Bente 24: Erstpräsentation an der Hochschule Hannover

Hundeverbot und Tischdesign

17 Produktdesign-Studenten der Hochschule Hannover haben das Kleinkreuzerprojekt “Bente 24”  als Semesterarbeit gewählt. Gestern gab es eine erste Zwischenpräsentation.

Zufälle. Ohne sie würde es das Bente-Projekt nicht geben. Zufällig gibt es an der Hochschule Hannover einen Professor für Produktdesign, der vor einiger Zeit mal um die Welt gesegelt ist. Und zufällig kennt der Professor meinen Blog sowie judel/vrolijk und Co.

Auf der letzten Hanseboot haben wir uns dann kennen gelernt. Im Vorfeld schrieb er mich an, ob ich vor etwa 30 Studenten an meinem Boot auf dem Messestand einen Vortrag über mein Ausbaukonzept und der Geschichte hinter DIGGER halten könnte. Zufällig war er an diesem Tag mit den Studenten auch bei judel/vrolijk und Co., wo Alexander Vrolijk den Vortrag übernahm. Alex und ich erfuhren davon erst später.

Hundeverbot @Diggerhamburg

Hundeverbot umgehen
©Diggerhamburg

Eine Weile danach – es hatte schon erste Gedanken gegeben, eventuell mal ein neues Boot entwickeln zu wollen – bot mir der Professor per Mail eine Design-Kooperation als Semesterarbeit an, wenn es mal etwas zu entwickeln gäbe.

Nun gibt es ja was. Zum Beispiel Konzepte für einen Bente-gerechten Innenausbau. Und schon waren wir Anfang März das erste Mal in Hannover, um unser Projekt vorzustellen und Studenten dafür zu gewinnen. Gestern gab es dann die erste spannende Zwischenpräsentation.

Kleinkreuzer-Semesterarbeit  © Diggerhamburg

Hochschule Hannover
© Diggerhamburg

Hundeverbot

Im Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Expo sind Hunde verboten. Zufällig habe ich einen Hund – gestern bekam ich leider keinen Sitter. Was macht man also? Rucksack nehmen, Hund schmuggeln. Hat geklappt. “Zuwiderhandlungen werden mit Hausverbot belegt”. In meinem Alter ist ein Hausverbot an einer Uni nicht wirklich schlimm, aber die Präsentationen wollte ich doch schon gerne sehen. Also Glück gehabt.

Wir haben im Vorfeld viel darüber gesprochen, was wir den Studenten bei der Projektvorstellung im vergangenen März mit auf den Weg geben. Letztlich sind wir zu der Entscheidung gekommen, dass wir sie völlig unbelastet ran lassen und ihnen so wenig wie möglich zeigen.

Als Beispiel für den typischen Innenausbau von Yachten musste das Bild einer holzvertäfelten Kellerbar reichen. Ist ja nicht so weit von der Realität entfernt. Umso spannender war es also gestern: Wie gehen die an die Sache ran? Wie und wo recherchieren sie? Was kommt dabei heraus?

Zwischenpräsentationen © Diggerhamburg

Zwischenpräsentationen
© Diggerhamburg

Kessel Buntes

Zunächst wurde uns von den einzelnen 3er, 2er und 1er Gruppen in etwa 10 Minuten gezeigt, welche Ansätze und Ideen sie entwickelt haben. Und das war ein Kessel Buntes. Manche haben sich um das große Ganze Gedanken gemacht und ein neues Deckslayout entwickelt, andere sich nur mit der Frage des Salon-/Cockpittisches beschäftigt.

Den nächsten ging es um Trinkwassergewinnung und andere kamen mit Konzepten für die Erweiterung des Lebensraumes ins Cockpit. Eine 3er Gruppe hat etwa 400 verschiedene Möglichkeiten von Sprayhood/Doghouseformen und -Arten gezeichnet. Es wurden neue Baumaterialien vorgestellt und verschiebbare Elemente. Ein Kessel Buntes, den wir nun erstmal verarbeiten müssen. Bis zum 30.6. geht diese Geschichte noch weiter.

Ich würde mal grob schätzen, dass bis auf ein oder zwei Ideen alle Ansätze noch nie im Bootsbau stattgefunden haben. Und auch wenn einiges davon nicht umsetzbar sein dürfte, bringt uns die ganze Sache auf neue Ideen und treibt das Projekt voran. Vieles davon hat jedoch zum heutigen Zeitpunkt bereits reichlich Potential. Einiges würde ich sofort so machen. Der Professor riet bereits gestern einem Vortragenden dazu, wegen seiner Entwicklung einen Patentanwalt aufzusuchen.

Polly studiert? © Diggerhamburg

Polly studiert?
© Diggerhamburg

Übrigens haben viele der Studenten bei ihrer Recherche zufällig auch hier in den Artikel der Segelreporter sowie in der Facebook-Gruppe geblättert und so manchen Kommentar in die Umsetzung einfliessen lassen. Insofern ist das also doch ein erweitertes Crowd-Design. Rein Zufällig.

 

 

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Digger Hamburg

Kleiner segeln - größer leben. Filmemacher und Autor Stephan Boden verbringt jeden Sommer auf dem Wasser. Früher auf seiner VA18 "Digger" jetzt auf der Bente24, die er selbst initiiert hat. "Auf See habe ich Zeit, das schärft den Blick für Details." Zu seinem Blog geht es hier
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3 Kommentare zu „Bente 24: Erstpräsentation an der Hochschule Hannover“

  1. avatar piet sagt:

    Wenn das Deckslayout genauso lustig ist wie der “Seegras rumpf” bitte posten 😀

    Bin gespannt was angehende Designer das sich so erdenken.

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 1

    • avatar digger.hamburg sagt:

      Da kommen tolle Sachen. Der Plan, wenig zu briefen damit die ganz frei an die Sache gehen, geht glaube ich auf.

      In 4 Wochen werde ich wohl sicher mal detaillierter auf einzelne Ideen eingehen. Jetzt wäre das noch zu früh, weil zu vage.

      Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 10 Daumen runter 1

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