Volvo Ocean Race: Spanien mit Iker Martinez und Xabi Fernandez

Zurück auf die Siegerstraße

Das Volvo Ocean Race hat seinen sechste Meldung. Die 49er Olympiasieger Iker Martinez und Xabi Fernandez wollen die Scharte vom vergangenen Rennen auswetzen.

martinez fernandez

Die 49er Olympiasieger Iker Martinez und Xabi Fernandez segeln wieder um die Welt. © Marc Bow/Volvo Ocean Race

Das Volvo Ocen Race drohte mit nur fünf Yachten am Start zu einem großen Misserfolg zu werden. Die Absage vom Team New Zealand setzte die Organisatoren schwer unter Druck. Da kommt die Meldung der Spanier unter der Führung von Pedro Campos gerade noch rechtzeitig.

Campos war eigentlich schon von der Liste gestrichen worden, nachdem er alleine nicht das nötige Budget zusammenbringen konnte. Ein Joint Venture mit den Kiwis sollte das Projekt retten, es funktionierte aber nicht. So ist es nun schon eine Überraschung, dass er nun doch das nötige Geld besorgt hat.

Woher es kommt, ist noch nicht klar. Campos will die Sponsoren in den nächsten Wochen bekannt geben. Das Team hat den neuen Volvo Ocean 65 aber schon in Southampton übernommen.

Wettlauf mit der Zeit

Nun beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Die gegnerischen Teams trainieren schon und Martinez/Fernandez müssen erst noch ein Team zusammenstellen. Allerdings dürften die Spanier von ihrer Erfahrung zehren. Und sie werden alles dafür geben, um endlich wieder auf die Siegerstraße zu kommen.

Denn die Spanier Iker Martinez und Xabi Fernandez waren auf der absoluten Spitze des Segelsports angekommen. Man konnte sie als die besten Segler der Welt bezeichnen. 2004 holten sie Olympia Gold im 49er, vier Jahre später Silber in Qingdao.

Dann stiegen sie in die Offshore Szene ein und wurden auf Anhieb Zweite beim Barcelona World Race 2011. Prompt durften sie mit Telefonica beim Volvo Ocean Race starten und führten das Feld lange Zeit an. Dem Duo schien alles zu gelingen, was es nur anfasste.

Der Abstieg

Aber dann begann der Abstieg. Das Volvo Ocean Race ging auf dramatische Weise verloren. Die Spanier fielen auf den vierten Platz zurück. Sie versuchten noch, sich im Schnellverfahren für die Olympischen Spiele im 49er fit zu machen, erreichten als zwölfte aber nicht einmal das Medalrace.

Kurz danach im August 2012 holte das Luna Rossa America’s Cup Team Martinez und Fernandez ins Team. Fernandez segelte schließlich vor San Francisco auf dem fliegen Luna Rossa Kat aber zum aktuellen Team gehört er nicht mehr. Und für Martinez kam es noch dicker. Ende Januar 2013 trennten sich die Italiener von ihm.

Diese späte Meldung für das Volvo Ocean Race gewährleistet sicher nur eine suboptimale Vorbereitung. Besonders bei den neuen 65 Fuß Einheitsyachten wird das Training eine große Rolle spielen. Man kann sich nicht auf die Leistung eines überlegenen Designs verlassen.

Wenn die Spanier allerdings einen Großteil ihres alten Telefonica Teams auf das Boot bringen, könnte es ihnen gelingen, relativ schnell ein siegfähiges Team zu bilden. Da fehlen bei der Konkurrenz viele große Namen.

Die bisher gemeldeten Teilnehmer: Team SCA, Abu Dhabi Ocean Racing, Dongfeng Race Team, Team Brunel, Team Alvimedica

Volvo Ocean Race

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Carsten Kemmling

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