Extreme Sailing Series Trapani: Ben Ainslie mit Bronze, Oman Team Kollege McMillan siegt

Grandioses Debut vom Übersegler

Luna Rossa mit Paul Campbell James am Steuer liegt in der Gesamtserie mit einem Punkt Vorsprung in Führung. © Lloyd Images

Groupe Edmond de Rothschild kam erst in der zweiten Wochenhälfte richtig in Schwung. „Ich bin glücklich, es lief besser als in Cowes, wir haben gute Arbeit geleistet. Wir müssen aber noch besser werden“, sagte Bugmann Hervé Cunningham. „Es wäre für uns viel einfacher, wenn wir mal stark starten würden und dann die Spitze verteidigen könnten. Dazu sind wir augenblicklich aber nicht in der Lage.

Wir sind aber sehr glücklich, dass wir uns noch auf Platz zwei vorarbeiten konnten. Wir haben uns heute Morgen nicht unter Druck gesetzt. Wir nahmen uns vor, unseren Plan durchzuziehen, uns auf uns zu konzentrieren und dann zu sehen, wie es läuft. Und es lief gut! Das Niveau in der Flotte steigt weiter und wir müssen uns fokussieren und daran arbeiten, noch besser zu segeln.“

Ben Ainslie am Steuer von Oman Air bewies abermals, wie schnell er sich mit diesen Booten angefreundet hat und zeigte den ganzen Nachmittag über starke Leistungen. Die einzige Panne seines Teams war ein schlechter Start im Finale. „Es hat mir wirklich Spaß gemacht“, sagte Ainslie. „Wir müssen noch in vielen Dingen besser werden und ich beginne erst, mich zurecht zu finden. Aber die Jungs sind fantastisch und haben mir den Rücken freigehalten. Bei meinem Debüt unter den Top 3 zu landen, ist ein tolles Gefühl.“

Das italienische Team Luna Rossa war in Trapani natürlich die Lieblingsmannschaft des Publikums und galt auch vielen Experten als Favorit für den Sieg bei Act 6. Aber für Skipper Max Sirena lief es hier nicht nach Wunsch. „So sind nun mal die Fakten“, sagte ein enttäuschter Sirena.  „Wir müssen jetzt die kommende Woche nutzen, um zu analysieren, was verkehrt gelaufen ist, um das dann abstellen zu können“ – eine recht harsche Selbstkritik, wenn man bedenkt, wie dicht er vor dem letzen Rennen noch vorne dran war.

Die beiden Oman Teams mit jeweils einem Omani in der Crew feiern mit den Franzosen auf dem Podium. © Lloyd Images

In der vorletzten Wettfahrt kollidierte das Schweizer Team Alinghi, das nach den ersten zwei Tagen geführt hatte, nach einer Vorfahrtsverletzung mit Team GAC Pindar, dessen Boot dabei schwer beschädigt wurde und rasch aus dem Wasser gekrant werden musste. Als Wiedergutmachung wurden Tanguy Carious Team die verlorenen Punkte zuerkannt, so dass es den 6. Platz der Gesamtwertung verteidigen konnte.

Die sizilianische Stadt Trapani hat die Extreme Sailing Series das zweite Jahr in Folge mit offenen Armen empfangen. Geschätzte 35.000 Zuschauer verfolgten die Rennen auf dem Wasser.  Das Race Village  mit seinen Live-Acts war an allen Abenden gut gefüllt . Zum Programm gehörte auch die Marinepool-Optimisten-Regatta, bei der Kinder aus der Region um die Wette segeln durften. Zwei olympische 49er-Teams lieferten sich spannende Wettfahrten. Die Gastsegler auf den Extreme 40s, die so genannten fünften Männer, erlebten den Segel-Trip ihres Lebens.

Der nächst Stopp ist jetzt vom 28. September bis zum 2. Oktober Act 7 in Nizza (Frankreich). Artemis Racing wird dann zurückkehren. Und das Team Extreme wird in den Farben Nizzas segeln, mit dem Hochsee-Ass Jean-Pierre Dick am Steuer.

Extreme Sailing Series, Act 6 in Trapani unterstützt von Telecom Italia
Gesamtwertung nach  34 Rennen
Rang / Team / Punkte

1. The Wave, Muscat (OMA), Leigh McMillan / Kyle Langford / Nick Hutton / Khamis Al Anbouri 283 Punkte
2. Groupe Edmond de Rothschild (FRA), Pierre Pennec / Christophe Espagnon / Thierry Fouchier / Hervé Cunningham 274 Punkte
3. Oman Air (OMA), Ben Ainslie / Kinley Fowler / David Carr / Nasser Al Mashari 266.5 Punkte
4. Luna Rossa (ITA), Max Sirena / Paul Campbell-James / Alister Richardson / Manuel Modena 263 Punkte
5. Red Bull Extreme Sailing (AUT), Roman Hagara / Hans Peter Steinacher / Matt Adams / Craig Monk 260 Punkte
6. Alinghi (SUI), Tanguy Cariou / Yann Guichard / Nils Frei / Yves Detrey 256.9 Punkte
7. Emirates Team New Zealand (NZL), Adam Beashel / Jeremy Lomas / Richard Meacham / Rob Waddell 206.5 Punkte
8. Team GAC Pindar (GBR), Ian Williams / Pierluigi De Felice / Andrew Walsh / Ed Smyth 171 Punkte
9. Niceforyou (ITA), Alberto Barovier / Stefano Rizzi / Lorenzo Mazza / Simone de Mari 161 Punkte
10. Team Extreme ‘Sailing Seacily’ (EUR), Sebbe Godefroid / Patrick Demesmaeker / Jan Coppens / Vince Thery 145 Punkte

Extreme Sailing Series 2011
Gesamtwertung nach 6 Acts

Rang / Team / Punkte

1. Luna Rossa 51 Punkte
2. Groupe Edmond de Rothschild 50 Punkte
3. The Wave, Muscat 49 Punkte
4. Emirates Team New Zealand 49 Punkte
5. Red Bull Extreme Sailing 43 Punkte
6. Alinghi 39 Punkte
7. Artemis Racing 38 Punkte
8. Oman Air 31 Punkte
9. Team GAC Pindar 17 Punkte
10. Niceforyou 15 Punkte
11. Team Extreme 13 Punkte

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Carsten Kemmling

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2 Kommentare zu „Extreme Sailing Series Trapani: Ben Ainslie mit Bronze, Oman Team Kollege McMillan siegt“

  1. avatar Andreas Ju sagt:

    Sensationelles Video. Offenbar hat Prada da eine Überlappumg gesehen und Rothschild deswegen die Tür nicht zugeknallt. Knappe Sache aus dieser Perspektive. Anders interpretiert und von Prada voll auf Innenraum gefahren, hätte es wohl wieder einen schönen Crash für die Medien gegeben.

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  2. avatar Lyr sagt:

    Ja das Video ist wirklich genial!
    Aber was ist mit Alinghi los? Die haben schon wieder ein Schiff mit Vorfahrtsverletzung schrottreif gefahren? Die müssen ja langsam als Hasadeure der Flotte gelten und Angst und Schrecken verbreiten … oje

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