Segelrevier Menorca: Törnbericht, Revierprofil & Tipps

Kleine Insel ganz groß

Menorca bedeutet zwar „die Kleine“, als Segelrevier kann sie sich aber allemal mit ihrer großen Schwester Mallorca messen und sie in manchem sogar übertreffen. Carl Victor hat die Insel und ihre Buchten erkundet:

Die Cala de Macarella gehört zu den schönsten Buchten der Insel. Sie ist aufgrund ihres türkisfarbenen Wassers beliebt © Carl Victor

Will man Menorca umrunden, stellt sich die Frage, ob man im oder gegen den Uhrzeigersinn segelt. Vor allem in der Vor- oder Nachsaison, wenn das Revier von zwei Winden dominiert wird: dem Mestral, der aus dem Rhone-Tal fauchend oft in Sturmstärke auf die Nordküste der Insel prallt und dem Xaloc (wie der Schirokko auf Menorca genannt wird) der die Calas an der Südküste in einen Hexenkessel verwandeln kann. Meist ist es wie beim Kartenspiel: Mal bekommt man ein gutes Blatt, dann wieder ein schlechtes so wie wir an diesem 13. Tag im April. Von den Pyrenäen faucht der Tramuntana herab und streckt von der Costa Brava aus gierig seine Zunge nach Mallorcas Westküste vor.

Menorca wird noch von der Rückseite eines nach Ost abziehenden Mistrals gestreift und im Süden fegt ein aus der Straße von Gibraltar kommender Poniente Afrikas Nordküste entlang. In der Mitte von all dem liegt unsere morgige Route. Auf welchen Trumpf sollen wir setzen? Ginge es nach den Wetterberichten, die uns leichte von West über Nord auf Ost drehende Winde prophezeien, müssten wir Süd spielen. Doch wir entscheiden uns dagegen und ziehen die nördliche Karte, werden also vom Puerto de Pollensa in die Cala Morell an Menorcas Nordküste segeln.

© Jan Bindseil


Tipps

Segeln im April:
Kann ich nur empfehlen! Einsame Ankerplätze, günstige Liegegebühren und meist frischer Segelwind in einem im Sommer oft flauen Revier. Nachteil: Das Wasser ist noch 16 bis 18 Grad kalt.

Sprache:
Erste Sprache auf Menorca ist „Menorquin“, ein Dialekt des Katalanischen (Català). Ältere Seekarten und Segelführer verwenden oft noch die spanischen Namen, wodurch es zu Verwechslungen kommen kann. Spanisch wird überall verstanden.

Sichere Häfen und Ankerplätze:
Absolut sichere Häfen bieten Maó (Mahón) und Ciutadella, ebenso Fornells und Addaya an der Nordküste. In der Cala Pregonda und in Arenal d’en Castell liegt man bei fast allen Bedingungen gut geschützt vor Anker. An der Südküste gibt es keine sicheren Häfen und Ankerplätze.

Posidonia-Schutzgebiete:
Die Bucht von Fornells und vor Isla d’en Colom sind Schutzgebiete für die Posidonia-Pflanze. Man darf dort nur auf Sandgrund ankern, auch die Kette darf nicht auf dem Gras zu liegen kommen. Von 1. Juni bis 30. September gilt ein generelles Ankerverbot. Dann darf man sein Schiff nur an Bojen hängen, die vorab über www.balearslifeposidonia.eu/index.php gebucht werden müssen. Diese Bojen werden in der Hochsaison für maximal zwei Nächte vergeben.

Ciutadella:
Seit Fertigstellung des Handelshafens, laufen die Fähren nicht mehr in den Stadthafen ein. Die Warnlichter sind außer Betrieb, können aber in Ausnahmefällen wieder aktiviert werden.

In den Sommermonaten sind die wenigen Liegeplätze in Ciutadella schnell vergeben. Reservieren kann man beim Club Nàutic Ciutadella. Rissages sind ein Phänomen das meist Ciutadella trifft. Dabei fließt das Wasser plötzlich aus dem Hafenbereich ab und das oft so stark, dass die Boote schließlich auf Grund sitzen. Dann kehrt es schlagartig zurück. Dabei hat es in der Vergangenheit schon schwere Schäden an den Booten gegeben. Was dieses Phänomen auslöst, darüber streitet man sich noch. Deshalb lassen sich Rissages auch nicht vorhersagen.


Die Cala Binidali bietet nicht viel Platz, aber genau das macht ihren Reiz aus © Carl Victor

„Wo ist bloß die Cala Pregonda?“

Sie erweist sich als Trumpfkarte. Zwar müssen wir erst aus dem Windschatten von Mallorcas Serra de Tramuntana motoren, doch hinter Kap Formentor setzt sich dann der von Nordwest auf Nord drehende Wind durch. Er steht Voll und bei in die Segel und hindert so das Schiff, in dem Schwell aus Nordwest, einem Abschiedsgeschenk des Tramuntana, zu rollen. Im April auf den Balearen zu segeln, mag nicht jedermanns Sache sein.

Es hat aber auch Vorteile. Wo sich im Sommer Yachten um die Liegeplätze streiten, erwartet uns diesmal eine stress- und yachtfreie Cala Morell. Wir können den Anker auf den schönsten Sandfleck fallen lassen, wir können auch auf eine Landleine verzichten, weil keine von Bojen begrenzte Badezone den Schwojkreis unseres Schiffes einschränkt. An Land sind wir zwar nicht die einzigen, doch braucht bei der abendlichen Wanderung auch niemand befürchten, jemandem auf die Füße zu steigen und die Nacht verspricht noch vor dem Sonnenuntergang so einsam zu werden, wie in einem vergessenen Fahrtensegler-Revier.

Am nächsten Morgen fragen wir uns: „Wo ist bloß die Cala Pregonda“? Die Seekarte im Segelführer weist sie auf 3°02,6’E aus, einer Position weit im Westen, irgendwo an der Nordküste Mallorcas. Zum Glück habe ich meine eigenen Tabellen. Die bestätigen mir, dass sie doch dort ist, wo sie hingehört: nämlich einige Meilen im Osten, auf 4°02,6’E! Wer diese Seekarte gezeichnet hat, der muss wohl gerade „borracho“ gewesen sein. Trunken – aber vor Schönheit – könnte man auch in der „Pregonda“ werden.

Cala Pregonda: Der schönste Ankerplatz an der Nord-Küste © Carl Victor

Sie gilt zu Recht als Menorcas schönste Cala. Unser Boot schwebt dort, beschützt von zwei vorgelagerten Felsen, auf türkisklarem Wasser. Jenem hoch aufragenden verdankt die Bucht ihren Namen: Pregonda – „Die Betende“. Doch man muss schon an den Werken Picassos und Dalís geschult sein, um in dieser von der Natur geformten Skulptur betende Hände zu erkennen. Seitlich davor baut sich s’Excull Llarg auf. Der trutzige Felsen stellt sich schützend zwischen uns und den auffrischend auf Nordost drehenden Wind und garantiert uns so einen friedlichen Mittag. Im Cockpit von der Sonne geröstet, könnte sich danach manche(r) sogar ein Bad in dem 17 Grad frischen Wasser vorstellen. Ich gehöre nicht dazu!

Was ich mir aber sehr gut vorstellen kann, ist eine 50 Grad heiße Dusche im Port d’Addaya. Dessen rundum geschützte Bucht bietet sich zum Ankern geradezu an. Doch da ist dieser äußerste Steg der Marina. Völlig frei! Wir können der Verlockung nicht widerstehen und gehen längsseits. Das Recht, den Liegeplatz und alle Annehmlichkeiten der Marina (einschließlich der schönsten Duschen, die ich je gesehenen habe) zu nutzen, wird uns für den Gegenwert einer Tasse Kaffee je Crewmitglied gewährt. Wer würde da seine Entscheidung noch bereuen? Zudem gibt es einen Tipp fürs Abendessen. Auch er schont die Bordkassa, denn im „Corner Café Bar“ wird zwar spanisch-innovativ gekocht, aber für menorquinische Verhältnisse geradezu wenig dafür berechnet.

