Abenteuer Langstreckenregatta

Freiwillige Frauen an Bord

Frauenpower an Bord dank Bosphorus Gaz  © Segelfish-Crew

Frauenpower an Bord dank Bosphorus Gaz © Segelfish-Crew

Seda, Alev, Ahu und Ruhsar segeln seit fünf Monaten. Sie haben sich freiwillig gemeldet, als ihr Arbeitgeber, die Firma Bosphorus Gaz Corporation (BGC), ein Segelteam suchte. Nach mehreren intensiven Trainingseinheiten stehen die vier Frauen nun vor der größten Herausforderung ihres bisher kurzen Seglerlebens: der Teilnahme am Nord-Stream-Race und der Bewältigung von 800 Seemeilen Non Stop von Flensburg nach St. Petersburg. Ihre eigene Sicherheit ist für sie dabei am wichtigsten. Es ist die Premiere für eine türkische Crew beim Nord Stream Race.

 

Unser Hauptziel ist, sicher anzukommen“, weiß die 25-Jährige Alev. In der Marina Sonwik bei Flensburg ziehen die gelockte junge Frau und ihre Kameradinnen Ahu (24), Ruhsar (33) und Seda (28) auf der Swan „Petite Flamme“ viele Blicke auf sich. In der Männerdomäne des Hochseesegelns fallen die hübschen Türkinnen auf, vor allem durch ihre Lebhaftigkeit und Lockerheit. Sie gehörten zu den 24 Freiwilligen, die sich nach dem Aufruf von BGC Geschäftsführer Joachim Conrad, ein Bosphorus Gaz – Segelteam zusammenzustellen, meldeten. Von den damals insgesamt zehn Frauen blieben nach einem anstrengendem Auswahlverfahren nur vier übrig. Innerhalb von fünf Monaten wurden sie nun fit gemacht für den großen Einsatz an Bord. „Wir haben viele intensive Trainingswochenenden gehabt, sind viel vor Marmaris und Istanbul gesegelt, auch gab es ein Open Sea Training und einen Langstreckentörn über 300 Seemeilen“, erklärt Seda nicht ohne stolz. An Bord wird sie nun als Trimmerin arbeiten.

Führt die "Petite Flamme" und die Damen über die Ostsee: Skipper Cenk Tekkaya (38) © Nordstream

Führt die “Petite Flamme” und die Damen über die Ostsee: Skipper Cenk Tekkaya (38) © Nordstream

Großes Lob ernten die vier bereits im Vorfeld von Skipper Cenk Tekkaya, einem der erfolgreichsten Trainer der Türkei, der sie auf ihrem Weg in den Segelsport begleitet hat: „Die Mädchen sind echt tapfer und lernen gut“, sagt der 38-Jährige, der zwar im Mittelmeer bereits zahlreiche Hochseeregatten gesteuert hat, nun aber ebenfalls seine Premiere auf der Ostsee erlebt. “Da die Girls bei uns an Bord sind, müssen wir natürlich noch besser aufpassen”, sagt er verantwortungsbewusst. „In Marmaris kennen wir das Revier. Der Kurs nach St. Petersburg und quer durch die Ostsee wird für uns alle eine neue Erfahrung sein“, weiß er. Ziel für die 18-köpfige Crew ist, nicht nur sicher anzukommen, sondern auch die eigenen Grenzen auszuloten und das eigene Können im Segelsport zu verbessern. Doch herrscht bereits jetzt große Freude an Bord: “Schon allein dadurch, dass wir hier sind, haben wir gewonnen!”

Die "Petite Flamme" (re) geht Montag auf Kurs  © Nordstream

Die “Petite Flamme” (re) geht Montag auf Kurs © Nordstream

Der Auftakt ihrer Premiere beim Nord Stream Race verlief zunächst jedoch suboptimal: am für Donnerstag geplanten Match Race konnte die türkische Crew aufgrund eines Materialschadens, den sie sich beim vorherigen Nachttraining geholt hatten, nicht teilnehmen. Das Match Race am Freitag beendeten sie als letzte. Mit der Wetterprognosen für den Montag, wenn die fünf baugleichen Swan 60 um 12 Uhr zur Nonstop Langstrecken-Regatta starten, hält Skipper Cenk hinter dem Berg: „Es wird eine große Herausforderung für uns alle werden“, meint er etwas unsicher lächelnd.

Hier stellen sich die sympathischen Mädchen von der “Petite Flamme” für Euch vor:

Petite Flamme
Typ: Gazprom Swan 60
Design/Werft: Nautor’s Swan
Länge: 18,86 m
Breite: 5,09 m
Ballast: 7,700 kg
Verdrängung: 18.700 kg
Die „Petite Flamme” mit der Bosphorus Gaz-Crew an Bord wird am Nord Stream Race unter dem Stander des Turkish Offshore Racing Club (TAYK ) teilnehmen, der 1971 gegründet wurde und der führende Yacht- und Segelclub der Türkei ist. TAYK ist außerdem der einzige Repräsentant der Türkei im International Rating Council (IRC).

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https://northsails.com/sailing/de/

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