World Match Race Tour: Vollkontakt-Videos bei Canfields WM-Sieg in Malaysia

Duell-Champions

Höhepunkte vom Finale:

Taylor Canfield von den US Virgin Islands hat mit seinen vier Teammitgliedern aus Amerika und Neuseeland die Weltmeisterschaft-Serie im Match Race gewonnen. Der 24-Jährige profitierte in Malysia von der Finalniederlage des Titelverteidigers Ian Williams.

Match Race

Enge Vorstart-Manöver dierekt am Steg des Clubhauses in Malaysia. © AMWRT/onEdition

Canfield war im Halbfinale gegen den Neuseeländer Phil Robertson (26) mit 1:3 ausgeschieden und hatte das vierte Rennen nur mit einem Rückstand von 15 Zentimetern verloren. Robertson, der auch in der Extreme Sailing Series Katamaran segelt, traf dann im Finale auf den Briten Ian Williams, der mit seinem GAC Pindar Team in der Gesamtwertung der sechsteiligen WM-Serie gleichauf mit Canfield lag. Williams hätte ein Sieg auch den fünften WM Titel beschert.

Match Race

Taylor Canfield (oben) und Rod Dawson (vorne) jubeln mit ihrem Team vom Balkon aus über des Gegners Final Niederlage, der ihnen den WM-Titel beschert. © AMWRT/onEdition

Aber der 36-Jährige Match Race Veteran ging mit seinem US-Taktiker Bill Hardesty, der als einer der besten US-Segler übehaupt gilt, mit 0:3 unter. Canfield musste sich das Drama tatenlos vom Balkon des Klubhauses in Kuala Terengganu ansehen. Umso lautstärker fiel der Jubel aus.

Der WM-Titel folgt einem unglaublich rasanten Aufstieg des jungen Canfield in der Match Race Szene. Großen Anteil daran hat sein auf den Tag genau 20 Jahre älterer Taktiker Rod Dawson. Der Neuseeländer hat schon drei WM Titel mit Peter Gilmour gewonnen und war 2007 Mitglied im BMW Oracle America’s Cup Team.

Match Race

Meistermacher Robertson auf den Schultern des Canfield Teams. © AMWRT/onEdition

Canfield gewann in der Saison insgesamt 172.000 Euro Preisgeld, bei Williams waren es 200.000 Euro und der insgesamt drittplatzierte Robertson verdiente mit dem 100.000 Dollar Scheck beim höchstdotierten Event von Malaysia insgesamt mit 263.000 Euro das meiste Geld auf der Match Race Tour.

Ergebnisse Monsoon Cup

World Match Race Tour Eventseite

 

Die folgenden Videos zeigen Szenen, bei denen das führende Boot versucht, eine Strafe zu egalisieren, die während des Rennens von den Schiedsrichtern ausgesprochen wurde. Wenn der Vorsprung auf dem letzten Vorwindkurs nicht ausreicht, um den Strafkreis kurz vor der Ziellinie zu drehen bremst das führende Team ab und versucht den Gegner in eine Position zu locken, aus der er hochgeluvt werden kann. Im Idealfall stehen beide Boote im Wind und der Gegner rutscht so weit vor, dass das bestrafte Team mit seinem Bug hinter dem Heck durchschwingen kann und eine Wende absolviert. Damit wäre der Penalty absolviert. Eine andere Gefahr für das Boot achteraus ist der Drift von Luv auf das Leeboot. Dann bekäme es selber eine Strafe aufgebrummt, die den Penalty des führenden Bootes ausgleicht.

Canfield verliert das Halbfinale mit 15 Zentimetern Rückstand:

Enger Vorstart direkt vor dem Steg:

Francesco Bruni versucht, einen Penalty kurz vor dem Ziel loszuwerden, stellt sich in den Wind und blockiert den Gegner.

Björn Hansen gegen Mathieu Richard:

Ian Williams im engen Vorstart gegen Bruni:

Match Race

Das Canfield Team triumphiert vor den Williams- (l.) und Robertson-Mannen. © AMWRT/onEdition

 

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden
https://northsails.com/sailing/de/

3 Kommentare zu „World Match Race Tour: Vollkontakt-Videos bei Canfields WM-Sieg in Malaysia“

  1. Vielen Dank für das Zusammenstellen der Videos, ein bisschen beruhigt es ja, dass den Profis der ” Mark-Trap” auch nicht immer gelingt.

    Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 1

  2. avatar andreas borrink sagt:

    Die Finalrennen waren mit das spannendste, was ich seit langem gesehen habe.

    Unglaublich, wie aggressiv der Williams segelt. – zu aggressiv. Der coole Kiwi war ruhig, man hatte den Eindruck, dass ihn das ewige “tacking boat”-Geschrei von Williams gar nicht interessiert. Ausserdem haben die Jungs deutlich bessere Wenden gefahren und waren auch unter Spi immer einen Tick schneller. Ein toller Sieg – Robertson scheint der kommende Mann im Matchracing zu sein.

    Schade nur, dass das ganze in Malaysia nun auch so niemanden interessiert. Oder hat jemand Zuschauer gesehen? Die haben da wohl andere Probleme……

    Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 0

  3. avatar Hans sagt:

    Ich hoffe ja, dass die Konzeptwerft eine separate Matchrace Bundesliga ins leben ruft.

    Like or Dislike: Daumen hoch 1 Daumen runter 1

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *