Volvo Ocean Race: Harte Zeit für Peter Burling als Letzter – AkzoNobel hat einen Vogel

Die Entscheidung naht

Die erste Etappe des Volvo Ocean Races befindet sich in der entscheidenden Phase. Die Skandal-Truppe von AkzoNobel kann ihren überraschenden dritten Rang wohl kaum verteidigen gegen Dongfeng.

Weit ist es nicht mehr. Dongfeng (rot) zieht langsam an AkzoNobel (blau) vorbei.

Beim Volvo Ocean Race hat die Flotte der sieben VO65-Yachten den virtuellen Wegepunkt gerundet, mit dem die Wettfahrtleitung nach der Porto-Santo-Passage einen spannenden Vorwindkurs kreierte. Dabei war es insbesondere beeindruckend, wie sehr sich Mapfre von der nahezu gleichzeitig rundenden AkzoNobel absetzen konnte. Höherer Speed und das bessere Ausnutzen der Winddreher mit insgesamt fünf Halsen sorgen für den Vorteil.

Volvo Ocean Race

Auf Brunel gibt es wenigstens schöne Bilder, wenn auch der Speed fehlt. © Martin Keruzore/Volvo Ocean Race

Vestas konnte souverän die Führungsposition halten und mausert sich mit der Leistung auf dieser Etappe zum unerwarteten Podiumsanwärter in der Gesamtwertung. (Skipper Charly Enright erklärt entspannt die Lage). Bei AkzoNobel dagegen muss man jetzt erkennen, dass in der Vorbereitung tatsächlich viel falsch gelaufen sein muss. Trotz längster Trainingszeit auf dem Papier konnte das Team offenbar nicht die entsprechenden Daten sammeln, die zum schnellen Segeln der VO65 Einheitsyachten nötig sind.

Turn the Tide on Plastic"

Laser-Silber-Gewinnerin von Rio Annalise Murphy (27) bei der Arbeit auf “Turn the Tide on Plastic” © Jen Edney/Volvo Ocean Race

Dee Caffari  erklärt: “Es geht allein um Bootspeed und die richtige Segelwahl.” Dabei helfe es Brunel parallel segeln zu haben. Denn so wird die Auswirkung jeder Veränderung einer Trimm-Variable sofort durch den Vergleich mit dem Gegner sichtbar.

Wie groß der Unterschied zwischen Dongfeng und AkzoNobel ist, zeigt dieser interessante Beitrag:

 

Es zeigt sich, dass Caudrelier offenbar mit einem völlig anderen Segelplan unterwegs ist. Der erzeugt mehr Krängung ist aber auch klar schneller.

Die verschiedenen Trimm-Unterschiede beim Schoten der Vorsegel.

Eine gute Vorstellung liefert Scallywag bisher ab und das nicht nur wegen der Drohnen-Aufnahmen, die inzwischen immer häufiger von den Onboard-Reportern gesendet werden. Erschreckend ist dagegen nach wie vor das Leistungsvermögen von dem letztmaligen Volvo-Ocean-Race-Zweiten Brunel. Bouwe Bekking liegt immer noch auf dem letzten Platz und der sieggewohnte Peter Burling macht möglicherweise eine ganz schwere Zeit durch.

Spannend könnte es noch einmal werden, wenn die Teams in den nächsten Stunden eine Leichtwindzone erreichen. Der Wind dreht stark nach links und erfordert eine Wende. Möglicherweise ergeben sich in diesem Bereich noch Verschiebungen kurz vor dem Ziel. Am Samstag zwischen 12 und 15 Uhr wird der Etappensieger in Lissabon erwartet.

 

Die tägliche 13 Uhr-live-Zusamenfassung:

Volvo Ocean Race Tracker

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Carsten Kemmling

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3 Kommentare zu „Volvo Ocean Race: Harte Zeit für Peter Burling als Letzter – AkzoNobel hat einen Vogel“

  1. avatar Harrie Jasses sagt:

    Schöner Bericht, gerne mehr davon : )

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 7 Daumen runter 2

  2. avatar Yachti sagt:

    Das Dumme ist nur, dass die schreibende deutsche Konkurrenz bereits über das Ergebnis berichtet !

    Super Beitrag, mehr davon! Like or Dislike: Daumen hoch 14 Daumen runter 0

  3. avatar Südlicht sagt:

    Cheffe musste wahrscheinlich wieder segeln

    Like or Dislike: Daumen hoch 4 Daumen runter 1

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