Volvo Ocean Race: Neue Spannung durch St. Helena – Angriffe an der Spitze

Kampf nach Süden

Das Leben an Bord I:

Das Leben an Bord II:

Beim Volvo Ocean Race drohte nach der Rundung des Wendepunktes bei Fernando de Noronha etwas Langeweile einzukehren, weil sich die Spitze nach der Doldrum Lotterie konsolidiert hatte. Aber das St. Helena Hoch versperrt den Weg. Das Feld schiebt sich zusammen.

Brunel startete die Aktivitäten im Feld mit einer Halse auf Westkurs weg vom eigentlichen Ziel in Kapstadt. Aber Abu Dhabi ging sofort mit. Es geht darum, einen schnellen Weg vorbei am St. Helena Hoch zu finden, das über einen großen Bereich den Weg versperrt (Video).

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Nicolai Sehested kämpft auf dem Vorschiff mit den Elementen. © Brian Carlin – Team Vestas Wind

Im Westen ist der Wind besser, aber wie groß darf der Umweg sein, um das östliche Ziel in Kapstadt schnellstmöglich zu erreichen? Auf diese Frage gibt es zurzeit offenbar mehrere Antworten. Denn die Kurse der Flotte sind sehr unterschiedlich. Die Navigatoren suchen nach Angriffs- und Abwehr-Möglichkeiten.

Vestas zeigt mit einer mutigen Initiative im Westen, dass ihnen Platz drei nicht ausreicht. Andererseits fühlt sich Chris Nicholson offenbar sicher mit seinem Abstand nach hinten, einen Angriff auf die Spitze starten zu können.

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Arbeiten am Fock-Schothorn auf Brunel. © Stefan Coppers/Team Brunel

Laut Positionsreport hat sich der Schlenker noch nicht ausgezahlt. Offiziell fiel das blaue Boot auf Rang fünf zurück. Aber in dieser Phase des Rennens hat die Rangfolge keine Aussagekraft, da nur der direkte Weg zum Ziel gemessen wird. Das tatsächliche Rennen findet aber im Hinblick auf einen imaginären Bezugspunkt im Süden statt, der die schnellste Passage des Hochs ermöglicht.

Sehr wahrscheinlich ist, dass gerade die Entscheidung über den Etappensieg fällt. Mapfre und SCA versuchen am Ende des Feldes noch einen letzten verzeifelten Angriff, wie es scheint und versuchen, eine extreme Westposition zu erreichen. Die ersten drei Boote belauern sich und Dongfeng rauscht Seite an Seite mit Alvimedica wieder an die Spitze heran. Eine spannende Phase.

Spaß mit den Äquator-Täuflingen:

Team SCA Video Blog Tag 16:

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Der Abu Dhabi Vorschiffsmann Luke Parkinson versteckt sich hinter dem Stagsegel bei einen Segelwechsel. © Matt Knighton/Abu Dhabi Ocean Racing

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Peter Wibroe sprüht sich Süßwasser ins Gesicht nach vier Stunden Salzwasserdusche an Deck. © Brian Carlin – Team Vestas Wind

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Harte Bedingungen beim Run gen Süden. Brunel greift Abu Dhabi an. © Stefan Coppers/Team Brunel

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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