Abenteuer Hafen-Anfahrt: Gekentert – Crew über Bord

Vom Brecher erwischt

Wieder ist eine Yacht bei starker Brandung in den berüchtigten spanischen Hafen Zumaia eingelaufen. Sie kenterte und verlor drei Mann der Besatzung.

Zuerst sieht die Anfahrt der Fahrtenyacht auf die Mündung des Flusses Urola noch relativ entspannt aus. Aber je näher das Schiff der Einfahrt kommt, umso deutlicher wird der starke Wellengang, der schon einmal eine Oceanis 46 in größte Schwierigkeiten gebracht hat.

Der Skipper dreht eine Runde. Ob er mit seiner Crew diskutiert?  Dann steuert er doch das Nadelöhr an. Erstaunlich, dass drei Mann an Deck sitzen. So ganz klar scheint die Gefahr nicht zu sein.

Es scheint auch alles gut zu laufen. Bei wenig Wellengang wird die Mole passiert. Aber dann stürzt sich plötzlich Weißwasser von oben die Steine herunter und ein großer Brecher rollt in die Einfahrt.

Das Schiff ist nicht schnell genug, um auf der Welle zu Surfen. Es wird überholt und auf die Seite geschleudert. Dabei gehen drei der sechs Crewmitglieder über Bord. Der Skipper sucht erst einmal das Weite und versucht, das Schiff aus der Brandungszone zu bringen.

Die drei Segler treiben im Wasser. Die Rettungswesten sind aktiviert. Sie werden später von einem Motorboot aufgenommen.

Das Video stammt vom Fotografen Gabi Aymat. Es wurde erst am Wochenende hochgeladen.

Tipp: Digger Hamburg

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Carsten Kemmling

Der Mann von der vordersten Front. Mehr zu ihm findest Du hier.
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18 Kommentare zu „Abenteuer Hafen-Anfahrt: Gekentert – Crew über Bord“

  1. avatar Yachti sagt:

    hahahahahaahhahaha was für Lappen 😀

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    • avatar Wuuast-Wasser sagt:

      Der Like ist von mir. Ich sehe es genauso: Vollpfosten.

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      • avatar Wuuast-Wasser sagt:

        Geil.
        Jedemenge Bavaria-Mittelmeer-Charterer hier auf SR.

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  2. avatar VolkerMe sagt:

    Wird schon seit gestern nachmittag im Yacht-Forum diskutiert: http://forum.yacht.de/showthread.php?150767-Keine-gute-Seemanschaft

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  3. avatar Backe sagt:

    Schätze, dass die massiv unter Schock gestanden haben müssen. Sonst kann man sich nicht erklären, warum die von den Leuten weggefahren sind! Zumal da, wo sie dann waren, kein Breakwater mehr hingekommen ist.
    Und selbst wenn die das Mobo schon haben kommen sehen – da bleibt man doch in der Nähe?!?!
    Bin entsetzt!

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    • avatar Backe sagt:

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    • avatar Axel sagt:

      Warum der Skipper abgedampft ist, kannich mir auch nicht erklären.
      Aber unter Schock stand der jedenfalls nicht lange, denn er dreht das Boot gleich wieder mit dem Bug in die Welle (3:05).
      Wenn ich die Örtlichkeit richtig bestimmt habe, sind dort, wo die drei im Wasser treiben, keine 2 m Wassertiefe mehr. Zu den Überbordgefallenen nicht hinzufahren, war schon klug.

      Warum aber die Crew sich nicht eingepickt hatte?

