Abgeborgen wegen Seekrankheit: Schwangere Frau in Angst um ihr Ungeborenes

Rettung aus der Luft

Schwere Seekrankheit hat zu einem Rettungsmanöver der französischen Marine geführt. 75 Meilen vor La Rochelle ließ sich eine schwangere Frau per Helikopter von Bord holen.

Rettung, Seekrankheit

Die Segelyacht im Scheinwerferlicht des französischen Marinekommandos. © 35F Marine

Eine 36 Jahre alte Frau, schwanger im vierten Monat, ist von der Besatzung eines Hubschraubers der französischen Marine abgeborgen und in das Krankenhaus von La Rochelle geflogen worden. Sie befand sich mit einer Amel 50 auf dem Weg von La Rochelle nach Portugal. An Bord waren der Skipper und mehrere Familienmitglieder.

Bei vier Meter hohen Wellen und Windstärke sieben wurde die Frau nach einiger Zeit von Seekrankheit erfasst, die sich immer weiter verschlimmerte. Der Skipper nahm Kontakt mit dem Medical Regulatory Centre in Toulouse auf, und der zuständige Arzt beurteilte die zunehmende Dehydrierung des Crewmitglieds kritisch. Insbesondere das Ungeborene geriet in Gefahr. Die Abbergung wurde angeordnet.

In La Rochelle startete ein Rettungshubschrauber und fand das Schiff in einer Entfernung von 140 Kilometern bei Dunkelheit am späten Abend. Der Wellengang ließ die  gereffte Yacht stark rollen, und das machte die Operation schwierig.

Dem abgewinschen Rettungstaucher gelang es nur unter großen Anstrengungen, an Bord zu kommen. Das Manöver wurde noch erschwert durch Probleme bei der Kommunikation. Die Funkverbindung brach teilweise ab, und ein weiteres Schiff in der Nähe musste als Relais-Station verwendet werden. Nach gut zwei Stunden in der Luft hatten die Retter die Mission beendet. Die Frau erholte sich schnell.

Tipp: André Mayer

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