Volvo Ocean Race: Nächste Herausforderung für Tuke und Burling – Einmal um die Welt

Kiwi-Stars auf Abwegen

Während die Segelwelt gebannt darauf wartet, was sich die Neuseeländer für den nächsten America’s Cup ausdenken, suchen ihre größten Stars schon das nächste Abenteuer. Der New Zealand Herald vermeldet, dass Blair Tuke, Foil-Trimmer und 49er-Olympiasieger-Vorschoter, beim Volvo Ocean Race an den Start gehen wird.

Er habe bei einem Team unterschrieben, das aber noch nicht genannt werden will. Damit könnte Tuke das Triple gewinnen (AC, Olympia, Volvo), was bisher noch keinem Segler gelungen ist.

Peter Burling

Peter Burling mit seinem Wingman und 49er-Vorschoter Blair Tuke. © ACEA 2017 / Photo Ricardo Pinto

Ähnliche Pläne sollen auch Steuermann Peter Burling umtreiben. Ursprünglich hätten die Kiwis ein eigenes Projekt stemmen sollen und Volvo Ocean Race Chef Mark Turner bearbeitete Grant Dalton in Bermuda. Aber schließlich habe doch die Zeit und das Budget für eine seriöse Vorbereitung gefehlt. So scheint sich nun auch Burling nach einem Job bei einem anderen Volvo-Ocean-Race-Team umzusehen.

So weit hergeholt, wie das Ansinnen auf den ersten Blick scheint, ist es nicht. Die professionelle Segelwelt ist längst zusammengerückt. Die olympischen Klein-Kurs und High-Speed-Spezialisten zeigen ihren Wert längst auch auf hoher See.

Schon 2011-12 bastelte das Team New Zealand eine Kooperation mit dem spanischen Sponsor Camper. Und der ehemalige 49er Weltmeister Chris Nicholson skipperte das Team hinter Groupama auf Rang zwei. Mit dabei war auch Match-Race-Weltmeister Adam Minoprio, der beim 35. America’s Cup in Diensten der Franzosen stand.

Camper hebt ab und war auf harten Vorwindgängen schnell. Bei spitzeren Winkeln läuft es aber gar nicht. © PAUL TODD/Volvo Ocean Race

Einen Abstecher in die Hochsee-Welt haben auch die spanischen 49er-Weltmeister Iker Martinez und Xabier Fernandez unternommen. Sie segelten beim Barcelona World Race auf Rang zwei und führten zwei Volvo-Ocean-Race-Projekte. Fernandez skippert 2017 nach seinem Dienst beim America’s Cup Team Land Rover BAR erstmals ein eigenes Team (Mapfre) beim Volvo um die Welt.

Auch Franck Cammas ist ein Beispiel für das Zusammenwachsen der Disziplinen. Der Langstrecken-Weltrekordler und Volvo-Ocean-Race-Sieger segelte America’s Cup in Bermuda und peilt wohl eine neue Nacra 17 Olympiakampagne an.

Bisher sind beim Volvo Ocean Race sieben Teams gemeldet, ein achtes wird noch erwartet. Der Start erfolgt am 22 Oktober in Alicante.

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Carsten Kemmling

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