Volvo Ocean Race: Mapfre gefangen unter einer Wolke – Caffari mit solidem Vorsprung

"Nerven bewahren"

Die aktuelle Entwicklung beim Volvo Ocean Race kann für das spanische Mapfre Team eine dramatische Bedeutung haben. Das Überraschungsteam liegt immer noch vorne.

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Dongfeng in Erwartung der nächsten Wolke. © Jeremie Lecaudey/Volvo Ocean Race

Man will es eigentlich nicht glauben, dass Mapfre bei diesem Volvo Ocean Race noch ernsthafte Probleme bekommen könnte. Zu stark ist das Team aufgestellt. Und zu souverän meistert es die größten Herausforderungen. Der Riss des Großsegels am Kap Hoorn war ein Rückschlag und vielleicht Pech. Aber trotzdem haben die Spanier gepunktet und liegen nur einen Punkt in der Gesamtwertung zurück.

Wie die Wolken das Feld beeinflussen.

Auf dieser Etappe nun müssen sie abliefern, um die alte Dominanz wieder herzustellen. Und genau das schien auch zu passieren nach dem Inport Race und dem Etappen-Start. Aber nun sind sie in schwere Bedrängnis geraten.

Vor der Nacht lag Dongfeng nur zwei Meilen voraus, sieben Stunden später sind daraus 20 Meilen geworden. Der große Konkurrent liegt auf Rang drei und Mapfre droht als Vorletzter, den Anschluss zu verpassen.

 

Da war die Welt für Mapfre (weiß) noch in Ordnung direkt neben Dongfeng (rot)…

…Nur sieben stunden später sieht das Bild so aus.

Skipper Xabi Fernandez berichtet von der Nacht:

An der Spitze dagegen hat Dee Caffari den Spitzenplatz solide auf 12 Meilen zu Vestas ausbauen können. Durch die Luv-Position im Osten des Feldes konnte Turn The Tide ein wenig die Schoten schricken und vor die Konkurrenten rutschen. Dabei gelang es, auch die heftigsten Wolken-Formationen einigermaßen gut zu umschiffen.

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Dee Caffari freut sich über den Regenbogen und die solide Führung. © James Blake/Volvo Ocean Race

Dass es dabei viel auf Glück ankommt, bestätigt Vestas Navigator Simon Fisher: “Trotz aller Höhen und Tiefen konnten wir uns teilweise glücklich und teilweise durch gute Berechnung zum guten Ende der Flotte manövrieren. Obwohl das eine willkommene Abwechslung ist im Vergleich zum ständigen Starren auf die Hecks unserer Rivalen müssen wir nun permanent über die Schulter sehen. Jede Wolke bietet ihnen die Chance vorbeizuziehen! Wir müssen unsere Nerven bewahren, die Strategie nicht in Frage stellen und hoffen, dass die Wolken mitspielen. Es liegen noch einige Tage vor uns, die von großer Wolken-Aktivität geprägt sein werden.”

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Solche Ungetüme am Himmel müssen die Teams umschiffen. © Volvo Ocean Race

Der Volvo Ocean Race Tracker ist zurzeit live geschaltet, weil gerade große Verschiebungen im Feld erwartet werden.

 

 

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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