„Mahón – du hast was aus dir gemacht!“

So früh im Jahr ist das Wetter noch voller Überraschungen. Entgegen den Prognosen klart es auf, als wir uns durch den gewundenen Kanal von Addaya verabschieden. Als wir mittags in Es Grau einlaufen, brennt die Sonne bereits auf den noch verschlafenen Ort. Der Frieden in dieser Bucht lädt zum Verweilen ein, doch uns hält es hier nicht lang, denn wir haben noch eine Verabredung mit Mahón. Das Erste was wir von Menorcas Hauptstadt sehen, sind die Außenbastionen ihrer mächtigen Festungen. Während ihrer hundertjährigen Herrschaft hatten die Briten sie so ausgebaut, dass kein Schiff der damaligen Zeit sich die Einfahrt in den größten Naturhafen des Mittelmeeres hätte erzwingen können. Zu beiden Seiten unseres Kurses zweigen Buchten ab, in denen einst Flotten von Kriegsschiffen lagen. Darunter auch Nelsons damaliges Flaggschiff Foudroyant. Das ist verbürgt. Dass der Admiral dabei im Golden Farm House mit Lady Hamilton geturtelt haben soll, ist hingegen nicht mehr als eine gut ausgedachte Geschichte.

Mahón ist der größte Naturhafen des Mittelmeeres und wird seit der Antike als Hafen genutzt © Carl Victor

In der Marina Menorca, am äußersten Ende des Fjordes, wird uns unfern jener Rampe, die an der Kirche Sant Francesc in der Altstadt endet, ein Liegeplatz zugewiesen. Mahón! Ich habe dich schon gekannt, lange bevor man dich in das katalanische „Maó“ umgetauft hat. Doch deinem grindigen Charme war ich nie erlegen. Erst vor einigen Jahren stellte ich fest, dass du etwas aus dir gemacht hast. Dezent geschminkt ohne grell zu wirken, spanisch lebhaft und dabei doch so britisch kühl, habe ich dich kaum wiedererkannt. Diesmal wirkst du nicht so jung und frisch. Das liegt wohl daran, dass es noch zu früh im Jahr für die Touristen ist. So kann ich wenigstens abends beim Tapas-Essen die Beine lang ausstrecken, ohne befürchten zu müssen, dass mir welche darüber stolpern. Ich wäre gerne noch geblieben, doch muss ich mich auch diesmal wieder viel zu früh von dir verabschieden.

Schuld daran ist der Wetterbericht. Schon für die Nacht auf Donnerstag prophezeit er uns auffrischenden Starkwind aus Südost, der bis zu zwei Meter hohe Wellen in die Calas an der Südküste rollen könnte. Was bleibt uns da anderes übrig, als schon morgens das Großsegel zu setzen und zu hoffen, dass die Genua bald folgen kann? Cala um Cala der Südküste zieht an Steuerbord vorbei, eine verlockender als die andere. Doch erst der Cala Coves, in der wir einen Lunchstopp geplant hatten, statten wir einen Kurzbesuch ab. Den Lunch holen wir in der Cala Macarella nach. Mehr als jede andere rechtfertigt diese von Kalkwänden gesäumte Bucht, mit ihren sattgrünen Wäldern hinter dem weißen Sandstrand und dem tiefblauen Meer davor, den Beinamen Menorcas als „La Isla verde y azul“. Vor dem auffrischenden Wind rauschen wir zum Cap d’Artrutx. Dort halsen wir und fliegen, mit halbem Wind in den Segeln, auf dem glatten Wasser nordwärts zur Einfahrt in den Hafen von Ciutadella.

Port d’Addaia: Liegeplätze in der Marina sind rar © Carl Victor


Das sollte man gesehen haben

Freiluftmuseum Menorca:
Überall auf Menorca sind Megalithbauten der Talaiot-Kultur erhalten. Einen segelfreien Tag und ein Mietauto sollte man sich gönnen, um dieses Freiluftmuseum zu erkunden. Dabei bekommt man auch einen guten Eindruck von jenen 15.000 km Trockenmauern, die Menorcas Weide- und Ackerflächen eingrenzen.

Talaiot de Trepucó:
Südlich von Mahón (Maó) zeugen die Reste eines steinzeitlichen Dorfes mit Talaiot (Festung) und Taula (Altarstein) von der Kultur der Ureinwohner Mallorcas. In wenigen Minuten mit dem Taxi zu erreichen.

