Flettner Rotor: 25 Prozent Emission-Einsparung – Innovatives Tankerkonzept

Fortschritt durch Rotation

Vor einer Woche berichtete SR über den neuen Flettner-Rotor auf der Rostock-Gedser-Fähre. Nun soll der erste Chemie-Frachter damit ausgerüstet werden.

Dieses Bild soll offenbar zeigen, dass man die Flettner-Rotoren nach hinten kippen kann. Für Brückendurchfahrten? © stenabulk.com

Die Corona-Krise scheint hilfreich zu sein, wenn es um die Akzeptanz von alternativen Antriebskonzepten geht. Die Meldungen über mehr Nachhaltigkeit in der Schifffahrt und insbesondere die Nutzung von Windenergie nehmen zu.

Die erste geplante Flettner-Bestückung auf einem Chemietanker. © stenabulk.com

So überraschte nun die schwedische Tankschiff-Reederei Stena Bulk mit der Vorstellung des Designs für eines neuen Produkten- und Chemikalientankers, der sich durch eine besondere Energieeffizienz auszeichnen soll. Insbesondere mit dem Einsatz zweier Flettner-Rotoren und der Nutzung von Solarenergie soll die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen im Vergleich zu ähnlichen Schiffen um midestens 25 Prozent möglich sein.

Der Hauptantrieb basiert auf einem Dual Fuel-Motor, der sowohl mit Flüssigerdgas (LNG) als auch mit herkömmlichen schwefelarmen Kraftstoffen  betrieben werden kann. Maximal könne die Emissions-Ersparnis sogar auf bis zu 45 Prozent gesteigert werden.

Die Platzierung der Rotoren auf dem Chemiefrachter. © stenabulk.com

Erik Hånell, Präsident und CEO von Stena Bulk erklärt: “Der weltweite Bedarf an zuverlässigem, innovativem und nachhaltigem Transport flüssiger Produkte nimmt zu. Und er wird weiter steigen, weil die Weltbevölkerung wächst und sich der globale Lebensstandard verbessert.”

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