Extreme Sailing Series Singapur: Paul Campbell James siegt überlegen mit Luna Rossa

Neuer Sieger, gleicher Steuermann

Tatsächlich war es dann auch der zweite Platz, um den am stärksten gekämpft wurde. Vor dem letzten Rennen, für das es doppelte Punkte gab, lagen Leigh McMiIlan und seine Crew von The Wace, Muscat nur einen einzigen Punkt vor Roman Hagaras Red Bull Sailing Team.

Die starken Österreicher hatten die ersten drei Tage von Act 9 in Führung gelegen. Die beiden Teams behakten sich wie in einem echten Match Race, und lagen bei der ersten Wendemarke auf den Plätzen 3 und 4.

Ganz auf ihren Zweikampf konzentriert, ließen sie dann andere Mannschaften passieren. Zu diesen zählte Dean Barkers Emirates Team New Zealand, die Zweite wurden. McMillan und Hagara verpassten das Zeitlimit und bekamen damit null Punkte gutgeschrieben.

Zehn Teams sorgten in Singapur für enge Rennen. © Lloyd Images

The Wave, Muscat und Emirates Team New Zealand lagen somit mit derselben Punktzahl gleichauf. Den Ausschlag zugunsten von The Wave, Muscat gab schließlich die höhere Anzahl von Siegen. „Nach einer Reihe schlechter Events war dies ein ziemlich dramatisches Finnish für uns“, sagte Skipper Leigh McMilan, „es ist großartig, wieder einmal auf dem Podest zu stehen und die Saison so ausklingen zu lassen.“

Dean Barkers Ergebnis im letzten Rennen sicherte den Kiwis auch den dritten Platz in der Gesamtwertung 2011 vor The Wave, Muscat. „Das war ein anspruchsvolles Event. Luna Rossa hat allen gezeigt, wie man bei diesen Bedingungen segelt. Der Kampf um die weiteren Plätze auf dem Siegerpodest war sehr eng“, sagte Barker.

„Wir sind gut in das Jahr gestartet, führten nach vier Events, in der Jahresmitte lief es dann nicht mehr so gut. Uns war klar, dass wir hier bestenfalls den dritten Platz schaffen könnten, und das haben wir auch erreicht.“ Für Roman Hagaras Team bedeutete dies, dass sich seine Hoffnungen auf einen Platz auf dem Siegertreppchen in Singapur nicht erfüllten.

Dean Barker griff seit einer längeren America's Cup Pause mit seinem Team New Zealand in die Extreme Sailing Series ein und hatte auch als Dritter seinen Spaß. © Lloyd Images

Nach 301 Rennen an neun Austragungsorten rund um den Globus ist damit die fünfte Saison der Extreme Sailing Series, die im Februar in Muskat, Oman, begann, beendet. Diese professionelle Rennserie hat die Segelwelt verändert. 287.000 Zuschauer strömten zu den Regatten mit ihren kurzen Wettfahrten im „Stadion-Stil“.

Sie erlebten die ganze Palette von Segel-Formaten, vom Massenstart-Rennen bis zum Match Race. Das hohe Niveau aller Teams garantierte Spannung bis zuletzt. Neun Events sahen sechs unterschiedliche Sieger, und, mit einer einzigen Ausnahme, wurden alle Events erst im letzten Rennen des letzten Tages entschieden.

Elf internationale Top-Team nahmen 2011 teil. Viele der besten Segler der Welt waren dabei. Hinzu kamen per „Wild Card“ das Team Aberdeen Asset Management (Cowes) sowie Team TILT (Almeria und Singapur). Das unterhaltsame Begleitprogramm machte 2011 noch einmal einen großen Schritt nach vorne.

An den Publikums-Tagen gab es abwechslungsreiche Darbietungen, wie etwa Rennen der olympischen 49er-Klasse, Vorführungen der Moth-Klasse, die NeilPryde Windsurfing Series sowie Opti-Rennen für Kinder. Im Race Village wurde zudem ein Unterhaltungsprogramm für Familien geboten, mit Kinderspielen, Tanz und Musik.

Das erstklassige VIP-Programm der Extreme Sailing Series mit seinen einzigartigen Mitsegel-Gelegenheiten auf den Rennkatamaranen stach gleichfalls heraus. Die 2011er-Wettfahrtserie wird darüber hinaus, trotz leichter Wind bei den letzten Acts, als die Saison mit den meisten Crashs und Kenterungen in die Geschichte eingehen.

Der Rennkalender für 2012 wird am kommenden Dienstag (13.12.) am Eröffnungstag des World Yacht Racing Foums in Estoril bekanntgegeben.
 
2011 – die wichtigsten Zahlen

  • 9 Acts
  • 3 Kontinente
  • 301 Rennen
  • 11 Teams / 2 Wild Cards
  • 6 unterschiedliche Act-Sieger
  • 287.000 Zuschauer
  • 5 Kenterungen (und viele Zusammenstöße!)
  • 15 Nationen
  • 42 TV-Stationen
  • mehr als 1 Million YouTube-Zuschauer

 
Extreme Sailing Series Act 9 Finale, Singapur, Wertung nach 35 Rennen (11.12.11)

Rang / Team / Punkte

1. Luna Rossa (ITA), Max Sirena / Paul Campbell-James / Alister Richardson / Manuel Modena 260 Punkte
2. The Wave, Muscat (OMA), Leigh McMillan / Kyle Langford / Nick Hutton / Khamis Al Anbouri 215 Punkte
3. Emirates Team New Zealand (NZL), Dean Barker / Glenn Ashby / James Dagg / Jeremy Lomas 215 Punkte
4. Red Bull Extreme Sailing (AUT), Roman Hagara / Hans Peter Steinacher / Matt Adams / Craig Monk 214 Punkte
5. Alinghi (SUI), Tanguy Cariou / Yann Guichard / Nils Frei / Yves Detrey 206.5 Punkte
6. Oman Air (OMA), Chris Draper / Kinley Fowler / David Carr / Nasser Al Mashari 205 Punkte
7. Groupe Edmond de Rothschild (FRA), Pierre Pennec / Christophe Espagnon / Thierry Fouchier / Hervé Cunningham 179 Punkte
8. Team GAC Pindar (GBR), Ian Williams / Mark Bulkeley / Andrew Walsh / Matt Cornwell 167 Punkte
9. Team TILT (SUI), Alex Schneiter / Charles Favre / Arnaud Psarofaghis / Nicolas Heintz 156 Punkte
10. Team Extreme – the first club™ (FRA), Sébastien Col / Jean-Christophe Mourniac / Franck Citeau / Christophe André 150 Punkte

 
Extreme Sailing Series 2011
Gesamtwertung der 2011 Championship, Endergebnis nach 9 Acts

Rang / Team / Punkte

1st Luna Rossa 80 Punkte
2nd Groupe Edmond de Rothschild 73 Punkte
3rd Emirates Team New Zealand 69 Punkte
4th The Wave, Muscat 67 Punkte
5th Alinghi 66 Punkte
6th Red Bull Extreme Sailing 61 Punkte
7th Oman Air 53 Punkte
8th Artemis Racing 48 Punkte
9th Team GAC Pindar 33 Punkte
10th Team Extreme 22 Punkte
11th Niceforyou 17 Punkte

 

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