Volvo Ocean Race: In-Port-Race startet am Samstag in Alicante. Michael Müller einziger Deutscher

Ausgang ungewiss

Beim ersten Kräftevergleich vor Alicante sah das Telefonica Team mit den 49er Olympiasiegern Martinez/Fernandez sehr gut aus. © Paul Todd/Volvo Ocean Race

Und dennoch könnte diese Auflage des Volvo Ocean Races überaus spannend werden. Denn noch nie war die Vorhersage des Rennsiegers so schwierig. In den vergangenen Jahren gab es jeweils vorher ein dominierendes Team, das dann auch gewonnen hat.

1997–1998 Paul Cayard mit “EF Language”, 2001–2002 John Kostecki mit “Illbruck”, 2005–2006 Mike Sanderson mit “ABN Amro” und schließlich 2008–2009 mit “Ericsson4”. Immer gewannen die Topfavoriten mit dem größten Budget oder der längsten Vorbereitung.

Diesmal ist der Ausgang ungewiss. Die Franzosen mit Franck Cammas waren die ersten und haben wohl bisher das größte Budget investiert. Zum Training vor der Fertigstellung ihrer neuen “Groupama” kauften sie das letztmalige Siegerboot “Ericsson4”. So machen es potenzielle Siegerteams. Und dennoch gelten die Franzosen, die seit 1994 erstmals wieder dabei sind, nicht gerade als Topfavoriten.

Ihr Schiff ist wie das von Telefonica und Puma vom Stardesigner Juan K. gezeichnet worden. Das Team New Zealand mit seinem spanischen Sponsor Camper vertraut dagegen auf den alten Vertrauten Marcelino Botin, und Abu Dhabi segelt mit dem einzigen von Bruce Farr erdachten Design.

Das In-Port-Race wird noch nicht zeigen, welches Team mit welchem Designer das beste Gesamtpaket abgeliefert hat. Die Yachten sind für die entscheidenden Highspeed-Passagen auf hoher See ausgelegt. Aber ein Spektakel wird es allemal. SR berichtet vor Ort aus Alicante.

Segel-Profi Michi Müller hat sich als Puma-Grinder auf Rang zwei des vergangenen Volvo Ocean Races gekämpft. © Sally Collinson/Puma Ocean Racing

Einziger deutscher Teilnehmer ist Michael Müller, der erneut für Puma an den Start gehen wird. Als Mastmann gehört er diesmal schon zu den erfahreneren Profis im Team.

Eventseite

 

 

 

 

avatar

Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
Spenden

10 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: In-Port-Race startet am Samstag in Alicante. Michael Müller einziger Deutscher“

  1. avatar Max sagt:

    Endlich keine blöden bermerkungen von Kurt mehr!!!

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 10 Daumen runter 2

  2. avatar T.K. sagt:

    Huch – Ist schon wieder VOR? – Hab ich was verpassz? Könnte man meinen.

    Erhlich gesagt, Ich bin sehr skeptisch ob diese Veranstultung noch lange überlebt.

    Immer weniger Teilnehmer.

    Eine Route die wieder nicht durch den kompletten Southern Ocean führt.

    “Zumindest” ein Schiff der alten Generation (haha)… Man stelle sich mal vor in der Formel 1 würde jemand mit dem Vorjahresmodell mitfahren…. Das ist nur ein Lückenfüller damits wenigstens 6 Teilnehmer sind

    Zielhäfen die kaum einer kennt (Sanya, Itajai, Galway)

    OK ist sicher mehr eine Promotion Tour für die teilnehmenden Sponsoren.
    Aber es ist defintiv nicht mehr das gute alte VOR – will es sicher auch nicht mehr sein.

    Wir werden dafür dann sicher wieder mit herzkaspermäßig zusammengeschnittenen Filmfetzen “a-la Americascup” unterhalten und finden als alle ganz geil.

    B Ü D D E N I C H T!

