Weymouth Weltcup: Deutsche Flotte hält vier Top Ten Plätze in Olympiaklassen

Traum in gelb

Seltenes Bild. Deutscher Segler im Gelben Trikot. Franziska Goltz glitschte am zweiten Tag als Führende über den Parcours, fiel aber bei Starkwind zurück. © Marina Könitzer

Das Olympiarevier vor dem britischen Weymouth zeigte am zweiten Tag der Skandia Sail for Gold Regatta ein neues seiner vielen Gesichter. Brachiale Brecher verteilten sich auf dem strömungsreichen Parcours. Die Bedingungen waren so extrem, die Wellen so steil, dass die 49er teilweise nicht mehr vor dem Wind segeln konnten.

Dennoch kamen gerade die deutschen Skiff Piloten gut mit der Wetterveränderung zurecht. Briesenick-Pudenz/Massmann schoben sich nach sechs Rennen auf Rang neun vor und Schadewaldt/Baumann liegen auf Rang elf. Dabei riss den Kielern im letzten Rennen das Trapez, so dass sie das Ergebnis als Streichresultat einbringen. Das Duell der beiden deutschen Top-Mannschaften dürfte noch für einige Spannung sorgen.

Gute Leistungen zeigte auch wieder die Laser-Truppe vom Audi Sailing Team Germany bei dem starken Wind. Marina Könitzer, die vor Ort für SR fotografiert, berichtet am Abend: „Die LaserSegler sind eben erst rein – total erfroren, erschöpft und mit knallroten Augen. Simon sagt “Es hätte besser sein können”. Philipp Buhl meint, eigentlich ganz gut.“

Das heißt, Grotelüschen ist bei seinen Paradebedingungen mit 11 und 10 nicht zu frieden liegt aber auf einem guten siebten Platz. Buhl holte mit 2 und 8 bis auf Rang 16 auf. Im vierten Rennen musste er zwei Strafkreise wegen Pumpens (Regel 42) absolvieren und steht nun unter Druck. Die nächste Regelverletzung zieht ein DNF nach sich. Buhl liegt einen Platz vor Malte Kamrath, der auch bei Starkwind eine 4 und 7 ablieferte.

Exzellent liegen Kathrin Kadelbach und Frederike Belcher platziert auf Rang sieben nach jetzt schon zwei zweiten Plätzen. Ihre nächsten nationalen Gegner Tina Lutz und Susann Beucke fielen auf Platz 19 zurück.

Bei den Männern sind Morten Bogacki und Jens Steinborn für die interne Olympiaqualifikation auf Platz 21 am besten platziert. Favorit Zellmer ist auf Rang 27 zurückgefallen.

Laser Radial Seglerin Franziska Goltz, die nach dem ersten Leichtwind überraschend geführt hatte, ist aus ihrem Traum in gelb vorerst aufgewacht. Sie startete mit dem Gelben Trikot der Nummer eins ließ bei dem stärkeren Wind aber Federn und ist jetzt 14.

Das Match Race Team um Steuerfrau Silke Hahlbrock verpasste die direkte Qualifikation für die nächste Runde auf Platz vier in ihrer Gruppe. Sie liegt nach vier Siegen und drei Niederlagen punktgleich mit der Dänin Meldegaard (3.) und muss nun in die Hoffnungsrunde.

Hervorragend kommt Surfer Toni Wilhelm mit dem Ballermann zurecht. Er verholte sich nach zwei dritten Rängen zurück unter die Top Ten (9.). Moana Delle hält bei den Frauen den Anschluss (11.).

Bei der spannenden deutschen Starboot-Ausscheidung haben Robert Stanjek und Frithjof Kleen nach drei Rennen gute Karten als 13. Schlonski/Bohn sind 20., Polgar/Koy 24. und Babendererde/Jacobs 31.

Bei den Finns liegt Star-Rückkehrer Mathias Miller erstmalig vor dem Favoriten Jan Kurfeld auf Platz 28. Aber um Punkte für die Qualifikation zu holen, müssen sie unter die Top 20 segeln.

Bei den Paralympics-Klassen liegt Heiko Kröger im Feld der 35 2.5 auf Platz fünf. Könitzer berichtet: „Heiko hatte 2 Proteste laufen. Einen hat er ganz klar gewonnen, bei dem anderen gegen ihm weiß ich’s

noch nicht. Die Jury hat mehrere Stunden verhandelt und überlegt – der arme Kerl ist ganz genervt.“ Newcomer Lasse Klötzig rangiert auf Rang neun.

Bei den elf Sonars kommt Pralympics-Sieger (08) Jens Kroker nur schwer in Fahrt. Gerade einmal zwei Schiffe liegen noch hinter ihm.

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Carsten Kemmling

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