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    • avatar Holger sagt:

      …kein “breakwater mehr hingekommen”? Dann stell mal das Bier weg und schau noch mal genau hin…dann siehst du noch ordentlich “bräääkwater”…das hätte die Kiste wieder umgeworfen

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  4. avatar Mirko sagt:

    Kann es sein, dass die drei die Überbord gehen, vorher im Cockpit waren und die beiden auf dem Bug nicht ins Wasser gegangen sind? Die Wucht der Welle schleudert das Heck der Bavaria so stark zur Seite (und weniger den Bug), dass die drei im Cockpit sich sicherlich verletzt hätten, wenn sie eingepickt gewessen wären. Wobei ich auch nicht scharf darauf gewesen wäre, in dieser Situation im Wasser treiben zu müssen…

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  5. avatar Lars sagt:

    Möchte nicht wissen wie die vier ausgesehen hätten, wenn die von der Brandung auf die Steine gedonnert worden wären.

    Ich ziehe meinen Hut vor dem MoBo-Fahrer, wer weiß was ohne Seine Hilfe gewesen wäre. Ungefährlich war das für den und seine Besatzung auch nicht.

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  6. avatar o.h. sagt:

    warum läuft man da ein wenns rechts und links noch zwei häfen gibt?

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    • avatar Axel sagt:

      Da werden die Duschmarken von Zumaia nicht akzeptiert.

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  7. avatar bläck sagt:

    Was regt Ihr euch auf ? Normales Hafenmanöver, wenn der an Bord verbliebene Alkohol nicht mehr für alle reicht beim anschliessenden Manöverschluck…

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  8. avatar Christoph sagt:

    Das Video lässt richtig spürbar werden, dass einem Über-Board-Gefallenen 6 bis 7 Minuten wie eine Ewigkeit vorkommen müssen.
    Dass der Skipper sich mit dem Schiff ganz vom Acker gemacht hat, dürfte nicht zur Ermutigung der drei Crewmitglieder im Wasser beigetragen haben. Das später hinzugekommene Segelboot zeigt, dass er wohl gefahrlos sich zumindest solange in Sichtweiter hätte aufhalten können/müssen, bis das offenbar zur Hilfe gerufene Motorboot da war.
    Meines Erachtens das zweite massive Fehlverhalten des Skippers.

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  9. avatar Albert sagt:

    Nur zur weiteren Information: das ganze ist nach einer Club-Regatta passiert. Die Bavaria 38 hat noch eine Tonne geborgen und ist dann als letztes Schiff zurück in den Hafen gefahren. Davor hatten schon ein halbes Dutzend andere Schiffe ohne Probleme dieselbe Stelle passiert. Der Skipper hat eigentlich alles richtig gemacht, er ist ja schon hunderte Male in seien Heimathafen eingelaufen und kennt die Gefahren sehr genau. Er hat vorher ein paar Runden gedreht um den Wellenzyklus zu erkennen, um dann hinter der letzten großen Welle um die Mole zu fahren. Leider kam dann doch noch eine “Dicke” hinterher, klarer Fall von dumm gelaufen. Was er nicht hätte machen dürfen, ist, selber über Bord zu gehen. Nach der Kenterung hat dann einer der Besatzungsmitglieder sofort das Steuer übernommen und versucht aus der Gefahrenzone zu kommen, er musste ja damit rechnen, dass noch weitere Brecher kommen. Die Regattaleitung hatte übrigens das ganze beobachtet und ich gehe mal davon aus, dass die nötigen Rettungsmassnahmen eingeleitet waren, der Motorboottfahrer war allerdings schneller. Ach, und noch was, man sieht es auf dem Video nicht, aber die Wellen laufen Richtung Strand. Mit höchster Wahrscheinlichkeit wären die Leute dort “angespült” worden, hätte man sie nicht vorher geborgen. Also alles in allem, kein Duschmarkenproblem und auch kein Alkohol im Spiel, nur einfach Pech gehabt. (Das Wort “Pech” gibts übrigens im spanischen nicht, man spricht hier wörtlich übersetzt von “schlechtem Glück”, nur mal so nebenbei.)

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  10. avatar Matthias sagt:

    sorry aber ich sehe irgendwie 4 Crewmitglieder im Wasser! Oder ist der 4. Mann ein zufällig vorbei kommender Schwimmer? Na wer weiß…

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