Weltsegelverband ISAF: Weltcup ab sofort mit Final-Regatta

"Grand Final" für die 20 Besten

Weltcup im frischen Wind © Martinez/P.Sofia

Weltcup im frischen Wind © Martinez/P.Sofia

Der Weltsegelverband ISAF kämpft weiter um Anerkennung und Bedeutung seines Weltcups. Die Regattaserie, die bislang unter den internationalen Spitzenteams kaum Beachtung fand, soll ab sofort mit einem Großen Finale (Grand Final) aufgewertet werden. Der neue, viertägige Event findet erstmals im Dezember dieses Jahres im Mittleren Osten statt, vermutlich im Oman oder Abu Dhabi. Teilnehmen dürfen die besten 20 Crews jeder Olympischen Bootsklasse.

Noch ist erst grob umrissen, wie sich die Funktionäre den neuen Saisonhöhepunkt vorstellen. Dass das Konzept des Weltcups sogar für die laufende Saison geändert wird, zeigt allein jedoch, wie unzufrieden die ISAF mit dem Status Quo sein muss. ISAF-Content-Menu-Lock-Up-LogoPreisgelder in noch nicht genannter Höhe und „Transportunterstützung“, wohl in erster Linie für die Boote, sollen die Seglerinnen und Segler zum Finale locken.

„Finanzierung kritisch prüfen“

2015 ist das Finale im Oktober geplant. Das könnte auch in Deutschland stattfinden. „Natürlich ist eine Austragung interessant für Kiel“, sagt Nikolaus Rickers, Geschäftsführer von Point of Sailing, der Vermarktungsagentur der Kieler Yacht-Clubs nicht nur für die Kieler Woche. Die war nach der vorigen Weltcup-Reform aus der Serie herausgefallen, darum aber nicht unglücklich. Rickers: „Sobald genauer feststeht, was von den Organisatoren erwartet wird, werden wir die Finanzierungsmöglichkeiten kritisch prüfen.“ Gegebenenfalls müssten Stadt, Land und Bund mit in die Pflicht genommen werden.

Die größten, internationalen Regattafelder? © Könitzer

Die größten, internationalen Regattafelder? © Könitzer

Dieses Jahr sollen die Finalisten aus den Ergebnissen der gebündelten ISAF-Weltmeisterschaften aller Olympischen Klassen im September im spanischen Santander und der Weltrangliste rekrutiert werden. Außerdem erhält die beste Mannschaft jedes Kontinents bei der letzten Weltcup-Regatta im Oktober in Qingdao/China ein Ticket.

Laufende Weltcup-Rennen bedeutungslos?

Was mit den Weltcups zuvor in punkto Finale passiert, ist unklar. Nach Melbourne/Australien und Miami/USA im Winter, wo kaum deutsche und europäische Aktive dabei waren, läuft derzeit in Palma de Mallorca die dritte von fünf Regatten dieser Saison. Es folgt noch Hyères/Frankreich im April, die offenbar bei der Qualifikation für die Premiere des Grand Final keine Rolle spielen.

Auch paralympische Klassen bleiben "drin" © renedo/P.Sofia

Werden auch paralympische Klassen integriert? © renedo/P.Sofia

Im kommenden Jahr qualifizieren sich fürs Finale
– die Sieger aller Weltcup-Regatten
– die beste Crew eines Kontinents bei ihrem „Heim“-Weltcup
– die Medaillengewinner der Weltmeisterschaften
– die Top-Sechs der Weltrangliste
sowie von der ISAF vergebene Wild Cards-Inhaber.

Kiten drin, paralympische Klassen offen

In den Segel-Weltcup aufgenommen wird auch das Kiten, das nach einer Achterbahnfahrt der ISAF für 2016 in Rio de Janeiro/Brasilien nicht zum Olympischen Programm gehört. Wie die drei paralympischen Bootsklassen integriert werden können und sollen, ist derzeit noch offen und wird von den Spitzenverbänden diskutiert.

Wenn die internationalen Spitzensegler aufeinander treffen, ist Action garantiert © martinez/p.sofia

Wenn die internationalen Spitzensegler aufeinander treffen, ist Action garantiert © martinez/p.sofia

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