Volvo Ocean Race: Erster Wettkampf der sieben Yachten – Spaniens Mapfre dominiert

Erstes Kräftemessen

Beim ersten Test der sieben neuen Teams für das im Oktober startende Volvo Ocean Race hat America’s Cup Sieger Blair Tuke seinen nächsten Triumpf gefeiert. Mit Mapfre raste er knapp über drei Stunden um die Isle of Wight.

Volvo Ocean Race, Mapfre

Die Spanier unterstreichen ihre Ansprüche als Rennfavoriten. © Ainhoa Sanchez/Volvo Ocean Race. 

Die aktuelle Volvo-Ocean-Race-Flotte ist beim sogenannten Leg Zero erstmalig aufeinander getroffen. Anders als bei den bisherigen um-die Welt-Regatten dürfen sich die neuen Teams vor dem Start am 22. Oktober mehrfach bei vorherigen Veranstaltungen beschnuppern.

Den Auftakt machte jetzt die Runde um die Isle of Wight im Rahmen der Cowes Week, am Sonntag den 6. August startet das etwa dreitägige Fastnet Race, und vom 10. bis 16. August segeln die VO65 von Plymouth über St. Malo bis nach Lissabon. Im September gibt es einen Prolog zum Starthafen in Alicante.

Volvo Ocean Race

Mapfre mit gutem Abstand vor der Flotte. © Ainhoa Sanchez/Volvo Ocean Race.

Besonders für die spät gestarteten die Teams geht es darum, sich als Team zurecht zu finden, das Boot in den Griff zu bekommen und Erkenntnisse über die Leistungsfähigkeit der Gegner zu gewinnen. Dabei werden sicher nicht alle Karten offen gelegt.

Aber einer der Favoriten hat die ersten gemeinsamen Meilen schon für eine Macht-Demonstration genutzt. Das spanische Mapfre-Team dominierte das Round The Island-Rennen, segelte in 3 Stunden und 13 Minuten um die Isle of Wight und brach dabei den elf Jahre alten Rekord des 100 Fußers “ICAP Maximus”, der 3:20 Stunden benötigt hatte. Die ersten vier VO65 Yachten blieben unter der Zeit.

Die Ergebnisse:
1. MAPFRE: 3 h 13 min
2. Team Brunel: 3 h 14 min
3. team AkzoNobel: 3 h 15 min
4. Dongfeng Race Team: 3 h 18 min
5. Turn the Tide on Plastic: 3 h 24 min
6. Vestas 11th Hour Racing: 3 h 25 min
7. Sun Hung Kai/Scallywag: 3 h 29 min

Bei Starkwind zwischen 15-20 Knoten mit Böen bis zu 35 Knoten stand besonders das jüngste gemeldete Team von Dee Caffari im Fokus. Und “Turn the Tide on Plastic” startete prompt etwas vorsichtiger als einziges Schiff mit einem Reff. 

Die erfahrenen Teams, die auch das vergangene Volvo Ocean Race bestritten hatten, übernahmen schnell die Führung. MAPFRE segelte vor Dongfeng und Brunel, obwohl Bouwe Bekking erst eine Woche zuvor ins Training gestartet war. Dongfeng fiel noch auf den vierten Platz hinter AkzoNobel zurück, das einzige Team, das mit einem Neubau segelt.

Volvo Ocean

An Bord bei Dee Caffaris “Turn the Tide on Plastic”. © Jen Edney/Volvo Ocean Race. 01August, 2017

Viel dürfte das Resultat noch nicht aussagen, aber der letzte Platz für das Scallywag Team aus Hong Kong könnte schon andeuten, dass die Newcomer Probleme bekommen.

Enttäuschend für Fans und Veranstalter ist die Tatsache, dass die achte Yacht der VO65-Flotte immer noch nicht vergeben ist. Die Neuseeländer inklusive Peter Burling bemühen sich offenbar intensiv um Geldgeber, aber ein spät startendes Team sollte wohl mindestens diese Prolog-Veranstaltung nutzen, um verlorene Zeit gegen die erfahrene Konkurrenz aufzuholen. Das Zeit-Fenster für eine ambitionierte Kampagne scheint sich geschlossen zu haben, aber die Organisatoren hoffen offenbar noch immer auf die Aktivierung der Yacht.

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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