Volvo Ocean Race: Peinlicher Aussetzer von Abu Dhabi – Unsäglicher Flautenpoker

Topfschlagen

Live Replay Start 6. Etappe (Startphase: 18:00)

Segeln kann eine echte Quälerei sein. So wie das Volvo Ocean Race am Wochenende der Weltöffentlichkeit den Sport nahe gebracht hat, muss er abstoßend wirken.

Start zur sechsten von neun Etappen. © Ainhoa Sanchez / Volvo Ocean Race

Start zur sechsten von neun Etappen. © Ainhoa Sanchez / Volvo Ocean Race

Es ist einfach ein Grauen, wenn der Wind nicht mitspielt und dieOrganisatoren auf die Kraft des Live-Segelsports gesetzt haben, indem sie TV- und Sponsoren-Verpflichtungen eingegangen sind.

Aber so brutal, wie die Veranstalter das Programm am Wochenende durchgezogen haben, war es schon lange nicht mehr. Bei absoluter Totenflaute zogen sie erst das In-Port-Race durch, am Sonntag war es beim Start zur sechsten Etappe dann genau so.

Peinlicher Fehler. Abu Dhabi af dem Weg zurück zur Startlinie.

Peinlicher Fehler. Abu Dhabi af dem Weg zurück zur Startlinie.

Mit flappenden Segeln trieben die Yachten, die wir noch vor wenigen Wochen beim Power Reach vor Kap Hoorn bewundert haben, über den still und starr ruhenden Parcours.

Die Ergebnisse spielen bei diesem Topfschlagen keine Rolle. Bouwe Bekking konnte zwar mal wieder punkten für Brunel und erklärte ernsthaft, ohne mit der Wimper zu zucken, dass sein Schiff bei wenig Wind einen “guten Speed” aufweisen würde. Dabei trieb er auf dem letzten Schenkel glücklich auf der linken Seite an Abu Dhabi vorbei.

Es dauert ewig, bis Ian Walker zur Linie zurück treibt, nachdem er von der leichtern Strömung am Startschiff vorbei getrieben war.

Es dauert ewig, bis Ian Walker zur Linie zurück treibt, nachdem er von der leichtern Strömung am Startschiff vorbei getrieben war.

Aber auch bei diesem Wind zählen die Punkte genauso viel, wie bei Starkwind, und niemand kann auch ein solches Inport Race nicht auf die leichte Schulter nehmen. Brunel hatte sich mit einem guten Start alle Chancen auf ein gutes Ergebnis erarbeitet und führt jetzt die Inport-Wertung sogar an. Sie wird als Tie Breaker genutzt und kann bei dem engen Gesamtpunktestand noch eine große Bedeutung bekommen.

Einen Tag später beim Etappenstart auf dem Weg nach Newport waren die Bedingungen keinen Deut besser. Besonders peinlich verlief der Auftakt für das in der Gesamtwertung führende Abu Dhabi Team. Ian Walker wurde mit der leichten Strömung in Luv am Startschiff vorbei getrieben, musste Mapfre noch ausweichen und schaffte es lange nicht mehr zur Linie zurückzukehren.

So macht sich das Feld auf nach Newport-. © Ainhoa Sanchez / Volvo Ocean Race

So macht sich das Feld auf nach Newport-. © Ainhoa Sanchez / Volvo Ocean Race

Inzwischen hat er den Rückstand aber wieder einigermaßen aufgeholt, liegt aber schon fast zwei Meilen hinter der führenden Mapfre. Brunel ist als letztes Boot noch gar nicht in Schwung gekommen. 5010 Meilen liegen vor der Flotte. Es geht in die entscheidende Phase.

 

 

Replay Inportrace (Startphase ab 28:00):

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.

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Ein Kommentar „Volvo Ocean Race: Peinlicher Aussetzer von Abu Dhabi – Unsäglicher Flautenpoker“

  1. avatar Friedrich sagt:

    oooch, so schlimm war es nun auch nicht. Tofschlagen-Bedingungen gehören nun mal zu unserem Sport!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 0

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