Mini Transat: Lina Rixgens kündigt offiziell zweite Kampagne an – 2021 auf Wevo Serien-Scow

„Sympathisches Gesamtprojekt“

Mini Transat, Lina Rixgens

“Vom Mini-Segeln kommt man nie so richtig los!” Lina Rixgens startet ihre zweite Mini Transat Kampagne © rixgens

Sie machte nie einen Hehl daraus, wie wichtig ihr die zwei Jahre Vorbereitung und schließlich die Mini-Transat im Leben waren. Nun setzt Lina Rixgens erneut Akzente: Neues Boot, neue Kampagne – mit bewährtem Sponsor!

„Wer einmal mit dem Mini-Segeln angefangen hat, kann damit nur schlecht wieder aufhören!“ Mit diesem typischen Ministen-Spruch brachte Lina Rixgens die eigentliche Intention hinter ihrer neuen Kampagne telefonisch auf den Punkt. „Ich habe so viel gelernt und erlebt in den zwei Vorbereitungsjahren und schließlich bei der Mini Transat! Davon kommt man nie so richtig los!“ 

Mini Transat, Lina Rixgens

Modellbau in Italien © Cima Boats

Die junge Medizinerin (derzeit in der Abschlussphase ihres Praktikum-Jahres) will 2021 auf einem neuen Boot die Mini Transat wuppen. „Es sollte unbedingt ein Scowbug sein,“ erklärt Lina. „Diesem neue Design wird auch bei den Serien-Mini die Zukunft gehören!“  Unter den derzeit drei möglichen Modellen Maxi, Vector und Wevo entschied sich Lina für das letztgenannte italienische Design. „Maxi schied von vornherein aus: Zu teuer und viel zu lange Wartelisten. Vector und Wevo bin ich dann probegesegelt, wobei mir die Wevo deutlich besser lag. Vector kam mir im Handling zu extrem vor. Zudem passen die Italiener von der Werft Cimaboats bestens in unser Projekt!“ 

Finanziell ermöglicht wird die Kampagne hauptsächlich durch Linas Sponsor alnamic AG, die auch bei Rixgens Premiere schon „im Boot“ waren. Die Neusser sind „Spezialisten für die Einführung anspruchsvoller Software für das clevere Steuern von Unternehmen“ und identifizieren sich vollauf mit Lina Rixgens Leistungen (siehe auch Auszüge aus der PM weiter unten). 

Mini Transat, Lina Rixgens

Ein völlig neues Boot mit Scow-Bug © cima boats

Lina will ihr neues Boot im Mai zu Wasser lassen und gibt mittel- bis langfristig Lorient als Basis an. Im Juni wird sie gemeinsam mit dem deutschen Ministen Hasso Hoffmeister die Mini Fastnet auf der neuen Wevo segeln, kurz darauf das Boot aber schon nach Norddeutschland bringen, wo sie bei der Kieler Woche und der Travemünder Woche die double-handed-Wertung segeln möchte. 

Lina Rixgens gibt sich optimistisch, was das Gesamtprojekt anbelangt: „Klasse Sponsor, tolles Boot, sympathisches Team ergeben ein richtig gutes Gefühl“. 

Auszüge aus der PM ihres Sponsors alnamic:

Mit der Finanzierung ihrer Regatta-Teilnahme, vor allem aber durch die volle Identifikation mit ihrem Engagement unterstützt die Neusser alnamic AG die Kölner Extremsportlerin Lina Rixgens als Hauptsponsor. alnamic ist Spezialist für die Einführung anspruchsvoller Software für das clevere Steuern von Unternehmen. „Uns fasziniert diese Herausforderung, der sich Lina in zwei Jahren wieder stellt! Wir hatten sie bereits 2017 unterstützt, da lief sie als erste deutsche Frau durchs Ziel. Sowas gelingt nur mit einer Eigenschaft, die wir auch hier im Unternehmen pflegen: Leidenschaft.“

Warum das Sponsoring?

Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 100 Mitarbeiter an den drei Standorten Neuss, Balingen und Ulm. Es braucht engagierte Mitarbeiter, und die hat es. Agile betriebswirtschaftliche Standardsoftware, also Programme für Finanzen, Personal, oder Produktionsplanung, bedeuten für ihre Nutzer, aber auch für diejenigen, die sie implementieren, eine enorme Herausforderung.

Lina Rixgens © blondsign/schurr

Sie verlassen gewohnte, herkömmliche Arbeitsumgebungen, müssen ihre Arbeitsweise neuen, dynamischen Software-Bedingungen anpassen, und brauchen die Bereitschaft, sich neuen Terrains zu stellen. Weil die alnamic-Belegschaft genau das kann, lebt und ausbaut, ist das erneute Regatta-Sponsoring nur eine logische Konsequenz. Denn die Transat ist Herausforderung pur.

Wochenlang allein, wie fühlt sich das an?

Einhand, und das bedeutet wirklich tagelanges Allein- und auf sich gestellt-Sein, ist eine hoch komplexe Angelegenheit. Ein Mensch macht alles, solo. Auf hohem Niveau. Denn die Wevo ist kein Ausflugsboot für schönes Wetter, sondern das Zusammenspiel aus modernem Bootsbau, Top-erfahrener Seglerin, und der Fähigkeit, beides richtig zu orchestrieren. Man muss die eigenen Ressourcen und die des Bootes managen, so Lina. Es kommt drauf an, Navigation, Wetter und Trimm während der Fahrt immer optimal zu balancieren. Auch bei 35 ° Celsius und 30 Grad Krängung. „Du bist immer auf der Suche nach dem besten Trimm. Wie ist die Stellung des Bugs zum Wind, wie treffe ich in die Welle, was ist beim erwarteten Wind der beste Kurs?,“ beschreibt Lina ihre Regatta-Erfahrung. Alles Entscheidungen unter Unsicherheit, denn es gibt keine Gleichung, die sich auflösen ließe. Und keine Kommunikation zum Land. Das einmal täglich morgens durchgegebene Wetter – wenn es einen denn über Langwellensender erreicht, kann sich schnell ändern. Dazu die Gefahr von Materialausfällen wegen der extremen Beanspruchung des Bootes. „Ich habe zwar alles an Ersatzteilen dabei, aber die muss ich dann auch einbauen; bei Müdigkeit, bei Schlechtwetter, und während ich um meine Platzierung kämpfe.“ Bei Ihrer 2017er Teilnahme musste sie, zum Glück im Windschatten der Kapverdischen Inseln, den Mast hoch, da sich das Babystag, ein Teil des Riggs, aus seiner Verankerung gelöst hatte.

Aber all das wird auch schon während der Fahrt auf hoher See belohnt: „Der vollkommen klare und durch kein Licht gestörte Sternenhimmel. Wenn Delfine kommen. Oder wenn du einfach die Wellen runtersurfst und es läuft. Und das Ankommen. Das ist nach so einer Fahrt einfach überwältigend!“

Ein Kommentar „Mini Transat: Lina Rixgens kündigt offiziell zweite Kampagne an – 2021 auf Wevo Serien-Scow“

  1. avatar Jan sagt:

    Super Kampagne- Go Lina!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 6 Daumen runter 0

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