Volvo Ocean Race: Mike Sanderson führt neues Sanya Teams aus China

Die Chinesen kommen. Mit der Siegeryacht?

Das logische Boot für die Chinesen. Volvo Ocean Race Sieger "Ericsson 4". © Dave Kneale/Volvo Ocean Race

Das Volvo Ocean Race ist um eine Attraktion reicher. China wird als siebtes Team an den Start gehen. Das Team Sanya hat den zweimaligen Volvo Ocean Race Sieger Mike Sanderson als Skipper benannt, der zuletzt durch seine Entlassung als Teamchef des inzwischen aufgelösten britischen America´s Cup Team Origin in der Öffentlichkeit stand.

Sanderson soll ein Team aus erfahrenen, internationalen Seglern mit einigen Chinesen zusammenstellen. Ein Neubau ist in der Kürze der Zeit kaum noch möglich. Deshalb wird erwartet, dass die Chinesen auf eine Yacht der älteren Generation zurückgreifen.

Volvo Ocean Race Chef Knut Frostad hatte die Design Regeln so ändern lassen, dass ein altes Schiff konkurrenzfähig sein soll. Aber bisher hat kein Team davon Gebrauch gemacht. Nun wird sich zeigen, wie effektiv der Vorstoß war.

Der zweifache Volvo Ocean Race Sieger Mike Sanderson aus Neuseeland skippert für China. © Oskar Kihlborg/Volvo Ocean Race

Es wird erwartet, dass die Chinesen mit der vergangenen Siegeryacht „Ericsson 4“ antreten, die Groupama bisher als Trainingsyacht diente. Für die Franzosen ist sie bei der direkten Vorbereitung auf das Rennen nicht mehr zu gebrauchen, seit die neue Yacht im einsatz ist. Two Boat Tests sind verboten. Außerdem sind die Yachten von Telefonica noch auf dem Markt.

Bei Sanya handelt es sich um die zweitgrößte Stadt auf der chinesischen Urlaubsinsel Hainan, wo das Volvo Ocean Race auch einen Etappenstopp einlegt. Mit dem Sponsoring will Sanya sich als Touristen Ziel bekannt machen. Die Insel Hainan gilt als Hawaii des Orients.

Die Chinesen meinen es offenbar Ernst mit dem Einstieg in den Segelsport. Die Bekanntgabe der Volvo Ocean Race Teilnahme folgt nur einen Tag nach der Vorstellung Chinas als offizieller America´s Cup Herausforderer.

Auch in den Olympischen Klassen sind die Chinesen auf dem Vormarsch. Nach Gold (Surfen Frauen) und Bronze (Laser Radial) in Qingdao sind sie besonders bei den Surferinnen eine Macht. Bei der Weltcup-Regatta in Medemblik holten sie den Sieg und platzierten sie sieben Surferinnen unter den Top 13.

Außerdem greifen sie massiv in der 470er Klasse an. Und im Match Race schaffte es erstmals ein chinesisches Frauenteam unter die Top vier.

Beim Volvo Ocean Race ist jetzt nur noch offen, wer sich hinter dem zweiten spanischen Team verbirgt, das auf der Liste steht. Es wird erwartet, dass auch dieses mit einer gebrauchten Telefonica Yacht antritt.

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Carsten Kemmling

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