Digger Hamburg: Filmen an Bord Teil 2 – Zubehör

Einsatz des Klammeraffen

Nach dem ersten Teil Filmen an Bord schreibt Profifilmer Stefan Boden alias Digger jetzt über Klammeraffen, Zip Loc Bags, Mikros und Akkus. Material, das er am besten für geeignet hält, um damit auf Törn zu gehen.

Oft macht die zusätzliche Ausrüstung einen großen Unterschied. Im Equipment-Dschungel gibt es aber auch eine ganze menge Unsinn zu kaufen. Ich liste hier mal auf, was ich für sinnvoll halte.

Gorillapod

Gorillapod

Der Gorillapod kann mit seinen biegsamen Armen auch an einer Reling halten. © Gorillapod

Das Gorillapod ist eine tolle Erfindung. Es ersetzt ein platzraubendes Stativ. Durch die biegsamen Beine kann man es an den unmöglichsten Stellen platzieren und befestigen. Wenn man sich eine Weile mit dem Klammeraffen beschäftigt hat, findet man immer neue Möglichkeiten heraus.

Sprayhood, Mast, Niedergang und Pinne lassen sich mit dem Pod als Platz für die Kamera nutzen. Ich habe an Bord mittlerweile kein anderes Stativ mehr. Man kann sich das Teil sogar so zurecht biegen, dass man ein prima Handstativ hat, um die Kamera zu stabilisieren.

2. Zip Loc Bags

Eigentlich packt man in diese Frischhaltebeutel Gemüse und Grillfleisch. Bei mir liegen die Dinger eh immer in der Küchenbox. Ich kaufe sie aber immer in einer großen Größe und verpacke damit meine Kamera, wenn es regnet oder an Deck nass wird.

Einfach die Knipse in die Tüte stecken und mit dem Zipper das Objektiv einklemmen. Das ist zwar kein DIN IP Standard, aber eine kostengünstige Variante, die Kamera vor Spritzwasser zu schützen. Außerdem kann man darin auch Akkus, Ladegeräte und Objektive aufbewahren. In diesem Fall aber ein Silikatpack mit reinlegen.

3. Mikro

Im Idealfalle segelt man bei Wind. Wind ist der Feind des guten Tons bei Videoaufnahmen an Bord. Interne Mikros haben oft eine Windcut Funktion, aber die schneidet nur Frequenzen ab und übrig bleibt nichts. Besser sind da externe Mikros. Und zwar solche, die auch über einen aufsteckbaren Windschutz verfügen. Also so ein kleines Fell. Das wirkt Wunder. Und man kann sie mit einem längeren Kabel auch in Lee vorm Wind verstecken.

4. Akkus

Nichts ist schlimmer, als wenn man den singenden Schweinswal neben dem Boot nicht filmen kann, weil der Akku leer ist. Ich habe immer gleich 3-4 Akkus an Bord. Oft auch preiswertere Third Party Akkus. Viele Kameras akzeptieren das zwar nicht, aber es gibt ja Firmware Hacks.

5. Druckluftflaschen

Salz, Sand etc sind der Feind von filigraner Technik. Mit Druckluft lassen sich auch die kleinsten Ritzen davon befreien.

Nun ist auch Schluss mit dem ganzen Krempel. Im nächsten Teil folgen Praxistipps zum Umgang mit der Kamera.

Filmen an Bord
Teil 1   Welche Kamera?
Teil 3   Nicht wackeln!
Teil 4   Der Umgang mit dem Zoom

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Digger Hamburg

Kleiner segeln - größer leben. Filmemacher und Autor Stephan Boden verbringt jeden Sommer auf dem Wasser. Früher auf seiner VA18 "Digger" jetzt auf der Bente24, die er selbst initiiert hat. "Auf See habe ich Zeit, das schärft den Blick für Details." Zu seinem Blog geht es hier
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Ein Kommentar „Digger Hamburg: Filmen an Bord Teil 2 – Zubehör“

  1. avatar Alexander Lang sagt:

    Im Fall von DSLRs würde ich dieser Liste noch einen variablen ND Filter hinzufügen, sonst geht bei Sonne gar nix. Zum stabilisieren in der Hand verwende ich das fast schon lächerlich billige Schulterstativ von Cowboy Studio (http://www.amazon.com/CowboyStudio-Shoulder-Support-Camcorder-Camera/dp/B0036NMQ7S) – geht alle 2 Jahre kaputt aber bei dem Preis…

    Like or Dislike: Daumen hoch 3 Daumen runter 0

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