Nau de Tudons:
Wenige Kilometer östlich von Ciutadella liegt diese Grabstätte aus prähistorischer Zeit. Kaum ein Besucher Menorcas lässt sich dieses hervorragend restaurierte Relikt entgehen. Einfach mit dem Taxi zu erreichen.

Pedreres de S’Hostal:
Wer sehen möchte, woher das Baumaterial für die Prachtbauten von Ciutadella kam, kommt an diesem mittlerweile still gelegten Steinbruch nicht vorbei.

Cova d’en Xoroi:
Wer in der Cala en Porter ankert, sollte auch diese „Höhlen“ besuchen. Sie liegen inmitten der nahe dem Ankerplatz aufragenden Felswände. Großartige Tief- und Fernblicke von den in die Felsen gehauenen Treppen!


„Adiós Ciutadella“!

Was ist schöner: Mahón oder Ciutadella? Diese Frage zu stellen, kann man sich ersparen, weil die Antwort immer „Ciutadella!“ lauten würde. Zu einheitlich ist das Ensemble der Altstadt, zu geschniegelt sind die Fassaden der Häuser, zu gestriegelt die Straßen und Gässchen „des Städtchens“, und nur selten schmiegt sich ein Yachthafen so in das Stadtbild hinein wie hier in der Bischofsstadt und einstigen Metropole Menorcas. Mir ist Ciutadella einfach zu perfekt! Ein Hauch von dem einst grindigen heute eher herben Charme Mahóns täte ihm gut, finde ich. Aber mit dieser Meinung stehe ich wohl alleine da. Kaum einer aus der Masse der Touristen, die über die steinernen Platten schlurfen, damit sie noch rutschiger werden, würde zustimmen. Ciutadella hat schon viel überstanden.

Die Einfahrt nach Ciutadella. Die Klippen schirmen den Innenbereich vor den Gewalten des Meeres ab © Carl Victor

Im Mittelalter war es von osmanischen Piraten erobert worden; die Stadt wurde gebrandschatzt, seine Bewohner versklavt. Als man sich von dieser Demütigung erholt und die Stadt wiederaufgebaut hatte, folgte der nächste Schicksalsschlag: Die Engländer erhoben Mahón zur Hauptstadt. Dieser Stachel saß so tief, dass er noch heute das Miteinander auf der Insel vergiftet. Auch wir müssen Schicksalsschläge hinnehmen: Das uns empfohlene Restaurant hat Ruhetag, das Ersatzlokal erweist sich als Touristenfalle, der Wetterbericht bereitet uns Sorgen. Nachts soll es zu blasen beginnen, morgen mit fünf bis sechs aus Ostsüdost wehen. Für Freitag sind Böen bis 37 Knoten mit entsprechendem Seegang angesagt.

Einen Tag wollten wir in noch in Ciutadella bleiben. Aber wenn das so ist? Morgens um zwei beginne ich ins Rigg zu horchen: nichts! Beim Frühstück: noch immer nichts! Die Front hat sich verspätet. Das müssen wir nutzen. Also: „Adiós Ciutadella“! Sicherheit geht vor Schönheit. Anfangs hindert uns das Reff im Groß, als das Log jedoch immer neue Speed-Rekorde anzeigt, sind wir froh darüber. Für den Rudergänger beginnt der Spaß, als sich der Autopilot von den Böen überfordert fühlt. Acht, neun, manchmal sogar zehn Knoten zeigt dabei das Log an. Irgendwann bei dem heißen Ritt in der letzten Stunde wurde auch die Elf-Knoten-Marke geknackt. Das bestätigt uns der Plotter, als wir sicher im Hafen liegen. Was für ein Schiff! Was für ein Ende eines großen Törns!


