiet wäre. Schauen wir mal, was da noch so geht.

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  3. avatar PiXL sagt:

    Wenn die noch ihren Code Zero, Genua, Fock, Groß und eine Drohne fliegen lassen sind es sicher keine harten Bedingungen, das ist schöne Rauschenfahrt im Video.
    Bei kritischen Bedingungen bleibt auch keine normale Drohne mehr am Himmel.

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    • avatar Küstenschipper sagt:

      Will dein fachmännisches Auge nicht kritisieren, aber das Groß ist im zweiten Reff und dass ist ein FRO. Aber wahrscheinlich sind die Bedingungen wirklich easy und die scheissen sich nur ein. Burling kommt ja auch eher aus dem Inshorebereich.

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