Volvo Ocean Race: Zielhafen Scheveningen – Kiel aus dem Rennen – Hongkong wird erwartet

Segel-Party bei den Nachbarn

Das Volvo Ocean Race 2017/18 nimmt Formen an. Zielhafen ist erstmals der Hafen von Scheveningen im holländischen Den Haag. Ein 18-Footer Steuermann will ein neues Team skippern.

Brunel segelt als Etappensieger nach Scheveningen. © Volvo Ocean Race

Brunel segelt als Etappensieger nach Scheveningen. © Volvo Ocean Race

2018 wird in Holland ein großes Segelfest gefeiert, das auch für deutsche Fans erreichbar ist. Das Volvo Ocean Race wird im Hafen von Scheveningen beendet und nicht wie üblich in Göteborg, der Stadt des Haupsponsors.

Damit ernten die Holländer die Früchte ihres erfolgreichen Pit-Stops im vergangenen Jahr, bei dem sie in drei Tagen rund 150.000 Menschen mobilisieren konnten. Die Benennung deutet aber auch darauf hin, dass sich erneut ein niederländisches Team auf die Teilnahme vorbereitet. Zuletzt hatte Bouwe Bekking mit Brunel Rang zwei erreicht.

So hatte es auch Weert Kramer geplant, um mit einem Zielhafen Kiel eine Basis für das  German Ocean Racing Team und die Teilnahme einer deutschen Yacht zu gestalten. Schließlich war die Enttäuschung groß, dass es nicht geklappt hat. Er ärgert sich über die verpasste Chance, gibt aber längst nicht auf. Die finalen Gespräche mit Sponsoren stehen kurz bevor.

Weert Kramer

Weert Kramer, der Initiator des German Ocean Racing Teams mit dem Volvo Ocean Race Sieger Ian Walker.© Kramer

Initiative aus Hong Kong

Der Zielhafen in Holland ist der achte Stopp, der bisher bekannt gegeben wurde.  Bisher auf der Liste stehen: Alicante (Spanien), Auckland (Neuseeland), Cape Town (Südafrika), Cardiff (Wales), Göteborg (Schweden), Lissabon (Portugal) und Newport (USA). Zuletzt wurden elf Häfen angelaufen und es wird erwartet, dass es wieder so kommen wird.

Offen sind die asiatischen Ankünfte. So wird aber erwartet, dass erstmalig Hong Kong eine Rolle spielen könnte. Denn der Australier David Witt gab bekannt, einen Skipper-Vertrag bein einem neuen Syndikat aus Hong Kong unterzeichnet zu haben.

Team Hong Kong Ocean Racing.

Die Facebook Visualisierung des Team Hong Kong Ocean Racing. © THKC Ocean Racing

Witt gehört zu den bestimmenden Figuren des Ragamuffin Projekts, dessen Inhaber Syd Fischer Anfang des Monats auf seinem 89. Geburtstag bekannt gegeben hat, sich nach mehr als 60 Jahren aus dem Sport zurückzuziehen. Sein 100 Fußer hatte zuletzt beim Sydney-Hobart-Race mit Witt einen spektakulären zweiten Platz eingefahren, als er kurz vor dem Ziel “Rambler” überholte.

David Witt Hong Kong

David Witt (l.) soll einen Volvo Ocean Racer für Hong Kong um die Welt skippern. © Ragamuffin

Ansonsten ist aber noch nicht viel bekannt über potenzielle Teilnehmer am nächsten Volvo Ocean Race. Gerüchte ranken sich auch um den Nachfolger vom zurückgetretenen Chef Knut Frostad. So werden dem Briten Mark Turner gute Chancen zugerechnet, der den Erfolg von Ellen Mac Arthur managte und auch die Extreme Sailing Series aufbaute.

 

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Carsten Kemmling

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