Charter

Revier: Menorca bietet jede Menge Traumbuchten, sichere Häfen und kurze Distanzen. Es wäre das ideale Familienrevier, würden nicht hin und wieder Mestral und Schirokko den Frieden stören.
Seekarten: Britische Seekarten BA 2831, 2761, 2762.
Nautische Literatur: Kinzelmann / Synge: „Menorca für Sportschiffer“.
Wind & Wetter: Nicht umsonst wird Menorca „Insel der Winde“ genannt. Mestral und Tramuntana können selbst im Sommer mit Sturmstärke blasen, und der Xaloc (Schirokko) kann einem manchen Törn in der Vor- und Nachsaison vermiesen. Doch im Sommer überwiegt der Segelspaß bei Sonne und meist thermischen Winden.
Wetterberichte: Haben wir von www.windfinder.de und dem über https://seaman.wetterwelt.de aus dem Internet heruntergeladenen „Seaman“-Wetterbericht von WetterWelt empfangen.
Leuchtfeuer & Seezeichen: Das Revier ist gut betonnt und befeuert. Es gibt aber an der Nord- und Ostküste einige unmarkierte Gefahrenstellen in Küstennähe.
Gezeiten & Strom: Sind vernachlässigbare Größen.
Navigation: terrestrisch. Der Plotter dient der Kontrolle.
Beste Zeit: Mitte Mai bis Ende September. In der Hochsaison sind die Häfen meist überfüllt und Ankerplätze durch Badezonen eingeschränkt.
Anreise: Palma de Mallorca wird von den meisten Flughäfen in Deutschland, Österreich und der Schweiz direkt angeflogen.
Einreise & Zoll: EU und Schengenland.
Sprache: Katalanisch, Inseldialekte. Spanisch wird oft recht eigenwillig gesprochen, Englisch fast überall gut verstanden.
Klima: Mediterran. Auf Menorca wird es jedoch selten so heiß wie auf den anderen Baleareninseln.
Kleidung: Im Sommer leichte Baumwollkleidung. In der Vor- und Nachsaison sollte warme Kleidung und das Ölzeug immer mit an Bord sein.
Sicherheit: Menorca gilt als sicher. Trotzdem sollte man die üblichen Vorsichtsmaßnahmen nie außer Acht lassen.
Reiseführer: Robert Szolnay: „Menorca“, im Michael Müller Verlag.

Die Cales Coves ist eine Nekropole, die aus knapp 100 Höhlen in der Felswand besteht © Carl Victor

Windverhältnisse

Mistral / Mestral: Gepusht von der Rückseite eines Tiefs über Mitteleuropa, fegt der Mestral aus dem Rhone-Delta, bevor er auf Menorca trifft. Selbst im Sommer kann er so stark wehen, dass man bei Sonne und strahlend blauem Himmel in einem der Häfen an der Nordküste festsitzt.
Tramuntana: Ein trockener und kühler Fallwind, der vom Azorenhoch und einem Tief über Mitteleuropa über die Pyrenäen gedrückt wird. Solange man nicht versucht gegen ihn anzugehen, sorgt er im Sommer für bestes Segelwetter. In der Vor- und Nachsaison kann er auch Sturmstärke erreichen.
Gregal: An der Rückseite eines nach E abziehenden Tiefs, sorgt dieser Nordostwind für bestes Segelwetter. Will man an der Nordküste Menorcas westwärts gehen, sollte man ihn nutzen.
Schirokko / Xaloc: Dieser oft stürmische Wind aus SE vermiest einem mit Regen und tiefhängenden Wolken sämtliche Calas an Menorcas Südküste. Mit ihm muss man sich jedoch meist nur in der Vor- und Nachsaison herumschlagen.
Poniente / Llebeig: Wind aus S bis SW und aufziehende Cirrusbewölkung kündigen fast immer eine nahende Front an. Bei Durchzug der Front springt der Wind stark böig über W auf NW um. Manchmal bilden sich dabei Gewitter aus.
Llevant: Er kann stürmisch aus E blasen und hauptsächlich in der Vor- und Nachsaison für ein wenig erfreuliches Wetter sorgen.
Sommergewitter: An besonders heißen Sommertagen können sich auch über Menorca Gewitter ausbilden. Für Segler sind sie deshalb so gefährlich, weil in ihnen der Wind um bis zu 180° umspringen und in Böen Sturmstärke erreichen kann.

Ein Kommentar „Segelrevier Menorca: Törnbericht, Revierprofil & Tipps“

  1. avatar excom0 sagt:

    Klasse geschrieben und sehr informativ!

    Like or Dislike: Daumen hoch 1 Daumen runter 0

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