Videos: Mit dem Boot zum Nordpol – Momente einer gescheiterten Expedition

Marathon im Eis

 

Die wenigen Momente reinen Segelvergnügens und ihre endlose Plackerei an den Eisbarrieren haben die drei Abenteurer der Expedition „Voie du Pole Nord“ auf kurzen Videos festgehalten. Sehenswert!

Eigentlich war ja der Nordpol angesagt. Die drei Abenteurer Sebastien Roubinet, Vincent Colliard und Eric André wollten mit ihrem Hybrid-Segler, der auf dem gefrorenen H2O genauso effizient dahingleiten sollte wie auf flüssigem, endlich unter Segeln den nördlichsten Punkt unseres Globus erreichen. Als erstes Team mit einem Segelboot (SR-Artikel), das sie bis dorthin schieben, wuchten, stoßen und eben segeln wollten.

Doch so richtig weit sind sie nicht gekommen. Schon relativ früh nach dem Start sahen sich die Abenteurer meterhohen, unüberwindlich erscheinenden Eiswänden gegenüber. Zwar hatte man solche Barrieren mitten in der Eiswüste durchaus erwartet – für Expeditionsleiter Roubinet war dies bereits der dritte Segel-Versuch im Hohen Norden – doch schichteten sich in diesem arktischen Sommer die Eisschollen offenbar besonders hoch und versperrten außergewöhnlich häufig den Weg. 

Kurz: Es war mühselig. Schon nach wenigen Wochen wurde den drei Abenteurern klar, dass sie ihr Ziel, zumindest in unmittelbare Nähe des Nordpols zu gelangen, nicht erreichen können. Dennoch waren sie letztendlich knapp drei Monate unterwegs und haben reichlich Foto- und Filmmaterial mit nach Hause gebracht. Die Plackerei nannten sie posthum Expedition, vom Nordpol war dann nur noch am Rande die Rede – Kunststück, es gab ja reichlich Abenteuer zu berichten: Eisbären und Beluga-Wale kreuzten ihren Weg, die Herausforderung, das Boot über bis zu vier Meter hohe Eiswände mit Hilfe von Seilwinden zu ziehen, Probleme mit der Kälte , langsam schwindende Nahrungsmittel und und und.… 

In Kürze wird ihr Fotobildband erscheinen und derzeit setzen sie peu a peu kurze Videos auf Facebook. Und die sind wirklich sehenswert: Menschen, die sich wie einst Sisyphos in den unendlich erscheinenden Eiswüsten abrackern oder neben ihrem übers Eis segelnden Boot daherlaufen.  Untermalt mit entspannter Musik – sehenswert!  

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expedition, Nordpol

Auf dem Weg durch Nirgendwo © roubinet/voie du pole

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