    Heisse Debatte. Was meinst du? Daumen hoch 3 Daumen runter 7

    • avatar ger1273 sagt:

      Was hat denn das bitte deiner Meinung für einen Sinn? Wenn ich ein neues Design festlege, dann ist doch damit zu rechnen, dass noch weniger Meldungen sind. Das ist doch für Teilnehmer viel Budgetschonender auf alte etablierte Boote zu setzten, so wie Franc Cammas, der eine gebrauchte VO70 (ex. Erricson soweit ich weiß) kaufte. Und Volvo Ocean Race ist doch kein Vendee Globe. Es wird halt in Etappen gesegelt. Und dann hat es doch auch seinen Sinn in unbekannten Städten wie Sanya Zwischenstopp zu machen, um den Segelsport weiter zu popularisieren. Das mit den Sponsoren mag wohl stimmen, aber wenn die es so wollen, und dann dadurch die Meldezahlen und Sponsoren erhalten bleiben, hat es doch eindeutig große Vorteile.

      Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 1

      • avatar T.K. sagt:

        Franc Cammas Groupama segelt mit einem neuen Boot!
        Lediglich Sanya hat nen alten Dampfer!

        Wer also eine Siegchance haben will muss mit neuem Material antreten.

        Aber die – bislang geringe Attraktivitär für Sponsoren zeigt doch schon, das für manche Teilnehmer extra Stopovers geschaffen wurden.

        Stopover Sanya = Team Sanya
        Stopover Abu Dhabi = Abu Dhabi Ocean Racing….

        So nach dem Motto: Hast Du ein Team bekommst Du einen Promotionstopover

        Wie ich schon schrieb. Es ist eine Promotiontour und für mich kein VOR mehr!

        Like or Dislike: Daumen hoch 1 Daumen runter 3

        • avatar John sagt:

          Profisport ist immer Promotiontour. Gegenbeispiele? Keine…

          Mal halt nur mehr, mal weniger offensichtlich.

          Wenn Du also was gegen Profisport hast, dann musst Du Dich zur Mittwochsregatta an den Baggersee stellen. Und selbst da gibt es kaum eine Crew, die nicht irgendwo ein Logo kleben hat.

          Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 2

    • avatar Marc sagt:

      Klar ist es eine Promotion Tour, oder meinst du die nennen das Rennen aus Langweile Volvo Ocean Race. Nein, weil sie viel Geld dafür bekommen.

      Genauso ist es mit den Teams. Die zahlen viel Geld und wollen dafür natürlich auch Gegenleistungen. Wenn deine Zielgruppe, die du mit deiner Werbung(und das ist ein Sponsoring nunmal) erreichen willst, sollte das Rennen möglichst auch mal da vorbei schauen wenn mein kein Weltkonzern ist.

      Und in Galway waren sie doch im Rennen davor auch. Ich jedenfalls freue mich wieder auf die Aufnahmen von überfluteten Cockpits.

      Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 0

  3. avatar Owe sagt:

    Schlechtes Wetter für Sponsoren, und Kosten weit über den Limits, dass sich Privatpersonen noch beteiligen können (wie letztes Mal ja auch der Russe gezeigt hat), insofern ist das kleine Feld nicht überraschend. Zur Zeit lässt mich das Rennen noch kalt, aber vielleicht kommt das ja noch, wenn sie endlich mal auf dem großen Wasser sind. Die Schnipsel finde ich übrigens immer noch sehr unterhaltsam (auch wenn man da jetzt wohl alles schon gesehen hat), und mit Americas Cup lässt sich das ganze weder optisch noch seglerisch vergleichen.

    Die Übertragung heute war schon mal ein Anfang, aber man hat gemerkt, dass die Küstenrennen vor allem für die Sponsoren, nicht für die Sportler gemacht wurden (dann hätte man wohl den Kurs anders gelegt, und wegen irregulärer Bedingungen gar nicht erst gestartet, oder auf stabileren Wind gewartet).

    Like or Dislike: Daumen hoch 2 Daumen runter 0

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsfrage (SPAM-Schutz): *