Jugendsegeln: WM- und EM-Fahrkarten bei den Optis vergeben

Das WM Team steht

Die 80 besten Optisegler Deutschlands segelten von Donnerstag bis Sonntag vor Warnemünde ihre WM und EM-Qualifikation aus. Dem sportlichen Einsatz auf See folgte der tiefe Blick ins Portemonnaie.

Optis in den Wellenbergen von Warnemünde.  © dodv.org

Optis in den Wellenbergen von Warnemünde. © dodv.org

„Es wird eine der teuersten Weltmeisterschaften, die wir in den letzten Jahren hatten“, gibt DODV-Sportwartin Christiane de Nijs zu. Mit 27.000 Euro schlagen die Kosten für fünf deutsche Teilnehmer an der Weltmeisterschaft der Optis in Argentinien Ende Oktober 2014 zu buche. Allein das Startgeld beträgt über 500 Euro. Mit Unterstützung der STG und Plastics Europe bleibt am Ende pro Sportler (und Eltern!) „nur“ ein Rest von knapp 3.400 Euro Eigenbeteiligung.

Deike Bornemann

Strahlende Siegerin: Deike Bornemann © dodv.org

Für den Vater von Deike Bornemann, die souverän die Ausscheidung mit den Plätzen 6,(8), 2,2,3,2,6,1,3,1,7 und beachtlichen 26,8 Punkten Vorsprung zum Zweiten gewann, kein Problem: „Das Geld werden wir irgendwie zusammenbekommen. Wahrscheinlich machen wir dann dort auch Urlaub“, blickt er stolz in die Zukunft.

Für Tochter Deike ist es bereits die zweite WM, an der sie im Opti teilnimmt: Im vergangenen Jahr wurde sie auf dem Gardasee 69. In diesem Jahr hatte sich die 13-jährige Optiseglerin auf die abwechslungsreiche Bedingungen vor Warnemünde mit schwachem und starkem Wind akribisch vorbereitet.

Optimist WM Team

Deutschlands Vertretung bei der nächsten Opti-WM © Sf

„Über Ostern haben wir hier schon zwei Wochen trainiert, dann noch einmal vier Tage vor der EM/WMA“, erklärt sie. Neben Deike vom Seglerverein Weener in Niedersachsen qualifizierten sich für den Ausflug nach San Isidro in Argentinien Valentin Müller (Bayerischer Yacht Club) und drei Segler vom Potsdamer Yacht Club Lucas Schlüter, Daniel Göttlich und Roko Mohr.

Das sind drei Segler vom PYC. Zwei weitere platzierten sich auf den Rängen 10 und 12. Da wird eine erstaunliche Arbeit geleistet. Respekt!

Optimist EM Team

Fahren mit Teamleiter Günther Nülle zur EM © dodv.org

Vergleichsweise „günstig“ kommen die EM-Teilnehmer weg: Für Lennart Kuss (Warnemünde WSC 1925), Inga-Marie Hofmann (Düsseldorf DYC), Jacob Ahlers (Hamburg, MSC), Veit Brunnhuber (Chiemsee CYC) Daniela Bartelheimer, Julia Büsselberg (Berlin VSaW) und Linus Klasen (Berlin PYC)  geht es im Juli zur Opti EM nach Irland, wobei eine Eigenbeteiligung von knapp über 2.000 Euro fällig wird. „Wenn unser Kind es schon so weit gebracht hat, werden wir jetzt nicht sagen, du darfst nicht fahren und eben andere Dinge zurückstellen“, erklärt Heike Kuss.

Allen Kindern waren die Anstrengungen und die Anspannungen der vergangenen Tage jedenfalls anzusehen: Bei Nordwest um 4 und hoher Welle ließ Wettfahrtleiter Pio am letzten Tag noch einmal drei Rennen segeln. Somit gingen am Ende 11 Wettfahrten bei einem Streicher in die Wertung ein. Die Jüngsten boten bis zum Schluss eine großartige Leistung auf dem Wasser.

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