Weltcup Miami: Mathew Belchers 470er Siegesserie ist gerissen

Gejagt und gestellt

Der australische ISAF Weltsegler des Jahres Mathew Belcher ist nach seiner unglaublichen Serie von 18 Siegen in Folge im 470er – 11 mit Vorschoter Will Ryan – beim Miami Weltcup geschlagen worden.

Belcher

Die Meute jagt Matthew Belcher und seine Siegesserie. Sie hat ihn gestellt. © Walter Cooper

Daran sollten sich die Bayern einmal ein Beispiel nehmen. 470er Olympiasieger Mathew Belcher hat ungewohnte Schwächen gezeigt und ist suboptimal in die neue Saison gestartet. Beim ersten Weltcup 2014 in Miami muss der Australier mit seinem Vorschoter Will Ryan erstmals seit November 2011 mit einem zweiten Rang vorlieb nehmen.

Bei extrem leichten Winden, die nur sechs von geplanten zehn Rennen vor dem Medalrace zuließen, lag das australische Duo schließlich neun Punkte hinter den Franzosen Sofian Bouvet und Jeremie Mion. Die Junioren Weltmeister von 2010 und WM Achten 2018 siegten dreimal.

Belcher/Ryan sicherten sich nach Platz zwei im Medalrace nur knapp und punktgleich den Gesamtrang drei vor den Amerikanern Mcnay/Hughes. “Die Franzosen und Amerikaner segelten eine sehr starke Regatta”, sagt Matt Belcher.

“Bei schwierigen, drehenden Leichtwind-Bedingungen und flachem Wasser gab es keine Speed-Unterschiede. Sie trafen häufig die bessere Entscheidung. Und die Qualität der Flotte war phänomenal. Fast alle Teams aus den Top 15 waren hier. Aber es war sehr wichtig, hier zu sein. Die Bedingungen in Rio werden wohl ähnlich werden.”

Zufrieden mit Platz elf treten auch die Authenrieth Brüder die Heimfahrt an. „Das war unser bestes Ergebnis bis jetzt bei so einem stark besetzten Feld“, erklärt Steuermann Julian Autenrieth (21), der ehemalige Optimist Weltmeister. “Wir sehen, dass sich die Arbeit über den Winter bezahlt macht.” Olampionike Ferdinand Gerz segelte mit Oliver Szymanski auf Rang 18 im 29 Boote Feld.

Spannend hätte aus deutscher Sicht noch die Regatta der Laserflotte werden können, wo Philipp Buhl gegen die besten der Welt antreten wollte. Aber der Bronze-Gewinner der vergangenen WM musste mit Rückenproblemen passen. Er musste zusehen, wie der kroatische Olympia Vierte Tonci Stipanović dem Weltmeister Robert Scheidt eine knappe Niederlage in der 90 Boote Flotte beibrachte.

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Carsten Kemmling

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